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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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4 Kachetien Kadlubek

Meisten schwarz, ebenso das lebhafte, stechende Auge von wildem Ausdruck. Ihre sonnen-verbrannte Haut spielt vom Dunkelbraun ins Schmuziggelbe. Der Kopf ist ziemlichrund und ähnelt, wie die Eesichtsbildung, nicht den oriental., sondern eher den mitteleurop.Völkern. Ihre Gesichtszüge sind unedel und tragen den Charakter roher Wildheit. Aus-nahmen bei einzelnen Stämmen mögen durch Vermischung mit andern Völkern entstandensein. Die Annahme, daß die Berbern von jeher ihre Unabhängigkeit bewahrt, kann nurfür einige wenige Stämme in den unzugänglichsten Gebirgsgegenden gelten. Die Römerhatten sie völlig unterworfen, ebenso die Araber und später thcilweise selbst die Türken,wie noch gegenwärtig ihre Religion, der Islam, beweist; nur wenn die herrschende Machtselbst verfiel, wußte ihr von der Unterjochung nicht gebrochener wilder Freiheitssinn dieUnabhängigkeit zu gewinnen. Der Grundzug im Charakter der Berbern ist eine ungc-bändigte Wildheit und ein roher, menschenfeindlicher Freiheitssinn, der alle Bande der Ci-vilisation haßt und unzugänglich für die Freuden geselligen Zusammenlebens jeder Art ist.Sie treiben Viehzucht und Ackerbau und besitzen selbst eine gewisse Industrie. Insbesonderesind sie geschickt in der Verarbeitung des Eisens, vorzüglich zu Waffen; auch Salpeter undPulver, sowie Gewebe wissen sie zu bereiten. Dessenungeachtet sind sie noch weit von allerCivilisation entfernt, und ihr gesellschaftlicher Zustand ist fast ein anarchischer, denn wederfindet ein politisches Gemeinwesen unter ihnen statt, noch haben ihre Häuptlinge großesAnsehen, und nur gemeinsamer Nationalhaß verbindet sie zu dauerhaftem Kampf gegenihre Feinde; doch haben sie bestimmte Gesetze über den Grundbesitz; im Übrigen herrschtbei ihnen, außer der Vorschrift des Koran, nur das Gewohnheitsrecht. Sie zerfallen inStämme, welche von Kaids, die frei gewählt werden und wenig vermögen, geleitet werden.Neben den Kaids gibt es auch Thalcbs zum Nechtsprechen. In Folge ihres unabhängigenSinnes sind sie sehr kriegerisch, und während die Franzosen in Algier die Beduinen fastganz zur Unterwerfung genöthigt haben, ist ihnen solches in Hinsicht der Kabylen noch nichtgelungen. Am größten ist die Macht der Kabylen in Marokko, wo sie zugleich am zahl-reichsten dem Sultan kaum dem Namen nach unterworfen sind. Im Gegensätze zu denArabern kämpfen sie meist zu Fuß und nicht zu Pferde, und wenn sie auch nicht so beweg-lich sind als diese, so sind sie dafür um so hartnäckiger und erbitterter.

Kachetien und Karthalinien heißen zwei besondere Districte des russ. grusischcnGouvernements, von denen 1834 der erste l 16702, der andre 87245 Seelen zählte.Beide zusammen bilden das eigentliche Grusien oder Georgien (s. d.). Hier liegenauch die beiden Hauptorte des Landes, Tiflis (s. d.) in Karthalinien und Tellaw oderThelawj mit 3088 E.,äwLachetien.

Kachexie (griech.) bedeutet eigentlich Hse üble Beschaffenheit eines organischenWesens. Obschon man eine jede Krankheit so nennen könnt»,,so chat^nan doch den Begriffeiner Kachexie auf diejenigen dauernden Leiden eingeschränkt, in denen hauptsächlich dieErnährung des Körpers beeinträchtigt ist und diese Beeinträchtigung sich namentlich durchein von dem im gesunden Zustande sehr verschiedenes Ansehen kund gibt, welches man einkachektisches (Iiuiiitus cacbectieus) nennt. Da der chronischen Krankheiten, in denen dieErnährung leidet, sehr viele sind, so hat man auch sehr viele verschiedene Kachexien ange-genommen, z. B. eine skrofulöse, rhachitische, hydropische, syphilitische u. s. w.

Kadi (arab.), d. h. Richter oder Nechtsgelehrter, ist bei den Völkern mohammedan.Glaubens der Titel eines Unterrichtcrs, der gleich dem Mo lla (s. d.) oder Oberrichter zuder höhern Geistlichkeit gezählt wird, weil alle Gesetzgebung auf den Koran begründet ist.

Kadkubek (Wincenty), der erste bedeutende poln. Chronikenschreiber, gcb. im 1 2.Jahrh. zu Karmow unweit Stobnica, brachte als Jüngling cinige.Jahre in Frankreich zu,wo er Theologie und Jurisprudenz studirte, und wurde nach seiner Rückkehr ins Vater-land von dem Bischof von Krakau, Petka, zum Propst von Saydomierz ernannt. Durchseine Frömmigkeit und Gelehrsamkeit lenkte K. bald die Aufmerksamkeit des Königs vonPolen und der Geistlichkeit auf sich, wurde nach dem Tode Petka's im I. 1206 zum Bi-schof von Krakau erwählt und von den Königen Kazmierz II. und Leszek V. zu wichtigenStaatsgeschäften benutzt. Als Bischof war er sehr thätig in Errichtung und Verbesserungder Kanonikate und Pfarrstellen. Trotz der Bitten seines Domcapitels trat er 1218 als