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Kordaka Korea
gens im Alterthume übel berüchtigt. Vgl. Quirni, „Drimorclia Oorczrae" (Brescia1738, 7.), Mustoxydes, „Illustiarloni 6»rciresi" (2 Bde., Milano 1311 —14) und C.A.Müller, „De (lorcxrseorum repilblica" (Gott. 1835, 4.).
Kordaka ist ein Beiname der Artemis in Elis, von dem phrygischen Tan; Kordax,welchen die Gefährten des Pelops nach Besiegung ihrer Feinde der Göttin zu Ehren ge-tanzt haben sollen.
Kordöfan, ein Land im innern Afrika, bildet eine weite Grasebene, die sich von 46°—SO°östl.L. und von 12° 10^—16°nördl.Br. erstreckt. DaSLand im Innern hat nicht eineneinzigenBach oder Fluß. Die weite, fastWüste zu nennende Savanne ist auf großen Flächenvon Mimosenwäldern unterbrochen, in der Nähe von Brunnen mit Dörfern besetzt und inder Regenzeit von Nomadenstämmen mit zahlreichen Heerden, besonders von Kameelcn,bewohnt, in der trockenen Jahreszeit aber von diesen verlassen. Ungeheure Antilopenheerden,Giraffen, Strauße und Vögel der verschiedensten Art bilden das Thierreich dieses TheilSder Ebene mit stellenweise prächtigem Pflanzenwuchse, unter dem zwar die Palmen man-geln, der dafür aber die UngeheuernAdansonien bietet. Der südliche Theil K-s ist zwar aucheine Savannenebene; doch findet in Folge der thonigen Beschaffenheit des Bodens einegleichförmigere und dauerndere Bewässerung desselben statt, die hinwiederum eine be-wundernswürdige Fülle der Vegetation zur Folge hat. Das Gras der Savanne bildet ei-nen förmlichen Wald und die Einförmigkeit der Mimosenwälder verschwindet vor der zu-nehmenden Menge Adansonien, Cassien und Tamarinden; auch die Palme tritt wiederauf. Außer Löwen, Leoparden, Affen und einer Menge Hyänen findet man mehre selteneVögelarten, große Ameisenbären und viele Arten großer Antilopen. K. wird von einemStamme der Nubancger bewohnt, der von seinen Heerden lebt und unter einem dem Vice»könig von Ägypten unterworfenen Negerhäuptling steht. Außer diesen Negern finden sichin K. auch viele eingewandcrte Dongolesen, die besonders Handel, und mehre aus Hedschasgekommene Beduinenstämme, die Viehzucht treiben. Die ersten; betreiben denKaravanen-handel zwischen Dongola und Darfur, dessen Hauptartikel Sklaven, Gold, Gummi ara-bicum, Weihrauch, Natrum und Häute sind. Hauptort war sonst Obeidha, das aber jetztfast ganz in Trümmern liegt. K. gehorchte früher den Herrschern des Sennaar und wurdeum die Mitte des 18. Jahrh denen des Darfur unterworfen; im I. 1820 unterjochte esMehemed Ali, indem er eine Menge Einwohner in die Sklaverei abführte und die Araber-siämme zu einem Tribut zwang.
Korea, von den Chinesen Tschao-sian, von den Japanern Tsio-sen genannt,ist ein Königreich nordöstlich von China, das bei einem Flächenraum von ungefähr 4000OM. die Halbinsel einnimmt, die sich, im Norden von der Mandschurei begrenzt, von die-ser aus nach Süden hin zwischen dem Gelben und dem Japanischen Meere bis zur Straßevon Korea erstreckt. Diese Halbinsel wird, im Norden durch das die Schneelinie erreichendeKüstcngebirge der Mandschurei von dieser getrennt, durch eine von diesem Gebirge auslau-fende Bergkette gestaltet, die das Land von Norden nach Süden der Länge nach durchziehtund sich besonders im Osten hoch und steil erhebt. Vermöge der schmalen, langgestrecktenForm dieser Halbinsel und ihrer gebirgigen Beschaffenheit hat sie keine großen Flüsse; dage-gen ist sie, vorzüglich auf der Süd- und Westseite, von einer Menge kleiner Inseln umge-ben, deren größte das 13 lUM. große Quelpaert ist. Obschon nur zwischen 34°—12° nördl.Br. gelegen, ist das Klima des Landes durchaus nicht mild, sondern leidet, wie im Vcr-hältniß der ganze Osten Asiens, von sehr heißen Sommern und sehr kalten Wintern, sodaßsogar das Whang-Hai oder Gelbe Meer, zwischen China und K-, im Winter zufriert,wo dann auf seinem Eisrücken hauptsächlich die Verbindung mit China stattflndet, da so-wol die Verbindung zu Lande wegen der K. im Norden umgebenden hoben Gebirge, alsauch die zu Schiffe wegen des durch Untiefen und flache Ufer höchst gefährlichen GelbenMeeres schwieriger und minder beliebt ist. K. ist in den minder hohen Gegenden und denThälern der südlichen Provinzen ein fruchtbares Land, das vorzüglich Reis, Baumwolleund Hanf erzeugt; im rauhern, mit großen Wäldern, aber auch vielen wüsten Strecken be-deckten Norden ist die Ginsengernte und Zobeljagd Haupterwerb. Merkwürdigerweiseschweift hier der Königstiger bis zu 42° nördl. Br., und Tiger- und Pantherhäute gehören