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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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Kadmns Käfer 5

Mönch in das Cistercienscrkloster zu Jedrzejow, wo er 1223 starb. Clemens XIll. erhobihn in die Reihe der Seligen. Seine Chronik von Polen verfaßte er nach Einigen vor seinerErhebung zum Bischof nach Andern als Mönch zu Jedrzcjow. Sie ist lateinisch in Formeines Dialogs geschrieben und besteht aus vier Büchern, von denen die ersten drei, welchedie frühere Geschichte Polens enthalten, aus den Schriften des krakauer Bischofs, MateuszCholewa, gest. l >66, gesammelt sind, während in dem vierten K. seine Zeit bis zum I. 1203beschreibt. In Polen sehr verbreitet, vielfach abgeschriebcn und benutzt, wurde dieseChronik die Grundlage aller später« Chroniken bis aufDtugoSz (s. d.). Im Druck ließsie zuerst Felix Herburt erscheinen (Dobromil 1617, Fol.), welche seltene Ausgabe imzweiten Bande der Geschichte von Dkugosz (1712) wieder abgedruckt wurde. Vgl. Linde,Winc. K., ein historisch-kritischer Beitrag zur slawischen Literatur. Aus dem Polnischendes Grafen Ossolinski" (Warschau 1822).

Kadinus, der Sohn des Agenor (s. d.) und der Tclephassa, der Bruder der Eu-ropa, des Phönix und Kilix, wurde von seinem Vater, als Europa (s.d.) verschwundenwar, nebst seinen Brüdern ausgesendet, jene zu suchen, mit dem Befehle, ohne sie nicht zu-rückzukehren. Alles Nachforschen war aber vergeblich. Daher ließ sich K. nebst seiner Mut-ter, welche ihn begleitete, in Thrazien nieder. Nach seiner Mutter Tode ging er nach Delphi,um das Orakel wegen seiner Schwester zu fragen. Dieses antwortete: Er solle von seinemSuchen abstchen, einer Kuh, die ihm begegnen würde, nachgchen und da, wo diese ermüdetsich niederlasse, eine Stadt gründen. Diese Kuh begegnete ihm in Phocis; er folgte ihrnach Böotien und erbaute an dem Platze, wo sie sich lagerte, ums I. 1550 v. Chr. dieStadt Theben. In der Absicht, die Kuh der Athene zu opfern, schickte er seine Genossenzu der nahen Quelle des Ares nach Wasser. Doch diese bewachte ein Drache, welcher jenetödtete. Dafür erschlug nun K. das Ungeheuer und säete auf Athene's Rath die Zähnedesselben. Hieraus erwuchsen geharnischte Männer, Spartoi, d. i. Gesäete, genannt. So-gleich entstand unter diesen ein wüthender Kampf, in welchem nur fünf übrig blieben, Echion,Udäos, Chthonios, Hyperenor und Peloros. Diesen Drachenmord mußte K. mit einerachtjährigen Sklaverei beim Ares büßen. Nach dieser Zeit gab ihm Athene die Herrschaftüber Theben und Zeus vermählte ihn mit der.H armonia (s. d.), mit der er den Poly-doros, die Autonoe, Ino, Semele und Agave erzeugte. Später verließ er mit seiner Gat-tin Theben und ging zu den Encheleten, welche ihm die Herrschaft übertrugen und unterseiner Anführung die Illyrier, mit denen sie in Krieg verwickelt waren, besiegten. Als-nig von Zllyrien bekam K. von der Harmonia noch einen Sohn Jllyrios. Zuletzt wurdenbeide in hohem Alter in Schlangen verwandelt und von Zeus nach Elysium gesendet. NachPindar trug beide ein mit Drachen bespannter Wagen nach Elysium, wo nun K. alsSckattenrichter thronte. Zu erwähnen ist noch, daß er die Buchstabenschrift, ein Alphabetvon 16 Buchstaben, aus Ägypten oder Phönizien nach Griechenland gebracht und zuerstdas Erz aufgefunden und gebraucht haben soll. Nach Ö. Müller ist der thebamsche K. eineund dieselbe Person mit dem samothrakischen Hermes-KadmiloS, einer Gottheit der tyrrhe-nischen Pelasger, und die ganze Sage von der Einwanderung des K. aus Phönizien überThrazien nach Böotien eine Fabel.

Kadmus aus Milet, mit dem die Reihe der sogenannten Logograph en (s. d)beginnt, lebte zu Anfänge deS 6. Jahrh. v. Chr. und schrieb die Geschichte seiner Vater-stadt und Joniens.

Käfer (Coleopters), eine sehr artenreiche Ordnung der Kerfe, deren hauvtsächlich-ster Charakter unter Insekten (s. d.) gegeben worden ist. An jedem Käfer besteht zwarder Leib nur aus drei Haupttheilen, jeder hat sechs Füße und hornige Flügeldecken, alleindiese Theile stehen unter sich in so verschiedenen Verhältnissen und sind von so manuichfa-cher Bildung, daß die ganze Classe wol eine vielgestaltige heißen kann. Die größten (exo-tischen) Arten sind etwa fünf Zoll, die kleinsten kaum eine Linie lang; viele glänzen in denköstlichsten Farben. Sie kommen in jeder Örtlichkeit vor, indem sich unter ihnen ebenso wieunter Säugethieren Gruppen finden, die nur als Raubthiere, andere, die nur als Pflanzen-fresser sich ernähren. Verbreitet sind sie jedoch, nach festen Gesetzen, über die ganze Erde.Jeder muß eine Verwandlung erleiden und erscheint alsLarve wie ein mit sechs kleinen-