Druckschrift 
4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
572
Einzelbild herunterladen
 

572 ©fcelffettte

loftgleit ober fc^orte gärbung unb bebcutcnbe Spät te auögejeichnetftcn SRineralien, alfo na»mentlid) Siamant, SRubin, ©aph», ©ntaragb, Setpll unb Slquamartrt, ©hrpfoberptl, ©ftt)»foütf), SEopag, girfon ober ^pacintf), ©ranat (ebler unb böhniifcher), Surmalin, 3lmetl)t)flunb Dpal. .£> a 1 b e b e l fi e i n c »erben bann anbere t)atbburcf)fid)tige, »egen fchöner Färbungunb 3«*cbm'ng auch ju ©chmudfleinen »erwenbbare ©feine genannt, j. S. ©halcebon,Jtarneol, 3ldjat, Dnpr, ©arbonpp, heliotrop, Safucflcin, SEürliö, SasptS, 3lbular, Slpinit,Sabrabor, Dbftbian, ©agat unb ^ecbfoble, SSernfietn u. f. »., »on benen ntef)re füglich nichteinmal unter bit £albebelfleinc gerechnet »erben fönnen. 9lud) ben in feinen reinflen Sarie»taten febr fdjägbaren Serglrpfiall unb £Raud)topag pflegt man meifl nicht unter bie ©bei»fleine 51 c rechnen. 25er SBertl) ber Gbelfleine richtet fleh überhaupt febr nach bet ©eltenbeit,ber 9Robe u. f. ». unb ifl nicht immer im genauen 23ert>ältrtiffe ber ©cf)önbeit. SefonberetSBBertt) »irb bei manchen ©feinen auf gatbenfpiel, garbenwanblung, Srifiren unb ©d^tl»lern gelegt, fo 5 . S. beim Dpal, Sabrabor, Slbular u. f. ». Sille ©chmudfleine »erben ent»»eber gefcf)tiffen ober gefd)nitten. ©efdfnittene, b. h- mitSaöreliefg »etfehene, ©chmucEfleine,© a m e e n (f. b.) genannt, »enn fte erhabene, Sntaglien, »enn fte »ertiefte Silber jeigten,»aren »orjügtief) &*i ben 3Uf«n beliebt, »eiche im ©d)neiben ber ©feine eine grofe SReifler»fchaft erreicht hatten, obgleich fte baö ©chleifen ber ©feine nicht bannten. (©. ©fein»fcfjneibefunfl.) Sag ©chleifen ber Gbelfleine befielt in ber itunfl, bie ©feine fünfllidjbergefialt mit regelmäfig angeorbneten glädjen (gacetten) ju »etfehen, wag burch ©chleifenauf ©chleiffcheiben mit $ülfe eines ^>ul»erg »on enffpred)enber £ärte, ent»eber ©mirgelober bem eigenen ©taub beg ju fchleifenben ©teinS, gcfchieht, baf baburch bie für Terror»hebung ber befonbern ©igenfdjaften beg ©teing günfiigfie 2 icht»irlung entfielt. 2 ln jebemgefchnittenen ©feine ftnb ju unterfdjeiben ber Dbertheil (^aöillon), »elcher auch nach bemgaffen fTdjtbar bleibt, ber Untertheil (©ulaffe), »elcher »on ber gaffung »erbeeft »irb unbStunbifie ober 9tanb, welcher bag Ober > unb Untertheil »erbinbet. Sie äjauptfehnittformenftnb ber Srillanf, mit einem Dberfheil, welcher eine mittlere ebene gacefte (bie Safel) unbbarum in j»ei ober brei 9feif)en 2432 gacetten hat, einem Untertheil, welcher ber 2afelgegenüber eine flcinere ebene glädje, bie ©alette, enthält unb barum in j»ei Leihen S24»ier= big fünffeitigegacetten trägt; bieSiofetfe, bereu Untertheil nur eine ebene gtäcf)e bilbet,»ährenb ber nach ber SERitte fpifsjulaufenbe Dbertheil 1 224 in *»ei 9?eif>en liegenbe ga»cetten hat; ber Safelfiein mit plattem Ober» unb Untertheil unb weniger niebrigen Slanb»faceften; ferner ber 25tdflein, Sreppenfchnitf u. f. ». Ser mugliche, b. h- einfach gewölbte©cfc>nitt fomrnt nur bei halbburchftd)tigen ober opalifirenben ©feinen »or, 5 . 33. beim Opal,£ürfig, Dnpr u. f. ». Sie Slrt, wie bit gefchnittenen ©feine in SRinge u. f. ». eingefejjt»erben, t>etft bie gaffung; fte ifl bei ganj fehlerlofen burcfjftchtigen ©feinen am beflenä jour, b-h-ber ©fein »irb »on ber gaffung unb amSfanbe umgeben unb ifl oben unb untenfrei; in allen anbern gällen fe|t man ben ©fein in ein ber gorm beS Untertheilg angemef*feneg Jläftchen ein unb »eif babei burch Särbung biefel jfäfldjeng, Unterlage »on Sinnfolie,©olb* unb ©ilbcrbläffchen u. f.». tf)eilg ben ©ffect beS ©teinS fünftlid) $u erhöhen, tljeilg»orhanbene gehler gefefjidt ju »erbeefen. Sie hauptfädjtichfien gehler ber Gbelfleine ftnbfleine SRiffe im Snnern, gebern genannt, »olfige Trübungen u. f. ». Setrug »irb tljeilgbaburch getrieben, baf man theure ©feine burch wohlfeile erfefct; tljeilg baburch, baf man bie©feine aus mehren StyU « 1 jufammenliffet (Soubletten), wobei häufig nur ber Dbertheilechter ©fein, ber Untertheil aber Serglrpftall ober ©laöfluf ifl; fheilS cnblich baburch, bafman ben ©feinen gefärbte ©lagflüffe fubflituirt, bit jefct befonberö in granfreich in grofetSollcnbung »erfertigt »erben. Sie meiflen unb theuerfien rohen Gbelfleine ftnben'fid) in Dfl»inbien unb Sraftlien; hoch hat auch Guropa einjelne Gbelfleine »on »orjüglicher Dualität,$. ffi. bie böhmifchen ©ranaten, faljburger ©maragben u. f. ». Sie fRomenclatur ber 3u»»elenhänbler ifl juweilen »on ber mineralogifchen fehr »erfdfjieben, fobaf j. 83- mit bem 5Ra»men SRubin brei ganj »erfchiebene ©feine rotf)er ©aph», ©pirtell unb rother SopaSbejeichnct »erben. Ser fpanbel mit Suwelen ifl jum gröften Sheil in ben J^änben ifrael.Jlaufleute, aber gegenwärtig nicht mehr »on ber Sebeutung wie früher. SRan »erlauft bicGbelfleine nach & em ©e»ic£)t, nach Suwelenfarat ju 4 ©ran; 72 Suwclengran ftnb l 2ofhÄölnifch. Sei ben feltenern ©feinen fleigt ber $Prei<5 nicht im einfachen Serhältniffe ber