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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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425
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Don Juan d'Anstria Donner (Georg Rafael) 425

ter unter dem Namen Nosimon bekannt ist. In den ital. Bearbeitungen, die für das Volkbestimmt waren, trat besonders Arlecchino, die komische Person, hervor. Goldoni bearbeitetedenselben Stoff in seinem Stücke „von 6liovsnni I'enorio"; Gluck componirte eine Musikzu einem Ballet „Don Juan". Endlich schrieb Lorenzo da Ponte seinen Operntext, durchden Don Juan mittels der meisterhaften Komposition Mozart's erst zum Gemeingutc allerVölker wurde. Byron's „Don Juan" hat mit der Sage wenig mehr gemein als den Titel.Am tiefsten, aber auch am willkürlichsten wurde die Sage von deutschen Dichtern, z. B. vonGrabbe in seinem „Don Juan und Faust" und von S. Wiese behandelt. Über das Ge-schichtliche der Sage lieferte A. Kahlert im „Freihafens,eine treffliche Abhandlung.

Don Jüan d' Austria, s. Johann'von Ostreich.

Donker-Curtins van Tienhoven (Willem Boudewyn), ein bekannter niederländ.Staatsmann und Gelehrter, geb. zu Herzogenbusch am 2». Dec. 1778, vollendete seineStudien an der Hochschule zu Leyden, wo er den Doctorgrad erhielt, und prakticirte hierauseine Zeit lang als Advocat im Haag; später verlegte er seinen Sitz nach Dordrecht, wo ersehr bald in den Nus eines ausgezeichneten Sachwalters kam. Von 1800—10 war er Mit-glied des Obergerichtshofs von Südholland. Im I. 1815 vereinigte er seine Bemühungenmit denen des Grafen von Hogendorp und dessen Partei, um das franz. Joch abzuschütteln.Er war der Erste zu Dordrecht, der die Souverainetät des Prinzen von Oranien procla-mirte, und wurde hieraus zum Districtscommissar für Dordrecht und Gorkum ernannt unddann als Eeneralcommissar beauftragt, vom Districte Breda und Nordbrabant Besitz zunehmen. Bald nachher trat er als Mitglied der Provinzialstaatcn von Südholland auf. ImI. 1823 wurde er Mitglied der Societät der Künste und Wissenschaften zu Utrecht, 1825Mitglied der Generalstaatcn und fast immer bei jeder Legislation von neuem für dieselbengewählt, und 1827 Mitglied der Akademie für niederländ. Nationalliteratur zu Leyden.Auch ernannte ihn der König zum Mitglieds verschiedener wichtiger Commissionen, wie der1828 zur Reorganisation des höher» Unterrichts, und der 1830 nach dem belg. Aufstandezur Regulirung der Theilung und Constituirung der beiden Hälften des Königreichs nieder-gesetzten. Er gehörte längere Zeit zu den kräftigsten Mitgliedern der liberalen Holland. Op-position in dem Nationalcongreß, in welchem seine Stimme kräftig ertönte, und zu den hef-tigsten Gegnern des Justizministers van Maanen, gegen den er oft selbst Persönlichkeitennicht scheute. Mit dem I. 1820 änderte er plötzlich sein System und stellte sich fortan mitEifer und Ernst fast unter die unbedingten Vertheidiger der Regierung und ihrer Maßre-geln. Seine Feinde schrieben diesen Wechsel Motiven des Ehrgeizes, Andere der Überzeu-gung zu, die Rücksicht für das gemeinsame Beste in so kritischen Zeitkäufen allem Übrigenzum Opfer bringen zu müssen. Im I. 1831 wurde er Präsident des Tribunals cnstcr In-stanz (regtdunlc v-m esr8tensanleg) und 1838 Vicepräsident des Hohen Raths der Nieder-lande. Als solcher starb er zu Pau am 26. Apr. 1843. Von seinen Schriften erwähnenwir „vijlirsgen tot 6Ol, vvuterstsat der Kedorlsnden" (1819), als Widerlegung einerSchrift des Generalinspectors Blanker; „veoordeeliag en be8trijdii>g des eersten doelcsvon Kst burgerlijlc n-etboeic" (1819), eine Prüfung und Widerlegung des im1.1819 vor-gelegten bürgerlichen Strafgesetzbuchentwurfs; „lets ter bestrijOing der doocistrak, enover bet bewijs in strsürsken" (1826) und „Opinions enoncss sur le (lode de commerce"(1826). Auch die von ihm in den Generalstaatcn gehaltenen Reden sind sowol holländ. alsfranz. besonders im Drucke erschienen. Außerdem hat er verschiedene anonyme Broschürenund Schriften herausgcgeben.

Donner nennt man das der Erscheinung des Blitzes folgende rollende Getöse, welchesder Entstehung nach dem knisternden Laute des elektrischen Funkens einer Elektrisirmaschinesich vergleichen läßt, aber noch keineswegs vollständig erklärt ist. Daß der Donner erst nachdem Btitze gehört wird, rührt daher, daß das Licht fast augenblicklich zum Auge gelangt,der Schall dagegen einer längcrn Zeit bedarf, um vom Orte seiner Entstehung zum Ohrezu kommen. Hier und da will man Blitze ohne Donner beobachtet haben, zu deren Erklä-rung jedoch noch jeder Anhalt fehlt.

Donner (Georg Rafael), einer der vorzüglichsten Bildhauer seiner Zeit, geb. zu Eß-lingen in Niederöstreich 1695 , war anfangs Goldarbeiter und erhielt seine erste Bildung