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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
330
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8!>0 Kopenhagen

Seite dieser Münze abgebildct erscheint. Man vermuthct, daß Kopeken erst zur Zeit derTatarenhcrrschaft in Rußland cingcführt wurden und daß sie dem Silberzins, den die Nus.sen an die tatar. Khane entrichten mußten, ihren Ursprung verdanken. Daher gab es zuAnfang auch nur Silberkopeken, für welche später festgesetzt wurde, daß 100 einen Rubelausmachen sollten. Man prägte außerdem auch Dcn'gen oder Denuschkcn oder halbe Ko-peken und Poluschken oder Viertelkopeken; ferner 5-, 10-, 15-, 20-, 25-, 30- und 50-Kopekenstücke. Wie wichtig diese Münze für Rußland ist, geht auch aus dem Umstandhervor, daß das Wort Den'gi zugleich als Ausdruck für Geld überhaupt gebraucht wird.Seit 1655 prägt man auch in Kupfer Kopeken aus, unter denen die altsibirischen sowolvon Münzkundigen wegen ihrer Seltenheit, als von Eoldarbeitern wegen ihres Beigehrltsvon edlerm Metall, besonders gesucht werden. Die Münzordnung vom 1.181 l setzte fest,daß halbe, einfache und Doppelkopeken in Kupfer ausgeprägt würden, doch find die halbenund selbst die ganzen Kopekenstücke wenig in Umlauf. Seltsam ist es, daß seit l 84 1 auchKupferkopeken mit Silberwerth ausgeprägt werden, wo die neue Bestimmung, daß derRubel Silber 35V Kopeken Kupfer betragen solle, ursprünglich eine große Verwirrungerzeugte, da man hierbei auf ganz unvermeidliche Brüche, die sich bis auf Viertel und Achtelerstreckten, stieß. Ein KopekKupfer ist etwas mehr als ein Pfennig Scheidemünze, ein Ko-pck Silber aber etwa vier Pfennige; der preuß. Thaler hat gegenwärtig nach einer festge-setzten Bestimmung durch das ganze russ. Reich den Werth von 3IV Kopeken Kupfer.

Kopenhagen, dän. Kjöbenhavn, die Hauptstadt und Residenz in Dänemark, liegtauf der Insel Seeland am Sunde, der hier drei Meilen breit ist, und an einem schmalen See-arme, berste von der Insel Amager trennt. Sie ist befestigt, hat eine Citadelle (Friedrichs-Hafen), regelmäßige Straßen und schöne, meist von Backsteinen erbaute Häuser. Unter denStraßen sind die Gotherstraße und die schöne Amalienstraße und unter den öffentlichenPlähender neue Königsmarkt der größte, aber freilich unregelmäßige Platz der Stadt, mit der Statue ,Christian's V., und der achteckige Friedrichsplatz zu erwähnen, auf dem vier Straßen Zu-sammentreffen und in dessen Mitte die schöne Reiterstatue Friedrich's V. steht. Die Stadthat 22 Kirchen, 22 Hospitäler, 30 Armenhäuser, 50VU Häuser und 123000 E., darunter2400 Juden. Sie besteht aus drei Hauptihcilen, die von den Festungswerken eingeschlos-sen werden, nämlich der Altstadt, die nach dem Brande von 1795 schöner als zuvor wiederaufgebaut wurde; der Neustadt, deren östlicher Thcil, die Friedrichsstadt, der schönste, abermindest lebhafte Stadttheil ist, und Christianshafen, der auf der Insel Amager liegt, dieim Anfänge des 16. Jahrh. durch niedcrländ. Colonisten bevölkert wurde. Der Kanalzwischen dieser und der Insel Seeland bildet den sichern Hasen, der 400 Schiffe fassenkann, wo das Seearsenal, die Schiffswcrftc und andere zur Marine gehörige Gebäude sichbefinden und in welchem auch die Station der Kriegsflotte ist. Außerhalb der Festungs-werke liegen die drei Vorstädte mit zum Theil sehr schönen Landhäusern. Das königlicheNesidenzschloß, die Christiansburg, eines der ansehnlichsten in Europa, das 1794 ein Raubder Flammen wurde, ist seitdem noch prachtvoller wieder aufgebaut worden. In demselbenbefinden sich, außer der königlichen Gemäldegalerie und dem in seiner Art einzigen Museumfür nord. Alterthümer, mehre Meisterwerke von Thorwaldsen. Außerdem gibt cs nochdrei Schlösser: Charlottenburg, wo jetzt die Kunstakademie ihren Sitz hat; die alte Rosen-bürg mit dem Königsgartcn, einem öffentlichen Spaziergang, und die Amalienburg, beste-hend eigentlich aus vier Palästen, welche nach dem Schloßbrande zur Wohnung für die kö-nigliche Familie angckauft wurden. Merkwürdig sind ferner das Zeughaus mit der könig-lichen Bibliothek von 400000 Bänden und 4500 Handschriften, das Schauspielhaus, die203 Ellen lange, gothisch gebaute Börse, die Bank, die neuerbaute Kirche Unser LiebenFrauen mit Thorwaldsen's Statuen, das große Friedrichshospital mit einem Gebär- undFindlingshause, das Scehospital, der neue israelkt. Tempel und das neue Universitätsge-bäude. An wissenschaftlichen Anstalten besitzt die Stadt die von Christian 1 .4 475 gestif-tete Universität, welche > 200 Studenten zählt, mit einer Bibliothek von I VV000 Bänden,einem botanischen Garten/einer Sternwarte und mehren Naturaliencabineten, eine könig-liche chirurgische Akademie und eine Veterinairschule, eine Akademie für Land- und Seeca-dctten, ein Gymnasium und die 1829 errichtete polytechnische Lehranstalt, die königliche