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aufwarfcn. Nach dem Sturze des letzten Tyrannen, des Psammetich, im I. 58a v. Chr.,.gab sich K. eine auf Timokratie und Aristokratie gegründete Verfassung und handelt!Anfangs mit den Athenern, während des Peloponnes. Krieges aber mit den Spartanerngemeinschaftlich. Durch pers. Bestechung wurde es dann in den sogenannten korinthi-schcn Krieg 39a—387 verwickelt, in welchem es der Sammelplatz der Böotier, Argiv«und Athener war. Später von den macedon. Machthabern als ein für sie wichtiger Punktbesetzt, hielt es sich nach Vertreibung der Maccdonier 243 v. Chr. zum Achäischen Bund!
(s. Achäer), bis es durch den röm. Consul Mummius 146 v. Chr. auf eine entsetzlich!Weise von Grund aus zerstört und eingeäschert wurde. Zwar ließ Julius Cäsar als Düte-,tor K. im I. 46 wieder aufbauen, vermochte es aber, obgleich es sich als Hauptstadt derProvinz Achaja zu heben begann, zur frühem Blüte nicht wieder zurückzuführen. Späterhielt sich in K. der Apostel Paulus auf, der hier seine Briefe an die Thessalonicher und Ri-mer schrieb und von hier aus sich im 1.54 nach Jerusalem begab. Schon in den ältesten Zei>len blühte hier außer der plastischenKunst namentlich die Baukunst, welche eine Mengehm-lichcr Tempel hervvrrief und der zierlichen Säulenordnung (s. d.) den Namen gabjauch standen die korinthischen Gefäße stets in hohem Ansehen und korinthisch nannttman daher zuletzt alle Einrichtungen des Luxus und Reichthums im Innern der Paläste, diK. im Hange zum Luxus, den es von dem benachbarten Sicyon (s. d.) erbte, alle Stad«übertraf, sodaß man in Byzanz ein eigenes Hofamt des sogenannten Oorintbiariun halt!,welcher die Aufsicht über die inner« Schmuckmobilien führte. Außerdem waren namentlichdie Hetären (s. d.) K.'s wegen des außerordentlichen Glanzes, mit dem sie sich umgab«,übel berüchtigt und stürzten gewöhnlich ihre Verehrer in Armuth und Elend, daher in Folg!des hohen Preises, den sie hier verlangten, das Sprüchwort entstand: „Non mivis Kumimcontinj-it Sllire <7ormti»nm", d. h. „Eine Lustreise nach K. ist nicht jedes Mannes Sacht".Eine genaue Beschreib»«- findet sich in den „Denkwürdigkeiten und Erinnerungen auj tdem Orient" von Prokesch von Osten (Bd. 2, Stuttg. 1836), eine Abbildung der nochvorhandenenAlterthümerin der „Lxpeciition scieutiügue cke Noree" (Bd.3, Par. 1838).Vgl. Wagner, „Kerum eormtbiuc. specimen" (Darmst. 1824).
Korinthen, s. Rosinen.
Korinthisches Erz (»es Ooriotbmw) nannten die Alten ein eigenthümliches, vonihnen selbst sehr geschätztes Metall, welches namentlich zu Gefäßen, bisweilen auch zuBildsäulen gebraucht wurde, und, wie man gewöhnlich annahm, eine Mischung aus Gold, ,Silber und Kupfer enthielt, nach dem Urtheile anderer Kenner aber nur ein sehr gereinig- ^tee und raffinirtes Kupfer war, dessen Farbe bald ins Helle und Weißliche, bald ins Dun-kelbraune spielte, bald die Mitte hielt. Da die Erfindung dieses Erzes in die früheste Zeithinaufreicht, so fällt von selbst das Märchen zusammen, welches Florus und Plinius überdie Entstehung desselben mittheilen, daß es nämlich bei der Zerstörung und dem Brandevon Korinth im I. 146 v. Chr. aus den geschmolzenen Massen des damals in großerMenge dort vorhandenen Goldes, Silbers und andern Metalls gebildet worden sei, undnicht mehr Glauben verdient die Erzählung einiger alter Schriftsteller, daß dasselbe erstvurch die Abkühlung in der Quelle Pirene seine Vortrefflichkeit erhalten habe.
Korsäken , ein weitverbreiteter Volksstamm im östlichen Sibirien, in der ProvinzZakutsk, und den Seeverwaltungen Ochotsk und Kamtschatka. Sie sind theils ansässig inErdhütten und beschäftigen sich mit Jagd und Fischerei, theils nomadisircn sie, wo Stenn-thiere alsdann ihre aus Felljurten bestehenden wandernden Häuser umhersühren. Di<Wohlhabenden besitzen oft mehre tausend Stück jener Thiere, die überhaupt ihren Reich-thum ausmachen. Die Zahl der Korjäken beläuft sich auf kaum 2990 Köpfe.
Kork nennt man die Rinde der Korkeiche (Huercus suber), eines 49 — 69 F.hohen, starken Baumes, der an der Küste der Provence, in Bear«, Südspanien, Portugalund Süditalien wächst, und daher das deutsche Klima nicht verträgt. Abgesehen von ihre«eßbaren Früchten, ist diese Eiche besonders durch ihre sehr dicke, schwammige und leichteRinde wichtig, welche als Kork die mannichfachste Anwendung findet und daher unter denErzeugnissen Frankreichs von ziemlicher Bedeutung für den Handel ist. Die Verfertigungvon Stöpseln geschieht aus freier Hand, indem der Arbeiter die zweimal ausgekochten