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4 (1845) D bis Entern
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©Sfmottb (Samoral, ©raf hott)

Samotat TI., ©raf bon G., erhielt enblid) auch bic }errütteten Familiengüter juritcE,mußte biefelben aber öffentlich Perfleigern itnb ffarb in bi'trftiger Sage 1617, feinem Brubet.ffart II., ©rafen oonG., bie leeren 2rtel hinferlaffenb. $)rocop Ftanj, ©rafoonG., ein ttrenfcl beS jule^t ©enannten, gingSlrmuth falber in frans., barm in fpan.jlriegSbienfte unb flarb alsBrigabcgeneral am 15.Sepf. 1707. SJlit ihm erlofd) ber $aupt*flamm ber G. Gine berühmte Seitenlinie ber G. finb bie ©rafen oon Buuren, gefliftetoon Fricbrid) oon G., einem Sohne 2Bill)elmS IV., ber ftd) 1464 burd) ^eiratl) bie $err*fchaft Buuren erwarb, bie 1402 oom Haifer jur ©raffefjaft erhoben warb. 3u if)r gehörtSRajrint clian oonG., ©raf oon SSuuren, ber in ben JTriegen JfarlS V. bie Slieberlänbetbefehligte unb als Statthalter unb ©eneralcapifain oon.fjollanb am 23. 2)ce. 1548 flarb.

©flmonfc (Samoral, ©raf oon), ^3rins oon ©aorc, geb. 1522, befannt burd) feinSdjicffai unb bie bramatifcf)e, aber oöllig ungefd)id)tliche SDarflellung ©eetheS, erbte oonfeinem altern Brüher JlarlSSefig unbSBitrben unb oerf)eiratf)ete fid) 1544 mit einer 2 ocf)terbeS ^falsgrafen 3ol)ann ju Simmern. Gr begleitete mit feinem -Stüber Jfarl V. 1541 nachSllgier, war auch fpäfer auf allen ,ftricgS= unb FtiebenSsügen in beffen ©efolge, ohne fleh in*beß befonberS auSjUjeicfjnen, unb unterhanbelte 1553 mit bet Königin oon Gnglanb wegenber Vermählung beS Snfanten ^h*iiPb- Vad)bem gelterer ben fpan. SEfjron befliegen, fochtG-, als Befehlshaber ber 9?eifcrei, mit großem ©lücFe 1557 in ber Schlacht oon St.*£luenfin,im folgenben 3af)re in ber oon ©raoelineS unb würbe, als fPh*l*W für immer nach Spanienjurüeffehrte, oon bemfetben jum Statthalter ben ^roeinjen gtanbern unb Slrtois beftellt.3n biefer Stellung näherte ftd) G. ber mit ber fatfjolifchen ^olitif ^>h*ßPP$ unjufriebenenPartei in ben Vicbcrlanbcn unb würbe aus einem Höfling plöfslicf) ein SDIann beS VolfS.Sein floljer, hochfahrenber Gharaftcr unb feine fpätere fpanblungSweife beuten aber an, bafjer hierbei gteid^ feinem Bufenfreunbe, bem$}rinsenoon IDranicn, weniger burd) höhere SftüJ*fichten als burd) eigenes Sntereffe geleitet würbe. Vachbem bie ^erjogin SKargaretha Oon^arma gegen ben SBillen ber Unjufriebencn jur ©eneralflatthalterin ber Slieberlanbe einge*fegt, trafen G. unb ber fPrinj oonDranien in ben SfaafSrafl), erhielten auch benBefefjl überbie wenigen fpan. Gruppen unb begannen bamit auf bie Gntfernung beS GarbinalS Slnton^)errenof, ber als Vlinifler bie Regierung in ben Vicberlanben führte, 51 t arbeiten. S ie brach*ten eS aud) in ber £f) at bahin, baß biefer 1564 fein Slrnf nieberlegen mußte, worauf nun bienational-proteflanfifche Partei ftd) ber öffentlichen Slngelegenheiten ju bemächtigen fuc£>te.Um baS gute Vernehmen mit bent Könige beflo flcherer ju begrünben, würbe G. 1565 nachSpanien gefenbet, wo er unter frieblidjen Verfpredjen fefjr gut aufgenommen unb mit ©na*benbejeigungen überhäuft würbe. 3US aber biefer Scnbung harte Strafgefeße folgten, alsbie nieberlänb. Freiheiten oerle|t würben unb bie Snquifttion eingeführt warb, geriefh G. int)öd)fle Grbitterung unb öerhtnbcrte wenigflenS nicht baS Sufammenfrefen ber unsufriebenen©roßen, bie im Febr. 1566 ben S3unb ber ©eufen (f. b.) flifteten. Gr vermittelte bie beiber Statthalterin um Vfilbcntng ber harten Gbtcfe eingcreidjfe Bittfcfjrift unb erfdjien beibem Fcfle, baS bie Unsufriebenen nad) bem errungenen Vortheil feierten. 3u ben nun her*oorbredjenben Slttfftänben, bie gerabe in ben »on ihm oerwalteten ^roPinjen ben brohenbfteitGharaftcr annahmen, fe^te er bie 9Me beS Vermittlers jwifchen ber ePierjogin unb bemVolfe fort unb oerfchaffte int Slug. 1566 ben Sufurgenten neue unb Portheilhafte Sebingun*gen. ®ie ernfle Gntwidclung ber flfePolution machte ihn inbeß für feine Stellung unb feinVermögen beforgt; er legte baljer eine ihm ergebene 83efafcung nadf ©ent, burd) bie er bieSfluhe aufrecht hielt, bie Jfatholifen in ihre Äirchcn einfe^te unb bie GalPintflen befchtänffeunb sum She*t ^art beflrafte. S3ci ber Belagerung non ValencienneS leiflete er tl)ätigen33ei*flanb, fchwor ber ^erjogin bie 3lufred)thaltung ber alten SReligton unb brach mit bem brin-gen pon Dranicn unb ben ©eufen Pollflänbig. 9luhe unb Srbnung fdjienen burd) ihn herge*flellf unb aufrecht erhalten, als ^Ph'^PP^- **** SCpr. 1567 ben ^erjog Sllba als ©eneral*iieutenant in bie Vieberlanbe fchidte, worauf ber ^3riuj oon Sranien unb anbere HäupterbeS SlufflanbeS baS Sanb Perließen, währenb G. biefen Vorfchlag aus Veforgniß um feine^5riPatangelegenhetten juritcCwieS unb fid) burd) feine SRücffehr junt ^)ofe Pöllig gefiefjerthielt. Slls Sllba sttShiooPille ben nieberlänb. Voben betrat, ging iljmG. entgegen unb fud)tefich bie ©unfi beffclbcn ju erwerben. Gr fcf)ien baS Vertrauen beffetben gewonnen ju haben,