©ltgefbetf I. ©itfelfiarbf (3oü* ©eot$ Seit) 711
Stcgtuttglarten" (Spj. l 783 unb Seit 1804) gehören ju ben erflcn glütflicbern Verfugenber Scutfcgen in btefer 3lrt; feine „Sobrebe auf ^riebrid^ 11." (Spj. 1781) mürbe lange allein Stuf er in btefer ©attung gepriefen, unb feine „3been ju einer Sfimif" (2 Sbe., 2pj.J785 unb Serl. 1804), mit erlauternben Kupfern »on Steil, jetgen , obgleich eine Seit langüberfragt, bodj »ielen pfqcbotogifcben ©egarffnn, freilich auch eine gemiffe profaifege Se*fd)ranftl)cit. ©eine bramatifegen Schriften „Ser banfbare ©ogn" (£pj. 1770) unb „SerGbclfnabe" (£pj. 1774) fnb im ©anjen nur unbebeutenb. 3« feinem trefflid^en Seit = unb©ittengemälbe „Sorenj ©tarf" (S?pj. 1795 unb 1801) fegte er zugleich feinem ©rofoaterSrafcg, einem reichen Kaufmann unb Siatl)6l)errn in Sarcgim, ein blcibenbel Scnfmal.Güte ©ammlitng feiner „©ämmtlicgen ©d)riften" erfdjien in 12 Sänbcn (Serl. 1801 —6).— Stör. Grbntann G., geb. am 29. 3uli 1767 ju flauen, gefl. all ©tabtbiafonul ba=felbft am 10. gebr. 1836, ift neben mogren anbern tbeologifcben unb päbagogifcgen ©d)tif»ten inlbefonberc all SBerfaffer bei SBerfl „Seift ber Sibel für ©gute unb $aul" (flauen1824; 13. Stuf!., 1840) befannf.
CsitfClbett I ober ber ^»eilige, Kurfürf »on Köln, geb. 1185, ber jüngere ©ob«bei ©rafen Gngelbcrt’l I. »on Sergen, mürbe unter ber Dbgut feinel Dgeiml, bc$$lbtSHeribert »on SBarben, erjogen unb befudf>te bann bie ©djule ju Stünfcr, mo er ftd) eine fürbie bamalige Seit feltcne ©elebrfamfeit ermarb, ohne babei bie SBaffen- unb ritterlicbenÜbungen ju »crabfaumen. Sereitl 1199 mürbe er Sontpropf in Köln, mo ficb if)m bic9Culfd)t auf bal Kurtgum barbot, melbalb er auch bal ibm im 3- 1200 angetragene Sil-tbum Stiinfer aulfd)(ug. 3111 tropft lebte er fortmagrenb ben äBiffenfcgaftcn unb mtrffcinlbefonbere fcl)r tfjäfig für bie fölner jfreimauretgütte. Um 1215 mürbe er Grfnfcgof unbKurfürf »on Köln, unb feine Negierung bezeichnen S^tjaftn ber Kraft, SBeiöfeit unb Stcn»fdjenliebe. SQiit unermübeter ©trenge »erfolgte er alle Verbrechen bei Naubabell. Sengegben feuerte er fomol im offenen .Kampfe, mte im Verborgenen burdj bie Seme, bie erüber alle feine Sanbe ju »erbreiten fuebte. Sic gefunfene Kloferjucgt ftellte er ger; er unter»fügte ben Slcfcrbau unb bal Slufbliigen ber ©>tdbte, tilgte bie ©cgulbenlaf bei Grjbil*tbuml unb brachte Srbmtng in alle' 3tueige ber Vermattung. 31(1 1 220 ber Kaifcr naeg3talien §og, ernannte er 6. jum ©faftbalfer bei Neicgl bielfeit bcrSllpen unb übertrug ibmbie Grjiegung feine! ©ognel $cinricb, unb G. entfpracb biefem Vertrauen in fo frdftigcrÜZBeifc, baf man »on ibm fagte, fein Sanbfcgitg reiche biu, frei ©clette bureb bal ganjeNeid) zu geben, ©leicgjcitig führte er auch nach feinel Vaterl unb altern Sruberl 2obebie Vermattung ber @raffd)aft Sergen für feine minberjäbrige Srubcrltocgter 3rmgarb.Sa bic alte Somfircbe ju Köln fc£)abt>aft gemorben, aueg für ben ©lanj bei Grjbiltgum!ju Mein unb unbebeutenb erfebien, entmarf er im Verein mit ben Steifem ber fölner frei»maurerbütte ben Nif $u einem neuen Som, in metebem er ben ©pigbogen jur Vollenbuttgaulbilbcte; aud) fegte er jur 3lulfübrung biefel SSetfl jährlich eine Summe »on 500 Start©ilber aul. 3luf 3tnfiften feinel Neffen, einel ©rafen Jricbricg »on Sfenburg, ber all@d)irm»oigt bei ©tiftl Gffen mit biefem in ©treitigfeiten getommen mar, unb ba er fcbju einem Vergleiche, ben G. »orfcglug, nicht bequemen mollfe, »or bie ^efnare gelaben unbmit frenger ©träfe bebrogt, mürbe er am 7. No». 1225, all er jur Ginmeigung ber Kircheju ©cbmetm reife, in einem fboglmcge crfcblagen. ©eine ©ebeine mürben bureb feinen Nach-folger auf ben Ncicgltag ju Nürnberg gebracht, meldet 3lcgt unb Sann über ben Störberaitlfptacg, unb bann am 26. Sehr. 1226 feierlich in Köln betgefegt. Ser Steucgetmörbermürbe ju Köln am 19. No». 1226 bingeriebfef, G. aber unter bie ^»eiligen aufgenommen.
©ttf elbarbt (3og. ©eorg Veit), orbentltcger ^rofeffor ber ägeologie jit Grlangen,ein befonberl um biforifd)e Rheologie »erbienter @elel)rter, mürbe am 12 . No». 1791 juNeufabt an ber Stifcb im Sürfentbumc Saireutg geboren, ©eine ©tubien machte er aufbem ©pmnaf um ju Saireuth unb »om 3- 1 809 an auf ber Unioerftat ju Grlangen, mo erScrtbolbt, ^Immon, Vogel u. 31. hörte. Nacbbent er bann megre Sagre all Jpaullegrer»erlebt gatte, mürbe er 1816 Siafonug in Grlangen, 1820 Soctor ber 2d)eotogic, im fol»genben auferorbentlicger unb 1822 orbentltcber ^rofeffor, aueg halb barauf Uniöerftätl»prebiger unb erfer Sirecfor bei bomiletifcgen ©eminarl, unb 1837 jum Kirchentafbc er-nannt. SUt 3lulnagme einer gröfetn Neife, bie er 1826 nach ©egmeben, Gnglanb unb
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