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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Kopp Koppe

(Laibach 1808). Nachdem K. bereits 1814 Paris besucht, um die von den Franzosen ent-,führten Handschriften wiederzuholen, besuchte er später, nachdem er Deutschland bereis,,Oxford und London, und im I. 1831 auch Italien. JmJ. >829 führte er kurze Zeitdie Rcdaction der wiener „Jahrbücher der Literatur"; nachher besorgte er den Druck desvon ihm redigirten Textes zur Lckitio princeps des in St.-Florian entdeckten Psalters i„poln., lat. und deutscher Sprache (Wien 1834). Wie sehr auch seine Leistungen in philolo-gischer und bibliographischer Beziehung anzuerkenncn sind, so kann er sich doch im Geb,«,der slaw. Geschichtsforschung Dobrowsky (s. d.), Palacky (s. d.) und Schaffe,rik (s. d.) nicht gegenüberstellen. Am bemerkenswerthesten für seine literarischen und son- -stigen Bestrebungen möchte sein „6IaFoIita 6Iorianu8" (Wien 1830) sein, durch denn,wie durch andere später mit und ohne Nennung seines Namens veröffentlichte Aufsätze ur-ter dem Scheine unbefangener, rein historischer gelehrter Forschung sich auch aufkirchlick-politischen Boden gestellt hat, als Vorkämpfer für die Union, vorzüglich bei den ssaw.M-kern. In seiner Stellung als Büchercensor vermochte sich K. sehr natürlich keinen Dank,»gewinnen. Im I. 1843 wurde er Hofrath und erster Custos an der kaiserlichen Bibliothek,starb aber schon am 11. Aug. 1844.

Kopp (Ulrich Fricdr.), Paläograph, geb. am 18. März 1762 zu Kassel, studirtedilRechte und wurde 1788 Justizrath, dann Negicrungsrath, später Geh. Referendar mdGeh. Landsecrctair in Kassel, erhielt 1802 die Direction des Hofarchivs und 1803 den Ti-^el als Cabinetsrath, nahm aber 1804 seine Entlassung aus dem Staatsdienste, wurdr1808 Ehrenprofessor in Heidelberg, lebte dann in der unabhängigsten Muße zu Manheimund starb auf der Reise zu Marburg am 27. Mär; 1834. Durch archivarische Beschästi-gungen auf das Studium der Paläographie und Diplomatik geleitet, umfaßte er diese Mchcr mit ungemeiner Liebe. Seine classische „kalasoFrapliia critica" (4 Bde., Manh. I8ll— 29) führt für die beiden ersten Bände den Titel veterum exi>osit, e, ?

illustrata" und für die beiden letzten „Oe tliUiciiltsts interpretantli". In seinen „Bildmund Schriften der Vorzeit" (2 Bde., Manh. 1819—22) erläuterte er mit gleichem Ti-lente Phöniz. und gothische Denkmäler. Einer früher» Periode gehören an sein „Handbuchzur Kenntniß der kurhess. Landesverfassung und Rechte", fortgesetzt von Wittich (6 Ml,Kass. 1796 — 1804, 4.) und die „Bruchstücke zur Erläuterung der deutschen Eeschichtkund Rechte" (2 Bde., Kass. 1799—1801, 4.).

Koppe (I. G.), Amtsrath und Eeneralpächter des preuß. Domaincnamts Wollur,ist der Sohn eines armen Tagelöhners in Sachsen und um 1774 geboren. Nachdem er ei- ,nen dürftigen Schulunterricht genossen, widmete er sich der Landwirthschaft und gingsxä-ter nach Mögelin zu Thacr, der ihn als Lehrer in seinem Institute anstellte und 181Z stinausgezeichnetes Werk „Unterricht im,Ackerbau und in der Viehzucht" (3 Bde., 5. Ausl,Berl. 1841) bevorwortcte. JmJ. 1817 verließ er Mögelin und übernahm die Direckimder sehr heruntergebrachten Wirthschaft zu Reichenau. Nachdem er dieselbe sehr bald wil-der in einen blühenden Zustand gebracht, wurden ihm die ebenfalls in schlechtem Zusiandkbefindlichen preuß. Domainen Wollup und Kienitz in Pacht gegeben. Noch in Reichenauschrieb er seine „Revision der Ackerbausysteme" (Berl. 1818), eine höchst interessante Kri-tik über die herrschenden landwirthschastlichen Ansichten. In diese Zeit fällt auch seine li> -terarische Verbindung mit Schweitzer, Teichmann und Schmalz, der die„Mittheilungenaus dem Gebiete der Landwirthschaft" (6 Bde., Lpz. 1814—24) ihre Entstehung verdan-ken. Vorzüglich eifrig trieb er die Schafzucht, die er, unter der Leitung Thaer's, gründlichin Mögelin studirt hatte. Seine Beobachtungen und Erfahrungen darüber, namentlich überdas Merinoschaf und die Merinowolle, legte er in seiner „Anleitung zur Kenntniß, Zuchtund Pflege der Merinos" (Berl. 1827) nieder. Nachdem er die Domaincn im Ertrag sehrgehoben hatte, begründete er eine großartige Runkelrübenzuckerfabrik. Im I. 1839 warer Vorstand der Versammlung deutscher Land - und Forstwirthe in Potsdam, bei welcherGelegenheit er als Programm seine „Darstellung der landwirthschaftlichen Verhältnissein der Mark Brandenburg" (Berl. 1839) schrieb. In neuester Zeit wurde er zum Mitglieddes nen errichteten Landesökonomie-Collegiums für die preuß. Staaten ernannt. Noch ge-