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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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701
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Ccmfet ©mulftoM 701

„G. mit feinen natürlidpmarmen -öeilqucKen unb Umgebungen" (GmS 1 838) unb 23ogler,,Übcr ben Gebrauch ber StineralqueUen, inbbefonbere berer $u G." (granff. 1840).

GÜmfet (.SpieronomuS), ein Scitgenoffe Suther’S unb anfangs beffen greunb, fpäterbeffen (jeffigfier ©egner in SBorf unb ©cfjrift, mar $u Ulm am 26. Stä rj 1477 auS einerBornebmen gamilic geboren unb ftubirte Bon 1403 an in Tübingen unb bann in SSafetUrologie. UmS 3- 1 500 mürbe er Äaplan beS GarbinalS SRaintunb Bon Qucf, mit bem ereinen 2i>eil StalienS unb ®eutfd)lanbS burdfreijfe unb 1302 nach Grfurt fam, mo er auSSiebe jum afabemifd)en Scben blieb unb I>umanijlifcf)e Slorlefungen i)iett, bis er 1504 ftd)nad) Setpjig menbete, mo it)n ber dperjog ©eorg im folgcnben 3af) re ju feinem ©ecretairwählte. Stad) bem SBunfdje beS IperjogS, ber bamalS fdjon bie ^eifigfpredjung beS 33t»fdjofS 33enno (f. b.) Bon Steifen eifrig betrieb, fcfjrieb er ein Sobgebid)t aufbenfelben (Spj.1505, 4.); auch reifte er 1510 in biefer Stngelegenfjeit nad) 9tom. 9tad) feiner Stücffefyr er»

! fielt er eine fPräbenbe in Steifen unb eine anbere in DrcSbett, mo er feinen Slufentfalt i) atte,unb nafm nun bie ^rieftermcife. Stit Sutfer ftanb er fortmäfrenb in gutem, freunbfefaft*liebem 58ernefmen bis ju ber leipziger ©isputation im 3- 1519, mo er fefon oor bcrfelbenfür G if (f. b.) $u merben fuefte. 33alb nachher traf er nun aud) als ©chriftfMer gegen 8u«tfer auf unb $mar in f>euc^(crifcf)er, boshafter unb beimtücfif^er SBeife. Stadjbem er feit1523 oergebenS Bcrfucft hatte, in mehren ©driften Sutfer’S Überfefung beS 9teuen %fia»mentS als eine fehlerhafte unb Berfälfcfenbe ju Berbdicftigen, flellte er ifr feine eigene Über»fefung (®reSb. 1527, gol.; 2. Slufl., 1528) entgegen, bie mciter nichts ift als eine Slbän«berung ber lutferifcben Übetfefung nad) ber SSulgata unb nach G.’S Slnftchten fomie in un=mcfenflicfen ifleintgfeifen, bie aber mit ber lutferifcben gar nicht in 2Sergleid) fornmen fann,unb ber eine grimmige gegen Sutfer gerichtete SSorrebe Borangefiellt ift. ®a G. auS Gttel»i feit auf feinen Schriften gcmöfnlid) fein gamilienmappen, einen 33otfSfopf im ©cfitbe unbals ^elmjtcr, anbringen lief, fo pflegte ifn Sutfer fpottmeife ben 58 o cf G m f e r ju nennen.Unter feinen ©griffen fat in fiftorifefer Sejiefung bie „Vita Bennonis" (Spj. 1512, gol.)| ben mcifien SBertl), ba ifr mafrfd)einlicb eine alte Berloren gegangene SebenSbefcfreibung85enno’S $u ©runbe liegt, bie aber G. mit Bielen gabeln burefmebte. Gr fiarb in ©rcSbenam 8.9toB. 1 527. 33gl. SBalbau, „9tacbrid)t Bon G.’S Beben unb ©cfriften" (3lnSb. 17 83).

| ©tttfci' fpunefafiott feift bie Übereinfunft, meldje bie äfurfürjten unb Grjbifcföfe

i Bon Stainj, Syrier unb Jtöln, unb ber Grjbifdfof Bon ©aljburg jur SBafrung ifrer Stecfte

| gegen bie tönt. Gurie am 25. Slug. 1785 ju GmS abfcfloffen. SSeranlaft mürbe fte junächfi

burcf) bie Übergriffe beS päpftlicfen SuntiuS 309 U 0 ju Stündjen; bie Sefiimmungen aber,melcfe fte traf, gingen namentlich bahin, baf bie er^bifchöflidje ©emalt in ihre alten 3techtemieber eingefeft, ber päpfiliche Sprimat bloS im ©inne ber erften Sufrhunberte anerfannt,bie Slppellation nach 3t° m Berboten, bie Geemtionen unb bie unmittelbare @erid)tSbarfcitber Dtuntien aufgefoben fein foUten. 3ubef hatten biefe 95efchtüffe feinen nachhaltigen 6r»folg, tfeilS meil ber ^3apft burcf ben fölnifdjen SuntiuS SSartfolom. ^>acca energifch ent»gegenmirfte, fheilS meil bie Grjbifchöfe felbfl nicht gehörig jufammenhielten, theilS unb Bor«nehmlich, meil bieSBifchöfe fich baburcf Berieft fühlten, baf fte jur fBerfanblung nieft mareni jugejogen morben, unb am Gnbe auch bem entfernten Zapfte lieber gehorchten als ben nahen1 Sletropoliten. fPiuS VI. lief bie ^unctation burch bie „Responsio ad MetropolitauosMogunt., Trevir., Colon, et Salisb. super Nuntiaturis" (9?om 1789, 4.) meitläufig miber«legen. ÜBgl. Slünd), „©efchichtc beSGntfer GongreffeS unb feiner fPuncfate"(jlarlSr. 1840).

©ntulftoit nennt man eine Slrjnei, bie eine meife, milchähnltche glüfftgfeit barftellfunb auS bem gufammenreiben öliger, fd)leimiger unb mäfferiger ©toffe entftehf- 5Äannimmt ba^u entmeber ©amen, bie ein fettes Dl enthalten, j. S5. Slanbein, Slohn«, ^>anf=fanten u. f. m. unb reibt biefe mit menig SBaffer, bis ein feiner Sleig entfleft, bem man bannbie Borgefd)tiebene Quantität SBaffer i^ufeft, ober ein fetteS Dl, melcheS man burch 3ufa(jBon 3ucfer, Gigelb, Slrabtfchem ober Slraganth=@umnu u. f. m. unter fortmährenbern fRei«ben nach unb nach mit bem SBaffer nerbinbef. ©taff beS reinen SBafferS fann man auchein Qecoct ober 3nfufum benufen. ®er Gmulfton merben oft noch anbere Slrjneifloffe bet«gefügt, bie aber meber fpirituöfet noch faurer Statur fein bürfen, meil biefe bie Gmulfton miebie Stilch jerfefen; auch mu f m an fte fühl aufbemahren unb feine ju gtofe Quantität Ber«