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chey und andern Seefahrern genau untersuchten ringförmigen Koralleninseln der Südseebestehen entschieden aus Korallenbänken, die auf dem hochhcraufragenden Rande subnia-riner Krater lagern. Es scheint, daß an der Bildung sehr vieler Koralleninseln die stoß,weis erfolgende und an der amcrikan. Westküste viel beobachtete vulkanische Erhebungdes Meeresbodens den meisten Anthcil habe, und daß also die Korallenbänke nicht durcheigenes Wachsthum, sondcrndurch Veränderungen ihrer UnterlagederOberflächedes Meeresgenähert werden. Die zu vielen Schmucksachcn besonders in Genua verarbciteterotheKo-ralle wird zumal in der Gegend von Bona in Algier von besonders ausgerüsteten Fahr-zeugen aufgefischt. Ehedem bestand in Marseille zu diesem Zwecke eine Comvagnie.
Koran oder Alkoran, d. i. der Koran, heißt das in arab. Sprache geschrieben!Neligionsbuch der Mohammedaner, das Das enthält, wasMohammed als göttliche Offen-barung in verschiedenen Perioden seines Lebens verkündigte. Gesammelt wurde es erstnach seinem Lode von Abubekr, Mohammed's Schwiegervater, worauf cs der dritte Kha-lifOthman berichtigte und bekannt machte. Seitdem gilt cs als die heilige Quelle allermohammedan. Theologie und Jurisprudenz. Dasselbe enthält Reden Mohammed's anseine Anhänger, Lobpreisungen Gottes, Ermahnungen, Reden gegen Götzendiener, Judenund Christen, und Legenden in einer einfachen, kräftigen Sprache, welche bisweilen zudichterischem Schwünge sich erhebt. Nicht wenige Ideen des Koran sind unverkennbar an-der Bibel nach der später» jüd.Tradition entlehnt. Vgl. Geiger, „Über die jüd. QuellendesKoran" (Bonn 1832). Trefflich find die darin gegebenen Belehrungen über Gott, Vorse-hung, Auferstehung, Belohnungen und Bestrafungen, und die Gesetze und Entscheidungenden einfachen Bedürfnissen des Volks angemessen. Auf das nachdrücklichste wird darin dieEinheit Gottes behauptet; Rechtschaffenheit, Milde gegen die Armen und Gastfreiheitwerden dringend empfohlen. Die darin ausgestellte Lehre von einer absoluten Vsrherbc-stimmung, sodaß der Mensch keine Linie breit vom Wege abwcichen könne, der ihm von derStunde seincrGeburt an vorgezeichnet sei, dann die in lebhaften Bildern abgefaßte Schilde-rung des künftigen Lebens und endlich die Versicherung, daß der Tod für die Sache Gottesder sicherste Weg zum Himmel sei; dies Alles diente dazu, den Kriegssinn der Mohamme-daner zu entflammen. Mit Rücksicht auf das Klima des Landes gebietet der Koran häufigeReinigungen und mäßigen Genuß berauschender Getränke, während er die Vielweibereigestattet. Das ganze Werk besteht aus 114 Capitcln, Suren genannt, von sehr ungleichemUmfange, ohne systematische oder chronologische Folge aneinander gereiht. Unter den zahl-reichen mohammedan. Erklärungen des Koran ist die von Beidhawi aus dem 15. Jahrh.(herausgeg. von Fleischer, Lpz. 18-1-1 fg.) die ausgezeichnetste. Von den vielen Ausgabensind zu erwähnen die von A. Hinkelmann (Hamb. >89-1), Maracci (Padua 1698) undvon Flügel (3. Ausl., Lpz. 1838); außerdem wurde der Text öfters gedruckt, in Peters-burg seit 1787, in Kasan seit 1893, in Kalkutta mit hindostan. Jnterlinearversion 1831,mit persischer >835, mit zwei pcrs. Commentaren 1838 und in Teheran mit pers. Über-setzung 1842. Unter den Übersetzungen sind zu erwähnen die lateinische von Maracci,die englische von Sale (Lond. 1731 und oft.), die französische von Kazimirski (Par. 1810und oft.), die deutsche von Wahl (Halle 1828) und Ullmann (3. Aufl., Bielefeld >811).Zum Verständniß des Originals sind von großem Werthe das Wörterbuch von Willmet(Leyd. 1781) und die Concordan; von Flügel (Lpz. 1812). Vgl. Weil, „Historisch-kriti-sche Einleitung in den Koran" (Bielefeld 1811).
Korcyra, griech. K e rky r a, die nördlichste der Ionischen Inseln, auf der Westseitevon Epirus, jetzt Korfu (s. d.), erscheint bei Homer bereits unter dem Namen Schema,war im heroischen Zeitalter der Sitz der Phäaken und ihres Königs Alcinous (s. d.)-Später wurde sie von Liburnern und um 799 v.Chr. von Korinthern bevölkert und erlangtebei der günstigen Lage durch Schiffahrt und Handel ein solches Übergewicht auf dem Adria-tischen und Jonischen Meere, daß sie selbst auswärts Colonien gründete und mit dem eifer-süchtigen Ko r in th (s. d.) in einen Kampf gerieth, der sich mit der Besiegung des letztemendigte. In der folgenden Zeit wurde K. in den Peloponnes. Krieg verwickelt, sank aberunter und nach der macedon. Herrschaft und kam 229 v. Ehr. unter den Schutz derRömer.Die Bewohner von K. waren wegen ihres betrügerischen Sinnes und anmaßenden Betra-