Korallen 339
einer franz. Übersetzung. Außer mehren besonder!, Bearbeitungen, wie der „Charaktere"des Theophrast (Par. 1 799), erschienen von ihm seit 1805 — 2« zu Paris unter dem Titel„ sowie in dem „//;»!<! z,und den ,,/kupk«)«" des Aristote-
les „Politik und Ethik", Man s „Vermischte Geschichten", Strabo, Heliodor, Jsokratcs,Lykurg, des AntoninuS „Selbstbetrachtungen", Plucarch'S „Lebensbeschreibungen", .Po-lyän, ök'enophon's „Memorabilien", der „Gorgias" des Plato, Epiktit's „Enchiridion",des Cebes „Gemälde" u. s. w. Um die neugriech. Sprache in lexikalischer Hinsicht und dieneugriech. Literatur überhaupt machte er sich verdient durch seine „'l-Zruxr« <>n mellmFes5„r ür litterrrture xrvckj»«' moilei Iie etc." (t Dde., Par. l 832). Auch lieferte er eineSclbstbiographie (Par. 1833).
Korallen. Unter den Polypen (s.d.) gibt es viele Arten, welche im Umfange oderan der Basis ihres kleinen, gallertartigen Körpers eine bald erhärtende, kalkige, erdige oderhornige Substanz ablagern. Da die Mehrzahl an fremden Gegenständen angeheftet ist, soentsteht durch jenen Bildungsproceß zuerst eine kleine Zelle, die je nach der Art des Poly-pen eine verschiedene, aber festbcstimmte Gestalt hat. Die Fortpflanzung geschieht Haupt,sächlich dadurch, daß das Junge wie eine Knospe aus dem Mutterleibe hervortreibt. Dadiese Sprossung nach bestimmten Gesetzen am vbern Rande, der Basis, oder im Umfangedes ällern Polypen eintrikk, das Junge sich nicht trennt, sondern alsbald Kalk oder ähnlicheStoffe ablagert und auf der altern Zolle eine oder mehre ihr ganz gleiche jüngere Zellenentstehen und jüngere Generationen auf den abgestorbenen älkcrn sich erheben, von welchennur noch die leeren Zellen übrig sind, so erklärt sich hieraus leicht genug die im gemeinenLeben oft für unbegreiflich geachtete Bildung des Korallen stocks, sowie die große Regel-Mäßigkeit, die man an seinen Zellen oder an ihrer Zusammensetzung zu Ästen bemerkt. Esist sonach ein Jrrthum, die einzelne», ein oft mikroskopisches Gallcrtthier enthaltenden har-ten Zellen mit den Nestern anderer Thiere zu vergleichen; noch viel weniger sind die Ko-rallenstämme fremde, von den Polypen parasitisch bewohnte Körper, oder, wie die Altenmeinten, welche die Korallenthiere für Blüten hielten, Pflanzen oder gar Mineralien. Jenach ihrer chemischen Zusammensetzung sind die Korallcnstöcke hornig, kalkig oder wol auchgewissen Seegräsern im Äußern ähnlich, und je nachdem die Sprosscnbildung in einer oderder andern Richtung erfolgt, breiten sie sich wie Rinden aus oder lagern sich schichtenweisübereinander, oder nehmen eine Becher- oder Pilzform an, oder streben auch wie Fächeroder vielästige Bäume empor. In den Sammlungen gewahrt man nur die tobten Stöcke,denn die Millionen kleinen Bewohner, die ein einziger solcher Stock hat, zerfließen meist inwenigen Minuten nach dem Heransnehmen aus dem Meere zu Schleim. Für den Natur-forscher haben die Korallen großes Interesse, einmal wegen ihrer eigcnthümlichen Organ!-sacion, dann auch wegen ihrer Einwirkung auf die Neubildung oder Vergrößerung vonInseln und Küsten. Sic kommen nur im Meere, zumal in mildern Breiten, häufig vorund bilden da in nicht bedeutender Tiefe ganze Bänke, die bei der lebhaften Färbung derStöcke und der großen Mannichfaltigkcit der Gestalten unterseeischen Blumengärten glei-chen. Nach Forster's Ansicht sollten alle niedrige nicht deutlich vulkanische Inseln der Süd-see nur dadurch entstanden sein, daß Korallen seit Jahrtausenden auf Untiefen gelagertübereinander rmporwuchsen, bis bei Erreichung der Oberfläche die letzte Generation abstarbund Sand und Muscheltrümmer sich auf ihnen anhäuftcn, worauf dann Scevögel zur Dil-düng der ersten Erdrinde beitrugen und gradweis Pflanzen einwanderten. Man glaubtelange an diesen Bildungsproceß, den unter Andern Chamisso in sehr poetischer und dasUrtheil bestechender Weise beschrieb. Die Forschungen neuerer Reisender, Quoy und Gai-mard, Beechey, Ehrenberg, King, zuletzt Darwin u.A., haben aber überzeugend nachgewie-sen, daß die Jnselbildung durch Korallen ziemlich enge Grenzen habe und daß keine der vonihnen gebildeten Bänke in großer Tiefe beginne, sondern oft nur einige Fuß, selten bis achtKlaftern hoch sei. Wo Untiefen und enge Einfahrten vorhanden sind, kann eine Erhöhungdes Bodens um einige Klaftern der Schiffahrt wol schaden, wie denn auch einige Häfender asiat. Inseln jetzt durch neue Korallenbänke fast gesperrt sind; allein es gibt keine größereInsel, welche ganz und gar und bis in große Tiefen aus Korallen bestände. Die von Bce-
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