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Kori Korinth 343
und eines katholischen Bischofs, ist gut befestigt, hat einen sichern und geräumigen Hafen, derdurch eine starke Citadelle geschützt wird, ein großes engl. Seezeughaus, ansehnliche Schiffs»werfte und I6000E-, die bedeutenden Handel treiben. Neben der von Lord Guilfordss.d.)gestifteten und >823 eröffneten Universität, mit einem botanischen Garten und einer öffent-lichen Bibliothek von 20000 Bänden hat die Stadt auch ein stark besuchtes Gymnasium.
Kori (Aug. Siegm.), Oberappellationsrath zu Dresden, geb. am S7. Juni 1778zu Franenstein im sächs. Erzgebirge, stndirte in Leipzig, wo er 1805 promovirte, seit-dem als Privatdocent akademisck)e Vorlesungen hielt und als Advocat prakticirtr, bis er1812 als Appellationsrath nach Dresden berufen wurde. Drei Jahre später kam er alsMitglied der preuß. Oberjustizcommission nach Merseburg, 1816 als Oberlandesregie,rnngsrath nach Naumburg und 1818 als Professor an die Universität zu Jena. Erst 1827kehrte er als Appellationsrath nach Dresden zurück, wo er 1835 in das neu errichtete Ober,appellationsgericht übertrat. Unter seinen processualischen und civilistischen Schriften, diesämmtlich ihrer Gründlichkeit und praktischen Richtung wegen sehr geschätzt werden, findbesonders hervorzuheben „System des Concursproceffes" (Lpz. 1807; 2. Aust., 1823);„Über den Erecutivproceß und die Widerklage" (Dresd. 1823; 2. Aust., Jena 1826);„Theorie des sächs. bürgerlichen Processes" (3Bde., Jena 1821—23); „Theorie des sächs.bürgerlichen ftimmarischen Processes" (Jena 1823); „Theorie der Verjährung" (Lpz.I8l >); „Abhandlung von der stillschweigenden Willenserklärung" (Naumb. 1817) unddie gemeinschaftlich mit Alb. von Langen» herausgegebenen „Erörterungen praktischerRechtsfragen" (3 Bde., Dresd. und Lpz. 1820—33).
Koriander (OriiMtlrum sativum) ist eine im südlichen Europa, besonders in Jta-lien wild unter dem Getreide wachsende, widerlich betäubend riechende Pflanze, die ihrerSamen halber unter andern auch in Thüringen und Franken auf den Ackern angebautwird. Sehr häufig wird die Blüte durch den Mehlthau zerstört. Wenn aber der Koriandergeräth, ist der Anbau desselben sehr lohnend. Die gelblichen, kugelrunden, hohlen Samenwerden schroft alsGewürz und von den Apothekern alsMedicin angewendet. Die frischenSamen riechen unangenehm, getrocknet haben sie aber einen angenehmen Geruch und Ge-schmack. Der beste Koriander ist der englische und italienische.
Korinna, eine zugleich durch außerordentliche Schönheit berühmte lyrische Dichterinum 500 v. Chr., stammte aus Tanagra in Böotien, hielt sich aber häufig zu Theben auf,weshalb sie bisweilen auch eine Thebanerin genannt wird, und soll selbst über Pindar, dessenältere Zeitgenossin sie war, fünf Mal in den musikalischen Wettstreiten den Sieg davongetragen haben, daher ihre Bildsäule in dem Gymnasium zu Tanagra aufgestellt wurde.Wegen der Zartheit und Weichheit ihrer Gesänge erhielt sie wahrscheinlich den Beinamender Fliege in demselben Sinne, wie man Sappho und Erinna Bienen nannte. Von ihrenzahlreichen, im äolischen Dialekt verfaßten Gedichten sind nur noch wenige Bruchstückevorhanden, welche von Schneider in den „Uoetriarum g^raec, carmioum kragmenta"(Gieß. 1802), von Schneidewin in dem „Ileloclu» poetsrum ismk». et mel. grsec." (Eött.>830) und zuletzt von Bergk in „k.vrici poetae graeci" (Lpz. >8-13) gesammelt und vonBorberg in „Hellas und Nom" (Zür. 1832) übersetzt worden sind.
Korinth, eine im Alterthume berühmte Stadt auf der Landenge gleiches Namens,welche vorzugsweise der Isthmus (s. d.) genannt wird, nach der jetzigen Eintheilung zudem Nomos Argolis und Korinth des Königreichs Griechenland gehörig, ist nach dem letztenFreiheitskampfe der Griechen nur noch in einigen auS der Burg, dem Tempel des Neptunund einem Theater bestehenden Ruinen vorhanden. Ihre einst so schönen Häfen, Lechäo»am korinthischen und Kenchreä am Saronischen Meerbusen, sind zu Sümpfen geworden,welche weithin die Luft verpesten, und von dem nördlichen Hafen Schönos findet sich fast kerneSpur mehr. Aus den Überresten des alten K. wurden später die Kirchen, Moscheen undHäuser der neuen Stadt erbaut, welche in der jüngsten Zeit wieder ihren Untergang fanden.Die Stadt selbst wurde der Sage nach schon um 1350». Chr. durch denÄolier SisyphuS(s- d.) gegründet, dessen Stamme die Herakliden und diesen die Dacchiaden, eine herakki-bische Familie, folgten, welche eine Oligarchie bildeten, worauf nach einigen Generationen657 v. Chr. KypseloS (s. d.) und 627 dessen Sohn Periander (s. d.) sich zu Tyrann«: