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rung über Schaden, Ruhen, Zucht der Kerfe beschäftigt, und als Forstinftktenknnde, alsNaturgeschichte schädlicher Insekten, als Abhandlung über Bienenzucht u. s. w. anftretcnkann. Bei dem Reichthume an Formen und der nicht selten großen Schönheit derselben, beider Mannichfaltigkeit, der Eigenthümlichkeit und dem Wunderbaren der Lebcnsäußerungender Jnsektenwelt hat die Entomologie ungemein viel Anziehendes, und zwar in so verschie-denen Richtungen, daß für jedes speciellere Fach der Forschung Befriedigung geiboten wird.
Es kann daher nicht Ausfallen erregen, wenn die Zahl der Verehrer dieser Wissenschaft viel-leicht so groß ist als die der Botaniker, und größer als die irgend eines andern Zweigs ^er ^Naturgeschichte der Thierwelt. Die Leichtigkeit, mit welcher mäßige Sammlungen in kurzerZeit zusammenzubringen sind, der geringe Raum, den sie erfodern, und ihr gefälliges An-sehen sind andere begünstigende Umstände, die freilich aber auch veranlaßt haben, daß in keinerandern Naturwissenschaft der Dilettantismus so eingerissen ist als in dieser, und daß nirgendso viel Verwirrung durch denselben entstand als hier. Aus leicht begreiflichen Gründenwird dieses zumal in den Elasten der Schmetterlinge und Käfer vorzugsweise der Fall sein.Dessenungeachtet ist nichts gegen die oft vorkommende Neigung junger Leute zur Entomo-logie oder vielmehr zum Jnsektensammeln einzuwenden, vorausgesetzt, daß sic nicht mit Be-gehung unnöthiger Grausamkeiten verbunden s»i. Der erste Naturforscher, der richtige und oftüberraschend tiefe Kenntnisse in der Entomologie besaß, war Aristoteles (330 v.Chr.). Beidem Wiederaufleben der Wissenschaften im Mittelalter kam die Entomologie zuletzt an dieReihe. AufKonr. Gesner's (l5l6—58) unvollendete Arbeiten folgten nach langer Unter-brechung die Untersuchungen von Malpighi (1664), Redi(l686), Swammerdam (1670— 85), Joh. Ray (1705), Linne (1735) und de Geer (1752). Als Begründer der neuenEntomologie verdient Joh. Christian Fabricius (17 48— 1808) die dankbarste Anerkennung.Ihm sind sehr viele tüchtige Forscher gefolgt, deren Zahl so im Zunehmen ist, daß wir nurnoch die Begründer neuer Systeme, Latreille, Dume'ril, Mac-Leay und Kirby, zu nennenvermögen. Die Literatur der Entomologie ist unübersehlich zu nennen, da sic fragmentarischin Sammelwerken verstreut ist oder in Monographien sich auflöst, feit kein Entomolog mehrgefunden werden kann, den ivm <>>l e >„
einem Gauz««-z « vrru e M ken. Populaire Bearbeitungen der Entomologie in engem Grcn-zen sind insehr großer Zahl vorhanden. Von allgemeinverständlichen, aber wissenschaftlichenWerken ist das vollständigste W.Kirby's und W- Spence's „Introeluction to entomolog)"
(4 Bde-, Land. 1818; 3. Aust., 1832; deutsch von Oken, 4 Bde., Stuttg. 1823—33).Unter den eigentlichen Lehrbüchern zeichnet sich aus Herrn. Burmeister's „Handbuch derEntomologie" (3 Bde., Berl. 1832—42).
Entozöen heißen eigentlich alle Thicre, die im Innern anderer Thicrkorper, seltenund zufällig auch in Pflanzenfrüchten, Vorkommen, und außerhalb dieser für die natürlichenWohnorte nicht zu leben vermögen. Wissenschaftlich genommen, kann eine solche, nur nachihrem Aufenthalte definirte Elaste keine Geltung finden, indem sie Geschöpfe von sehr ver-schiedener Organisation umfassen würde. Im Innern thierischer Körper können Larven vonInsekten Vorkommen (s. Bremse), ferner manche Infusorien (s. d.), wie Samcnthier-chen, und gewisse, neuerdings entdeckte, im Blute lebende mikroskopische Geschöpfe, endlichwirkliche Eingeweidewürmer. Diese letztem bilden unter dem Namen Helmintheneine besondere, artenreiche Elaste von verhältnismäßig einfach organisirten Thieren und woh- .ncn fast in allen Theilen des thierischen Körpers, z. B. im Darmkanale, in Leber, Lunge,Nieren, in den großen Gefäßen, im Hirn, dem unbebrüteten Ei, dem Muskelfleisch u. s. w.Manche Arten kommen nur in bestimmten Thieren und Organen vor, andere haben einensehr weiten Vcrbreitungsbezirk, indessen ist fast kein Thier ohne eine oder mehre ihm eigen-thümlichc, sonst nirgend weiter vorkommende Arten von Helminthen. Nach ihrem Bauetrennt man sie in zwei große Gruppen, in Rundwürmer, in welchen ein Darmkanal dcutslich erkennbar und die Maulöffnung einfach ist, und in Aellenwürmer, die in mehre Ord- ^nungen zerfallen, dadurch Übereinkommen, daß sie gewöhnlich mehre Mundöffnungen, einenhöchst unvollkommenen oder gar keinen Darm haben und im Innern meist nur mit lockcrmZellgewebe erfüllt sind. Die Gattungen und Arten sind zahlreich, manche fast mikroskopisch,andere, wie derBand wurm (s. d.), von der Länge vieler Ellen. Sie ernähren sich allein