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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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331
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Akademie der Wissenschaften und die der schönen Künste, die königliche Eesclstchaft fürnord. Alterthumsknndc, die Gesellschaft für vaterländische Geschichtskunde, die isländ. unddie skandinav. Gesellschaft. Nächst der königlichen und der Universitätsbibliothek ist die Clas-sen'sche Bibliothek von 34000 Bänden und unter den Knnstanstalten sind nächst denen derUniversität die Kunstakademie und Thorwaldsen's Museum zu erwähnen. Auch hat dieStadt, nächst zahlreichen Schulen aller Art, ein Tanbstummeninstitut, eine Blindenanstaltu.s.w- Unter den Fabriken sind besonders die königlichePorzellanfabrik, dieTuch-, Kattun-,Seiden-, Baumwollen-, Wachstuch - und Tapetenfabriken, die Eisengießereien und die Zu-ckerraffincrien von Bedeutung. K. ist der Mittelpunkt des gesummten dän. See- und Land-Handels, zu dessen Beförderung die königliche Bank mit einem Kapitale von 2,400000 Spe-cks, dieSeeassccuranzgesellschaft, die ost- und westind. privilegirten königlichen Handelsge-sellschaften, der Christianshafen und dieDampfschiffahrtsverbindung mit Kiel, Lübeck, Nor-wegen, England und Frankreich dienen. Es gibt gegen 80 große Handelshäuser, die 300—400 eigene Schiffe besitzen. Große Brände trafen die Stadt in den 1. 1728, 1794 und1795. Am 2. Apr. 1801 fiel hier die große Seeschlacht vor, welche die Engländer unter.Nelson gegen die Dänen gewannen. Im I. 1807 wurde die Stadt vom 2.—5. Sept.von den Engländern bombardirt, wodurch 400 Häuser und Gebäude, darunter die schöneFrauenkirche, in Asche gelegt, an 2000 Häuser beschädigt und unbewohnbar gemacht wur-den und gegen 2000 Menschen ihr Leben verloren. Die Umgebungen K.s sind zum Theilsehr schön; in der Nähe befinden sich die königlichen Lustschlösser Friedrichsberg, die ge-wöhnliche Sommerresiden; des Hofs, Fredensborg, Friedrichsborg und Zägcrspriis.

Kopermcus (Nikolaus), wurde am 19. Febr. 1473 zu Thorn an der Weichsel ge-boren, wo sein Vater, der wahrscheinlich ausWestfalen stammte, Bürger war. Seine Mut-ter war die Schwester des Bischofs von Ermeland, Waisselrod, genannt von Alten. Erbesuchte die Schule zu Thorn, studirte daselbst Medicin, Mathematik und Astronomie,ging 1497 nach Italien, wo er in Bologna die astronomischen Vorlesungen DominicuSMaria's hörte, und lehrte seit 1500 mit großem Beifall in Rom Mathematik. Nach derRückkehr ins Vaterland verschaffte ihm sein Oheim ein Kanonikat am Dom zu Fraucn-burg. Als Abgeordneter seines Kapitels auf dem Landtage zu Graudcnz im I. 1521 warer sehr ernstlich beflissen, der Verwirrung des Münzwescns zu steuern; allein nach langemStreiten über sein Münzsystem legte man es endlich zu den Acten. Hierauf wendete erseinen ganzen Scharfsinn einem der erhabensten Gegenstände der Natur zu. Er zweifelte,daß die Bewegungen der Himmelskörper so verworren und verwickelt seien, wie das Pto-lemäische Weltsystem angäbe. Aus den Schriften der Alten wußte er, daß schon die Py-thagoräer eine Bewegung der Erde geahnet hatten; doch die Hypothese des Aristarch vonSamos, daß sich die Erde in einem schiefen Kreise um die Sonne und zugleich täglich umihre eigene Achse drehe, kannte er nicht, da sie in dcs Archimedes „tlcrenarius" steht, der erstspäter aufgefunden wurde. Allmälig kam er zu der Annahme, daß die Sonne der Mittelpunktder Welt und die Erde ein Planet sei, sowie Mars und Venus, und daß die Planeten infolgender Ordnung sich um hie Sonne bewegen: Merkurin87, Venus in 224, die Erde in365 Tagen, Mars in einem Jahre 321 Tagen, Jupiter in elf und Saturn in 29 Jahren.Seine Annahme bestätigten die hiernach gezeichneten Bahnen; denn so einfach diese Kreisewaren, so fanden doch durch dieselben alle Bewegungen am Himmel ihre vollkommene Er-klärung. So wurde er der Entdecker des wahren Weltsystems und in dieser Beziehung derSchöpfer der neuern Astronomie. Er starb am 11. Juni 1543 und wurde in der Dom-kirche zu Frauenburg beigesetzt. Erst 1581 ließ der Bischof Mart. Kramer von Ermelanddessen Grabmal durch eine kleine mit einer Inschrift versehene Marmortafel bezeichnen.Daß K. ein Mann von ungewöhnlichem Scharfsinn und einer besondern Festigkeit desCharakters gewesen, verbürgt schon allein sein System, da keine geringe Kraft des Geistesdazu gehört, gegen die Meinung Aller, selbst der gelehrtesten Männer, und gegen allenAnschein die Sonne als ruhend und die Erde, die doch so fest und unverrückbar zu stehenscheint, als in doppelter Hinsicht beweglich anzunehmen. Sein System entwickelte er inseinem dem Papste Paul III. zugeeigneten unsterblichen Werke „ve orbium coelestmm ,-e-vuliitionibus libri Vl" (Nürnb. 1543, Fol.; Bas. 1566 und Amst. 1617, 4.). Außer