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das er bis 1821 behielt. Im I. 1823 bekam er das Commando des Geschwaders, welches ^ ,
Cadiz belagerte. JmJ. 1830 war er cs, der dieLandung an der algicrischen Küste vollführte ,
und zur Einnahme der Hauptstadt Algier sehr viel beitrug. Nachdem er schon unterm 16. ,
Juli 1830 von Karl X. zum Pair erhoben, diese Ordonnanz aber bei der Julirevolution ^
annullirt worden war, wurde er unterm 13. Aug. 1830 durch Ludwig Philipp von neuem -
zu dieser Würde erhoben. Von 1834—36 führte er das Marineportefeuille, das er auch in ^
dem Ministerium vom 29. Oct. 1840 wieder übernahm; doch Kränklichkc.t, die ihn schon ^ ^
in den letzten Jahren von seiner Thätigkeit als Admiral abgehalten hatte, nöthigte ihn sehr - ^
bald, seine Entlassung einzureichen. ;
Dupetit-Thouars (Aristide Aubert), berühmter stanz. Seefahrer, geb. am 31. Aug. 1
1760 zu Boumois bei Saumur, wurde als Knabe beim Lesen des „Robinson" vondcmWun- ^ ;
sche, Seereisen zu machen, mit solcher Lebhaftigkeit ergriffen, daß er miteinem andern Schul- s
genossen aus der Kriegsschule zu Lafleche entwich, um in Nantes als Schiffsjunge zur See ^
zu gehen; doch wurden beide aufgegriffen, ehe sie das Ziel erreicht. Der berühmte Geolog > x
Dolomieu, der zu jener Zeit zu Lafleche in Besatzung lag, wirkte Verzeihung aus. In der (
Kriegsschule zu Paris war er allerdings fleißiger als früher, doch mußte er, als sich keine x
Aussicht zur Beförderung im Seedienste zeigte, unter der Landmacht Dienste nehmen. Beim ^
Ausbruche des Kriegs mit England im 1.17 78 fand er endlich Gelegenheit, in die Marine ^
zu treten, und zeichnete sich in den Gefechten in den westindischen Gewässern in dem Grade g
aus, daß er nach dem Frieden von >783 zum Commandanten des Kriegsschiffs Tarleton er- !nannt wurde. Mit Eifer suchte er sich nun zum vollendeten praktischen Seemann auszubil- > '
den. Als das Gerücht sich verbreitete, daß Lapeyrouse auf einer wüsten Insel gescheitert (
wäre, sammelte er Unterzeichnungen zur Ausrüstung eines Schiffs, das Lapeyrouse aufsu- ^
chen und zugleich den Pelzhandel auf der Nordwestküste von Amerika treiben sollte. Doch > ^
Unfälle aller Art verfolgten ihn auf dieser Fahrt, auf der ihn sein Bruder, welcher Botaniker ^
war, begleitete. Nachdem er, von den Portugiesen gefangen genommen, lange Zeit im Kerker y
zu Lissabon zugebracht, vertheilte er, was ihm die portug. Negierung als den Ertrag des ver- ^
kauften Wracks seines Schiffs gegeben hatte, unter seine Mannschaft und ging nach Nord- ^
amerika, wo er zwei Versuche machte, die Nordwestküste zu Lande zu erreichen, und mit La- (
rochefoucauld-Liancourt den Niagarafall besuchte. Als in seinem Vaterlande der Revolu- ?
tionssturm sich gelegt, kehrte er zurück und nahm wieder Seedienste. Auf dem Zuge nach ^
Ägypten befehligte er ein Schiff von 80 Kanonen, auf welchem Dolomieu ihm zur Seite z
war. Er sah voraus, was zu befürchten war, wenn man Nclson's Ankunft in der genommc- ,
nen Stellung auf der Rhede von Abukir erwarten wollte, und rieth, sogleich unter Segel zu ^
gehen. Obschon man seine Stimme nicht beachtete, focht er dessenungeachtet mit Unerschro- ^
ckenheit gegen die siegreichen feindlichen Schiffe und fiel im Kampfe am 1. Aug. 1798. — ^
Ganz in der neuesten Zeit machte sich der gleichfalls stanz. Admiral Dupetit-Thouars ^
dadurch einen Namen, daß er am 6. Nov. 184 3 die Königin Pomare auf Otaheiti, die sicü ^
unter stanz. Protection gestellt, wegen Verletzung ihrer desfallstgen Verpflichtungen für ent- §
setzt erklärte und die Insel in Besitz nahm. (
Dupin (Andre Marie Jean Jacq.), stanz. Deputirter und früherer Präsident der , kKammer, Generalprocurator beim Cassationshofe, Mitglied derstanz. Akademie und der Aka- :
demie der Wissenschaften, wurde am 1. Febr. 1783 zu Varzy geboren und ist der Sohn des ^
Advocaten Charl. Andre D., der in der Revolution Mitglied der GesehgebendenVersamm-lung und des Raths der Alten war und 1843 zu Clamecy, 85 Jahre alt, verstarb. Als sein j
Vater 1793 in Haft kam, übernahm die Mutter den Unterricht ihrer Söhne und suchte siedurch die röm. Geschichte für Freiheit und Ruhm zu begeistern. In Paris bereitete er sich zum <
praktischen Juristen vor und wurde 1806, nach der Wiederherstellung der in den ersten Jahren §
der Revolution aufgehobenen Rechtsschulen wieder als der erste Doctor der Rechte promo- z
virt. Durch seine „krincipis juris civilis" (5 Bde., Par. 1806) und den „krecis kistorigus 1 jdu droit romsin" (Par. 1809), der aber von der Policei unterdrückt wurde, bewies er sich <
als einen fruchtbaren Schriftsteller im Fache des röm. Rechts und erhielt hierauf >810 eine j
Professur der Rechte. Hierauf gab er das „Dictionnaire des srretes modernes" (2 Bde., i
Par. 1812, 4.) heraus. Das Staats- und Völkerrecht bereicherte er durch die „Dissertation ;