720 ©«glatt & (SMBöetfafftntg)
(Süjeomnan, ©«nebeiben Saufen, 3ü)racl« bet beit Säncn genannt) malten bie übrigeSJtaffe be« 23olf§ au«. Siefe Unterfdjeibungen fliegen aber um fo mehr burdjeinanber, al«ba« Sluffteigen »om Seibeigenen jutn freien, »om freien $um3ü) an unb jum ßalbormaneinem Seben möglich mar. ©egen ba« ©nbe ber angetfäd^f. ^3eriobe mögen ftcf> alle biefe3Bürbcn= unb ©tanbe«unterfd)iebe ber erbitten 3tbgefct>toffent>eit allerbing« fchon feijr ge=nähert haben; bie normann. ßroberung öottenbefe biefelbe. Sie ©fatthalterfchaften ber©aue mürben erblich unb lehnbar, aber ebenbaburd) in bem Saufe eineg Satjr^unberfö jubloßen üffiürben. Unter .König Sodann maren fefjon bie ©arl« nid^tg al« bie erfie ©taffe berburcf> SBittjetm ben ©roherer nach ©. »erpflanjten 33arone, $mar in ber Sieget mit grofjemSanbbefiß, aber otjne ©rafenamt. 3n biefe« rücften bie bi«fjerigen jmeiten SBeamten bet©aue, bie 23orfiet>er, Stifter unb Schultheißen ber ©emeinbe beg ©aue«, bie ©l)ire = gere*fang (V'icecomites ober Exactores), bie nact)t>erigen engt, ©tjeriff« (f. b.) ein, bie fief) inbenfetben bi« auf bie ©egenmart ermatten haben. Sille« ©runbeigenttjum- muf te bie Sel)n«=t;errticf)feit ber normann. .Könige „anerfennen, atte 25erf)ättniffe befestigten fief) gut ßrblichfeit,auct) bie S3ifchöfe unb infulirten SXbte traten in bie SieiEje ber 33aronc ein. Sie fämmttictjenburct) it)re ©üter ju .Krieglbienft »erpflid>tcten 2e£)nbefi|er malten ben Slitterfraub au«,au« bem ftd) ein .^errenfianb »on jmei ©taffen, ben ©rafen (f. b.) unb 33aronen (f. b.),erhob, ber altein im 58eft| be« perforieren ©rfcfjeineng in bem 3teicf)«rathe (bem parla=mente) blieb, mährenb bie Stitterfd)aft benfetben nur burd) Slbgeorbnete befchicfte. Saß fiel)unter btefen SSeränberungen bie 3al)l ber freien Sanbmirttje »erminberte unb freie 3in«leuteju fjorigen ©utöunterttjanen gemacht mürben, mar nicht anber« ;u ermatten; bod) mar bieSürgerfcfjaft, namentlich m Sonbon, fchon ju mächtig, unb ber ©tanb ber blo« gin«pflid;ti>gen Sehnleute (Freeholders) ju zahlreich, al« baß nicf)t balb bie entgegengefefste Stiftungmieber »orf)crrfchcnb gemorben märe. Ser 23olf«aufjfanb gegen bie SSebrücEungen ber S3a=rone unter Stictjarb II., im 3- 1381, mobei eine altgemeine Slbfcfjaffung ber Seibetgenfd)aftmit ihren Stu«ftüjfen gur Sprache fam, mar ein S33ortäufer; nicht »olle 2003af)re »ergingen,unb jebe ©pur »on Unfreiheit mar »erfchmunben. Sie ©runbeigenthümer alter ©taffen,auct) Svo^npfIicf)tigcn, nahmen nun alg greeholber« an ben 2Baf)len ber Stitterfchaft«*beputirten gum Parlamente Sü)^ un ^ nur ^Diejenigen, mctche fein eigene« SRed>t am ©utehatten, bie bloßen Pächter (Farmers), unb bie e« urfprüngtief) nur al« Saßbauem, mit be>liebiger BurücEnahme »on ©eiten be« ©runbherrn, befommen hatten (Copyholders), btie>ben bao^on au«gefchloffcn, bi« auch ihnen burd) bie f))arlament«reform im 3-1832 gleiche«Stecht gügefianben mürbe. 3u ben ermähnten gmei ©taffen be« .fberrenflanbe«, ber ©rafenunb SSarone famen fpäfer noch anbere hingu, nämlich bie ber £er goge, ber SDtarqui«unb ber 3Si«count«. ßbuarb III. machte nämlich feinen ©ohn Gbuarb, ben ©djmargen^ringen, 1355 gum-iperjog (I)uke)»on ©arnmalt unb 1362 feine jungem ©ohne ju Jperjogen»on Gtarence unb »on Sancaffer. Slucf) Slidjarb II. ernannte feine jungem Dheime gu .ftergogen»on gjorf unb »on ©toucejfer, unb feinen ©ünjfling, Stöbert beSSere, 1386 gum^ergog »onSrlanb. ©eitbent ift bie ^)erjog«mürbe bie erfie Stufe be« engt, hohen Stbet« geblieben, hochbefaß nur ber ^>ergog »on Sancaffer ein ^»erjogthum, inbem ©buarb’«lH. »ierter ©ohn,Soh- »on ©aunt, bie ©raffchaft biefe« Stamen« mit mirflicf)en -£>ot)eit«rechten jur 3lpanageerhielt. Dbfchon ba« ^)erjogthum fchon 1461 mieber mit ber Jfrone Bereinigt mürbe, fohaben fid) bod) noch auS biefer 3eit bie befonbere 5Berfaffung btefer ©raff^aft at«^fatjgraf«fd)aft (county palatine) erhalten, unb bie SBi'trbe eine« Äanjler« be« ^»erjogthum« unter benfWitgliebern be« Sftiniflerium«. ©ine große 3ahl Familien gelangte nach unb nachjur hergog=liehen SSürbe, allein in ben blutigen .Kämpfen ber Käufer 2)orf unb Sancaffer um bie .Kroneunb burch häufige SSerurtfjcilungen megen©taat«»erbrechen ftnb bie meifien bcrfelbcn miebererlofchen. Slur noch S lt)e * ^erjogötttel finb au« ber Seit »or .Kart II., nämlich bie ber^erjoge»on Storfolf feit 1483 unb bie »on ©omerfet feit 1547. .Karl II. bebadjte »ornehmlid) feinenatürlichen ©ohne mit ber hcrjog(id)en SBiirbe. ©eit ©eorg’« III. Stegierung fd)ien manben ©runbfafs angenommen ju haben, biefen Sütel nur an ^ringen be« föniglichcn ^)aufe«^u »ergeben. Söellington mar feit 17 6 6 ber ©rfie, ber 1814 mieber bie $erjog«mürbe erhielt.Stach ihm mürben noch bie $erjoge »on SSudingljam (1822), »on ©Icüelartb unb »on ©u*thtrlanb (beibe 1833) ernannt. Sie meifien ^erjoge haben gugfeief) ben Sütel »on SDtarqui*