(£nci)flc})äbifiett 705
■ werbe", hetauögegeben oon H- 31. gieret; (26 Bbe., Sllfenb. 1824—36; 2. umgearbeiteteSfufl., Bb. 1 — 19, 1840—44) unb „SJfeper’S 6onoerfationS=2e]t:ifon", baS feit 1839 inHilbburghaufen ebenfalls in mehren Slbtheilungen erfdjetnt. SnStalien begann ©oroneEieine auf 40 — 4 5 35änbeberechnete „Biblioteca universale sacro-profana", oon ber aber nur7 Bänbe (Ben. 1696—1717, gol.) erfdjienen; ooEenbef würbe fjMrati’S „Dizionario scien-i tifico e curioso sacro-profana" (10 35be., Ben. 1746 — 51, §ol.). (Sitten öorjüglich günfti»gen Bobenfanben bie ©ncpflopabien fett Anfänge beS 18. Sa^rl). inßnglanb (f. ßnglifd)eLiteratur) fo wie, nacijbem S i b e r o t (f. b.) bie Bahn gebrodfjen, in granfreid). (@. % r a n»jöfifche 2iteratur.) Stucf) int Drienfe würben frühseitig bie ©ncpflopäbten heimifdt,bie erfie Perfafte Sloicenna (f. b.), eine atpt>abetifcf) geörbnete namentlich Habfd)i @h a ü a *
; (Snchflopctbiftett nennt man in ber frans. 2 iteraturgefcf)id)te nicht bie BlitarbeiterI an ber grofjen „Encyclopedie", fonbern beren Herausgeber, ®ib er ot (f. b.) unb b’211 ent»bert (f. b.), unb biejenigen SRäntter, welche ftd) in literarifcher «w bie genannten
beiben, in gefeEiger Hinftd)t oorjüglid) um ben Baron oon H»lba^ (f. b.) fcharten. SerBarne ©ncpflopäbiften würbe nämlich halb jur Bezeichnung einer phtlofophifi^en Slidjtunggebraucht, einer Stidjtung, ber feineSwegS aEe SEitarbeiter ber ©ncpflopäbie angehörten,wol aber SÖtänner wie ©onbiEac, JpcIttetiuS, ©aint=2amberf, Baron »on Holbach, Stimm,Sfapnal unb Blaratontel. Sie Seit ber blinben Berfe§erung beS 18. 3at)rh- unb feiner33hilofoph en tft gegenwärtig oorüber; man lieft enblid) einmal bie SBerfe jener Seit unbfinbet mit Grflaunen, baf beren Berfaffcr webet fo greuliche unb abfdjeuwürbige fOienfchennoch fo fdjwadje Senfer gewefen als man früher hat glauben machen woEen. Safj bie er»| ftaunlidfe .Straft, mit welcher baS Senfen fict) bantalS attS ben fyeffcln ber 31utorität loSrif,
1 bie Senfer auch in allerlei Srrthümer Jjineingetrieben habe, ifi nicht $u »erwunbern; aber] bie gehler entfprangen weniger auS Übertreibung beS neuen ^rincipS felbfl als aus ber
1 £Uial ber Berwicfelung mit bem alten ^rtnäp, bie nod) nicht ju oermciben war. Sarin fam
man ganz aEgentein überein, baf bie D.ueEe aEeS SenfenS in ber ftnnlichen SBahtnehtnungju fud)en fei. ©onbillac (f. b.) hat biefeS fßrincip »ornehmlich auSgefüf)rt, unb auf feineSlbhanbtungen „Bes systemes" unb „Des sensations" (lüften ftd) mehr ober ntinbet bieSlnbcrn. SBarunt, fagt b’Sllembert in bem Discours preliminaire ber „Encyclopddie",' foll man annchmen, baf wir Begriffe rein a priori (notionspurementintellectuelles) haben,ba, um folche ju bilben in ber $h at uichtS nötbig ifi, als über bie ©inbrüefe, bie wir etnpfan»gen, nachtubettfen. Sie rein aprioriftifchen Begriffe oon Saffer unb SEugenb, fährt er fort,ber ttrfprung unb bie Bothwenbigfeit ber ©efe^e, baS geiflige SBefen ber ©eele, baSSafctn©otteS unb unfere fPflid)ten gegen if)n, mit ßinern SBorte, bie SBahrbciten, beren wir amunmittelbatflen unb am bringenbfien bebürfen, ftnb bie gruefjt eines crflen Bad)bcnfenS, ;u; welchem unS ttnfere ßmpfinbungen führen. SaS Bebürfnif ber ©elbflerhaltung, fagt er,i führt sur ©rftnbung, ju ben Äünflen unb SSiffenfdjaften. SaS Senfen bemächtigt ftchaEer ©egenflättbe, fonbernb, orbnenb unb oerfnüpfenb, unb juleft auch feiner felbfl, fobafj| eS bie 3lrt }u erfennen unb su lernen ebenfaES ju einer äfttnfl macht, wie auch fobann bie
j 3lrt, baS ©rfannte mitjufheilen; man gelangt auf biefe SBeife 51 t ber 2ogif, 51 t ber @pradj*
| wiffenfehaft unb Bebefunft. ©r theilt hiernach aEe ©egenftänbe ber ©rfennfnif in materielle
| unb geiflige unb orbnet bie SBiffenfchaften, bie ftd) mit benfelben befd)äftigen, nach ben
©celcnfräften, inbent er swei große (Staffelt annimmt, bie fowol geiflige als materieEe @e»genjlänbe befaffen, bie SBiffenfchaften beS ©ebäd)tmjfeS ober bie hiflorifdjen unb btcSBiffen»fchaften berBernunft ober bie philofoplpfchen; in eine britfe ©taffe, bie nur matcrieEc ©egen»flänbe befaft, bringt er bie H^otbringungen ber ßtttbilbungSfraft, bie fchönen äfünjtc.Unter ben tjifforifchen SBiffenfchaften flehen bie biblifdje unb bie fird)liche ©efchtchte, bie©ott jutn ©cgenflanbehaben, obenan; bann folgt biemcnfchltd)c©efcbicbte, bie itt poütifchc1 unb 2 iteraturgefd)ichte gecfäüt, enblich bie 3faturgefd)ichte; bie ©efd)id)te ber fünfte ift
) . nichts als bie ©efdjichte Seffett, waS ber SDtenfd) mittels feiner Smagtnation auS ben matc»
rieEen ©egenflänben gemacht hat. Sie phüofophifcben SBiffenfchaften bcflehett in ber reinenSBiffenfchaft (Dntologie ober aUgemcinen SKetaphpftf), in ber natürlichen unb geeffenbarten5£t>eologie, bie nichts SltibcreS ift als Slnwenbung beS Sladjbenf'eitS auf bie ©egenflänbe bet60110.5 Ser. Steunte 2Cuft. IV. 45