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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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6 Kafcrilburg Kaffeebaum

ßen versehener Wurm. Directen Nutzen zieht der Mensch nicht von ihnen, indessen sind sieim Haushalte der Natur sehr wichtige Geschöpfe. Sehr schädlich können sie der Ökonomiewerden als KornWürmer (s.d.), Borkenkäfer (s.d.), Erbsenkäfer, sogenanntePflan-zenflöhe u. s. w. Ihre Zahl ist außerordentlich groß; in entomologischen Werken sind viel-leicht über 30008 Arten beschrieben; Deutschland allein besitzt >4000 Arten. Die genaueKenntmß so vieler Arten und die Kenntniß der Lebensart der einheimischen verdankt mandem Umstande, daß die meisten Entomologen gerade den Käfern mit Vorliebe sich zuwcnden.

Käfernburg, im Mittelalter eine selbständige Grafschaft in Thüringen, bildet ge-genwärtig einen Theil des schwarzburg-sondershaus. Amtes Arnstadt. Die Grafen vonK. kommen bereits im 8. Jahrh. als mächtige Herren in Thüringen vor. Hugo GrafvonK. unterstützte namentlich Bvnifüz bei der Ausbreitung des Christcnthums in Thü-ringen. Sizzo Graf von K., um 1040, gehört mit unter die Stifter des Doms zuNaumburg. Fehden, tiefes Verschulden, Verpfändungen ihrer Besitzungen und Erbthci-lungen hatten bereits das Ansehen der Grafen von K. untergraben und zum Theil vernich-tet, als ihr Geschlecht mit Günther IX., der auf einer Neise ins gelobte Land 1384 starb,erlosch, worauf die Grafschaft an die Landgrafen von Thüringen kam, die sie >-146 an dieGrafen von Schwarzburg abtrcten mußten. Das Stammschloß der Grafen von K. glei-ches Namens, in der Nähe von Arnstadt, ist nur noch in wenig Ruinen erkenntlich, ihrErbbegräbnis befindet sich in dem von ihnen gestifteten Kloster Ecorgenthal.

Kaffa, s. Feodosia.

Kaffeebaum (6ntlea -,rslii<m,l.in.), ein in die fünfte Claffe des Linnesschen Systemsoder unter die Rubiacecn Jussieu's gehörender Baum, der wahrscheinlich im äthiop. Hoch-lande einheimisch, nach Andern auch in Jemen und zwar um Aden und Mocha wild wach-sen soll, jetzt aber über die meisten innerhalb der Wendekreise gelegenen Colönien der Eu-ropäer verbreitet ist. Im Zustande erneuter Verwilderung erscheint der Kaffeebaum in denColonien und stellt dann einen schlanken, wenigästigen Baum von >525 F. Höhe dar;cultivirt ist er 610 F. hoch und bis tief hinab mit horizontalen, eine Pyramide bildendenÄsten versehen. Die immergrünen, stark glänzenden, lederartigen, ovalen Blätter und diein den Blattachseln stehenden Büschel schneeweißer Blumen geben dem Strauch ein sehrfreundliches Ansehen. Die den Cornclkirschen ähnlichen Früchte sind reif von dunkelschar-lachrother Farbe, von süßlichschleimigem Geschmack und enthalten zwei halbelliptische, mitVerflachen Seite sich zugekchrte, hornartig harte Samen, die sogenannten Kaffeeboh-nen, deren Name nicht aus einer gar nicht staktfindcnden Ähnlichkeit mit den Bohnensa-men, sondern von dem arab. Worte Lmm herzuleitcn ist. Der Kaffeebauin gedeiht nur inLändern, wo die mittlere Jahrestemperatur 1416° R. beträgt, hält aber schnell vorüber-gehende niedrige Thermometerstände von 34° N. aus, wie die Pflanzungen auf denBergen Cubas und Jamaicas beweisen, indessen dürfen solche Unregelmäßigkeiten nicht zuoft sich wiederholen. In Peru und Quito hat er sich auf Höhen von 6000 F., wo indessenniemals Frost eintritt, akklimatisirt; doch gedeiht er, weil er eine feuchte Atmosphäre ver-langt, nirgend besser als auf tropischen Inseln. Bäume, um Cadiz angepflanzt, gaben1821 viele und gute Früchte, die jedoch in deutschen Gewächshäusern, wo der Kaffeebaumöfters zur Blüte kommt, nicht zur Reife gelangen. Die Kaffeepflanzungen sind inallen Colonien ziemlich nach demselben Plane angelegt. Auf regelmäßigen und gleichgro-ßen, durch Fruchtbäume eingefaßten Vierecken stehen die Bäume nach der Schnur und ingleichen Entfernungen voneinander; sie werden durch Beschneiden gleichhoch, der Bodenzwischen ihnen aber durch ununterbrochenes Jäten frei von allem Unkraute gehalten. DieKaffeepflanzungen bieten daher durch Reinlichkeit und Regelmäßigkeit einen sehr ange-nehmen, den Zuckerpflanzungen ganz abgehenden Anblick. Zur Vermehrung bedient mansich der Stecklinge, die aus Samen in einer dichtbeschattcten Pflanzschule erzogen wordensind. Die erste Ernte liefert der Baum im dritten Jahre; bei ganz ausgewachsenen Bäu-men kann sich diese auf ein Pfund Samenkörner belaufen. Da der Kaffeebaum acht Mo-nate hindurch blüht, so sind seine Früchte von sehr ungleicher Reife; in Westindien undBrasilien hält man daher jährlich drei Lesen. Auf besonders eingerichteten großen Tennen,wo man die gesammelten Beeren ausbreitet und häufig wendet, trocknen dieselben unter