756 Englische Sprache und Literatur
logen, G. Johnston, E. Forbes und Flemming als Forscher in dem Reiche niederer Seethiere,Darwin, G. N. Waterhouse, I. E- Gray, I. Reevcs, T. Bell, I. O. Westwood u. A.;allein die Mehrzahl der engl. Zoologen beschränkt sich auf die trockene Systematik und dasVeröffentlichen von haarspaltenden Monographien, wozu freilich theils das Treiben dergelehrten Gesellschaften, theils das unübersehlich große, aus fernen Ländern bezogene Mate-rial einladet. An Zeitschriften naturhistorischen Inhalts herrscht in England durchaus keinMangel; die besten sind das von Hooker und Jardine redigirte „ülagarine kor natural bi-rwr^" nnd die Schriften der Zoologischen Gesellschaft in London und Dublin. Unter denneuen Sammelwerken zeichnet sich durch ungewöhnlich fleißige Bearbeitung die auch in dasDeutsche übersetzte „Katurslüts librarx" von Jardine aus. Den fast wecthlosen zoologischenTheil der „L^clopeäia" von Lardner schrieb Swainson, hingegen sind die von R.Owen gelie-selten Artikel in der „6xclopsi1ia o5 anatom^ and pliz-sialog)" und im „Dictionary of srtrand Sciences" (Lond. 1842) vortrefflich. — Mineralogie (s. d.) und Geognosie (s. d.)sind zwar in England verhältnißmäßig neue Wissenschaften, allein sie werden dafür um soeifriger betrieben und sind sogar zur Mode geworden. Weniger Beifall findet die trockene,viele Vorbildung erheischende Oryktognosie als die Geologie, die allerdings die Einbildungs-kraft mehr beschäftigt und ursprünglich von Schottland ausging, wo Hutton („Tkeor)' oltlie eartb", 2 Bde., Edinb. 1795) als Begründer des Systems der Bildung der Erde durchvereinte Wirksamkeit des Wassers und Feuers auftrat. Das Lehrgebäude Werner's fand imSchotten Jameson (s. d.) einen gerüsteten Gegner, und bald bildete sich in Edinburg einebesondere sehr einflußreiche Schule. Bei der fortschreitenden Verbreitung der Wissenschafterhielten auch die engl. Hochschulen Lehrstühle für Geologie, während die in London und denProvinzen zusammentretenden geologischen Gesellschaften -die Zahl ihrer Mitglieder sehrschnell zunehmen sahen und ihre Verhandlungen herauszugcbui begannen. Theils durchdiese Vereine, theils durch reiche Privaten und selbst durch die Negierung geschah sehr Vieleszur Förderung dieses in allgemeiner Gunst stehenden Zweigs der Naturwissenschaft. Größerals in irgend einem andern Lande ist daher die Zahl der geognostischen Monographien übereinzelne engl. Provinzen, welche Henry T.Delabeche, J.E. Portlock, John Phillips, Conny-beare, Martell, Scdgwick, Bunbury, Buckland, Lyell u. A. gaben, während Jameson, Hib-bert, Mac Culloch, Hall und Mackenzie über Schottland Untersuchungen bekannt machten,der Letztere über Island, Marchison in neuester Zeit über Rußland, etwas früher PoulletScrope über Frankreich, Darwin über Südamerika und Polynesien geognostische ArbeitenHerausgaben und selbst aus den entlegensten brit. Colonien, in Oberindien, an der Nordwest-küste Amerikas, in Südafrika und den Falklandinseln geognostische Berichte cinliefen. DieVersteinerungen, an welchen England, besonders hinsichtlich derjenigen der Kreideforma-lion, sehr reich ist, fanden viele Bearbeiter, wie Parkinson (1804, 1822), zumal aber Buck-land („Orz-anic remsins", Lond. 1823), Mantell, Conybeare, Sowerby und N. Owen.Die Ansichten der brit. Geologen sind theilweise eigenthümlich und daher abweichend vonden in Deutschland vorzugsweise geltenden, allein ihre Arbeiten verdienen um so mehr dank-barste Anerkennung, als durch diese die Wissenschaft nach verschiedenen Richtungen hin be-deutende Erweiterung erhielt. Unter der großen Menge der geognostischen in England er-schienenen Handbüchern sind die von Dclabcche („Keological mamial", 3. Aust-, Lond.1841; deutsch nach der 2. Aufl. von H. von Dechen, Berl. 1832), CH. Lyell („Urinciplszof xeoloA)-", 4 Bde., 6. Aufl., Lond. 1842; deutsch nach der 2. Ausg. von Hartmann;Duedlinb. 1832) und Backewell („lati-aduction to gcolog)", Lond. 1828; deutsch vonHartmann, Berl. 1839) die wichtigsten. Unentbehrlich für den Mann von Fach sind die„l'rsnsactious" und die „?racee<1iugs" der brit. Geologischen Gesellschaft.
In der Geschichtschrcibung leuchteten die Engländer bereits im 18 . Jahrh. durchdie große Weltgeschichte von Guthrie und Gray als Muster voran. Die nächsten, durchForschung und Stil ausgezeichneten Werke, fortwährend dem Historiographen empfeh-lenswerthe Vorbilder, waren die Geschichte Schottlands und Amerikas von Robert-son (s. d.), Englands von Humc (s. d.), Englands, Roms und Griechenlands vonGoldsmith (s. d,), der röm. Republik von Ferguson (s. d.), des Verfalls des römReichs von Gibbon (s. d.), Griechenlands von Eil lies (s. d.) und Mitsord. Hallam's