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(Stiert («$rm&r, Slbolf.)
Unter ben bajmifchenltegenbcn 59tifgliebern ber gamilie finb befonbers SB o (fr a ni t> o n G.bunt) feinen langen unb fräftigen, aber unglücklichen .Stampf gegen biegürftengemalt fcer©rafen »on SBürtemberg unb Sernharb 11 . »on G. all Sßerleitjer beS GrbfolgegefegeSfeiner ganulte ermähnenSmertl). — Gin anbereS gleidjnamigeS, jebod) mit bem »orftehenbennid)t »ermanbteS @efd)lecht maren bie fäcf>fifcf>en ©rafen »on 6., bie im korbenSeutfdjlanbS auf ber im jefeigen ^erjogtljum 33raunfchmeig gelegenen Surg Gbetftein ur=fprünglict) fefhgft maren. Sie Ratten in 9tieberfad)fen unb SBefifalen anfebjnlictje S3efTfeun=gen, j. 25. bie Erntet $»rfi, J-ürftenberg, Dttenftein, ©roljnbe, 6r,en, SDfjfen, fJMe, bieStabt .pol$minben unb ©üter in ^aberborn unb ben ©raffchaften Sippe, ©raf Dttoron G. erhielt in Sommern bie £errfd)aft Sleugarten unb ftiftetc bie pommerfche Sinte, bie1603 mit Subroig Ghrijtopf) erlofd). ©raf Hermann »on G., ber legte Spröjjüng berfdcbtf. Sinie, ber in ber erften $älfte beö 1 5 . 3uh r f)- ftarb, gab feine -Öerrfcfjaft Gberftein1408 feiner Sodjtcr Glifabetl), bie mit ^>ewogDtto bem Sahnten oermäljlt mar, jum S3raut=fd>afee mit. SSgl. „Ärieg »on Jpochfelben, ©efdjicfyte ber ©rafen »on G.’in Schmähen"(ÄarlSr. 1836 ) unb Spilcfer, „25eiträge zur altern beutfcf)en @efcf)id)te", 95b. 2 , auch mitbem iXitel „©efdjidjte ber ©rafen »on 6. unb ihrer 25efigungen, aus Urfunben unb gleictjäei-tigen Quellen" (2 Abteilungen, Arolfen 1833 ).
(Sbert(tfriebr. Abolf), berühmt burd) feine fct)äfebaren f>ibliograpJ>ifdt)en Slrbeiten unball einer ber »orzüglichften 93ibliotf»efare ber neuern Seit allgemein anerkannt, mürbe am9.3uli 1791 ju £aud)a bei fieipjig geboren unb »erbanfte bem Unterrichte feines 23aterS,ber all ^)rebtger am ©eorgenljaufe ju Seipztg 1 807 jtarb, unb bem 23efucf)e ber leipziger9lifolaifd)itle feine erfle üBtlbung. Seine burd) bie »äterlic^e SSibliotljeE gemeäte Siebe jurSiteratur* unb 25üd)erfunbe mürbe baburd) genährt, baj? er »on 1806 an einige 3at)re langAmanuenftS bei Unterbibüotf)efarS ber leipziger 9latl)Sbibliothef mar. Seit 1808 ftubirteer unter brüefenben 93ert)dltniffen, bie nid)t of)ne Gitiflujj auf feine Gljarafterbilbuiig blieben,ju Seipjig unb bann furje Seit ju SBiftenberg 2l)eologie; boch menbete er ft$ fpäter, befon=berS bunt) Sippolb »eranlaft, »or^ugSmetfe ben f)tftorifd>en Stubien zu. 9tad) SBollenbungbei afabemifd)en GurfuS unb nad)bem er ftd) burdt) bie beiben fletnen Schriften „Über öffent=liehe S3ibliothefen, befonbcrS beutle Uni»erfitätSbibliotf)efen" (ffreib. 1811) unb „Hierar-chiae in religionem ac literas commoda" (Spj. 1812) befannt gemacht f)Utte, nahm er 1813an mehren Arbeiten für bie neue Qrganifation ber leipziger Uni»erfttätSbibliotl)ef Shell unbmürbe hierauf 1814 Secretair an ber föniglichen öffentlichen 95ibliothef ju S5reeben. AlSfol=eher arbeitete er mit ungemeinem gleif unb mit fetfener AuSbauer im Sntereffe ber 25ibliotl)cfrcie all Sd)riftfMer. GS erfd)ienen »on ihm Saubmann’S Seben unbSSerbienfte" (Gi=fenb. 1814 ), „Sorq. Saffo nach ©inguene bargeftellt, mit ausführlichen AuSgaben»erzeid)=niffen begleitet" (Spz- 1819 ), „Sie SSilbung beS 25ibliotl)efarS" (Sp§. 1820 ) unb „@efd)ichteunb 25efcf)reibung ber föniglichen öffentlichen 23ibliofl)ef ju SreSben" (Spz. 1822 ). Unterbem Flamen ©ünther fchrieb er in berfelben $)eriobc bie „Sarftellung ber großen 93ölfer=fchlacht bei Seipjig" (Gifenb. 1814), „©efdüchfe bcS ÄriegS ber 9fuffen unb Seutfchen gegenbie gran^ofen" (Gifenb. 1815 ) unb „Seben SJapoleon Sonaparte’S" (Gifenb. 1817 ). SieSReichhaU'Sfr't ber breSbener 33ibltotl)ef, bie ihm für feine bibliographifcben Stubien einmciteS Selb öffnete, unb grünbliche SSorftubien gaben ihm ben SKutl), ftch an ein allgemeinesbibliograpl)ifd)eö Sepifon ju magen, burch baS er bie befchränftern 3lnfid)ten auSlänbifcherBibliophilie auf ben hohem Stanbpunft beutfdjer SSüdjerfenntnif ju erheben »erfuchte. .SeinSeutfd)er hatte fich »or ihm ein fold)eö Siel gejtecft, unb mie man auch immer fegt über bie3bee eines allgemeinen bibliographifcf)en SerifonS überhaupt ober über baS G.’fdje 2ßert felbfibenfen mag, fo »erbient hoch baS legtere jebenfallS bie Slnerfennung, baf eS bie auSlänbifchenSDiufter meit übertrofen hat, unb billig benfenbe Sadjfenner merben eS immer bemunbern,baf ber erfie SSerfud) eines allgemeinen bibliographifchen SerifonS fo ausgezeichnet auSftel.3m 3- 1823 erhielt er ben Soppelruf als Qberbibliothefar unb ^)rofeffor nach SreSlau unbals herjoglich braunfchmeig.SStbliothefar nach SBolfenbüttel unb entfchlof fich/ bie legtere Stelleanzunehmen. Sod) bereits im 9lpr. 1825 mürbe er als 33ibliotf)efar nach SreSben zurückberufen, einige fDfonate baraufzugleid) zum $}ri»atbibliott)efar beS ÄönigS, 1826 zum £of*Gon». »8er. Steunte TCufl. IV. 36