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4 (1845) D bis Entern
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©itgel (3M. Sa!.)

togie bic chriftliche -Kirche eine Glaffe höherer ©cifter genannt unb fte alß unmittelbare SSetf»jeuge ber göttlichen Ü5orfet)img gebad)f. ®a bie heilige «Schrift feine öollenbcte Gngeltchregibt, fo hat baß Dogma mit Slttßnahme weniger fünfte, auch * n ber Jtirctje feine ftretigcgaffttng erhalten unb bietet ein ©ernifd) non Meinungen bar, in benen fld) ber Einflug beralten Sehren öon ©eflirngciflcrn, öon Untergöttern, öon Sidjtgeiftern in ©otteß Umgebungunb öon Emanation (f. ©noftß) nicht öerfennen lägt. Slnerfannt mar immer, bag bieEngel unb bie Seelen ber SWenfchen trog ihrer hohem Slbfunft ju unterfcEjeiben feien; nurber angebliche S i o n p f i u ß 91 r e 0 p a g i1 a (f. b.), ber in feinerHierarchia coelestis" bieEngel jugleich in neun Dehnungen fcf)ieb, unb einige bleuere urtheilfen anberß. Vgl. gech*ner,Verglctchcnbe Slnatomie ber Engel" (Spj. 1825 ). dagegen fdhwanfte man barüber, ob nid)t auger Engel unb Vtenfcbengeigt nod) höh erc ©elfter gebe. SEBaß bieSalfl unb Varnenber Engel betrifft, fo mißbilligte bie .Kirche beß Vlittelalterß mteberf)olt jebe Öberfchreitttngbeß hergebrachten, unb namentlich fprad) fleh ein rönt. Goncil im 3. 745 gegen Slbelbert(f. b.) auch barum tabelnb auß, bag er bie ungewöhnlichen Gngelnamen Uriel, Staguel,Sintiel u. a. gebraucht habe. Slnt metfl en waren immer bie Flamen ber Grjengel SRichael,©abriel unb Stafael in ©ebraud). Die Gnfffehung ber Engel fegten bie platonifirenbenKircbenöäter öor Grfdjaffttng bet materiellen SBelt, bie Übrigen öerlegfen fie auf einen berSd)öpfungßtage, mitSlußnahme beß öicrten unb ftebenten £ageß. Gbenfo öetfehieben Warenbic Slnftchten über baß SBefen ber Engel, inbent ihnen Vtanche, unb befonberß bic jweife©pnobe ju Vicäa im 3- 787 , einen feinen, äthcrifcfjen ober feuerartigen .Körper jufd)riebeii,bie Scholaftifer bagegen unb baß laferatten jtfehe Goncil öon 1215 ihre 3mmaterialität auß»fprachen, noch Rubere wegen ber Gngelerfcf)einungcn ber Schrift ihnen baß Vermögen bei*legten, momentan förperliche ©eftalt (corpora parastatica) anjunehmen. Von giftigen betEngel fpricf)t juerft ber Dieter Vonnuß. Der ©taube an Schugengel, ber bet Reiben unb3uben, am außgebilbetften bei ^h'l° flöh öorfanb, würbe in ber d)riftltchen .Kirche, Wo manihn auf Stattt). 18 , 10 unb Slpoflelg. 12 , 15 grünbete, namentlich öon Drigeneßff. b.)öertheibigt unb hat $u allen Seiten unb unter allen firchlichen Parteien feine greunbe ge<habt, tft aber nie jur firchlichen Entfcheibung gefontmen. Sluß biefen Vorflellungen öonbem Sd)Uge ber Engel unb ihrem Slnthcile an ber SBeltregierung überhaupt erflärt ftct>bann auch bie frühe Sitte, fie anjttrufen unb ju öcrehren. grcilich fabelten bieß mancheKirchenlehrer auf ©runb ber Stelle Koloff. 2, 18 , unb baß Goncil öon Saobicea um 360nannte öerl)ütlten ©ögenbienfi; allein, nacf)bem bte Spttobc öon Vicäa im 3- 187 benEngeln jwar nicht eine göttliche Verehrung, aber hoch eine ehrfurd)tßöollt Verbeugung ju»geftanben hatte, befeftigfe ftd) jene Sitte immer mel)r unb beftcht noch gegenwärtig in bergried). unb röm. Kirche, wäljrenb bic eoangelifche fte öerworfen hat.

@UgeI (3of). 3af.), einer ber öorjüglichftcn beutfehen fjfrofaiflen, geb. am 11. ©ept.17 41 5 u s fpard)im, wo fein Vater ^aftor war, bcfucfjfe anfangß bic baftge Stabtfdjule, bannbaß ©gmnajtum ju Vofloc? unb flubirte theilß hur, theilß inVügow, theilß inSeipjig.Später folgte er bcmSlufe alßfProfeffor an baß3oachimßthaler ©pmnafium ju Verlin, woer aud) halb Vtitgtieb berSlfabentie ber 2Biffenfd)aften, bannSehrer beß nachmaligen Königßgriebrich Sßilhelmß HI. unb hierauf Dberbirecfor beß berliner 3d)caterß würbe, welcheStelle er aber theilß auß Verbeug, theilß feiner fchwanfenben ©efunbheit wegen 1794nieberlegte unb ftd) «ach Scf)«3erin menbefc. Veint fRegierungßantritte feineß ehemaligenSöglingßet>rte er auf beffen Einlabung nach Verlin jurücE unb machte ftd) feitbem um bieSlfabcmte ber äBiffenfd)aften in mancher 9lü<fftd)t öerbient. Er trug bitrcf) gemeittnttgigetreffliche Schriften baß Seintge ^ur allgemeinen Slufflärung bei unb genog ber Sichtung unbbeß Umgangß ber oorjüglichflen Vtäntier. Durch i'tbermägigeß Arbeiten befchleuitigte erfein Snbe. Gr flarb in feinem ©eburtßorfe, wohin er, feine 5Dlutter ju befuchen, gefommettwar, am 28 . 3«ni 1802 . ®ie Äritif beß ©efehmaefß unb bte S£t>eoric ber Jfunf öerbanfenihm öiel. SeinfPhifofaPh r bie SBelt" (2f8be., Spj. 1788 ; 3 S3be., Verl. 1800 1 ),in welchem er feinen fein öorgetragenen Vemerfungen über Sitten unb Vtenfdjen burd)flare unb gefdintadöolie SarfMung eintn um fo höhf«i SReij gab, wie feingürjlenfpiegel(Spj. 1798 unb Verl. 1802 ) weifen ihm einen bebeufenben ^3lag unter ben populairenphilofophifchen Schriftfiellern ©eutfchlanbß an; feineSlnfattgßgrünbe einer SEfjcorie ber