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Del ckeilere
sein Vater Nathsmann ,<ar, siudirte seit >787 zu Halle Theologie, wo er vorzüglich imHause Niemeyer's liebevolle Aufnahme fand. Im I. 1790 wurde er Lehrer an demdamaligen Altstädtcr Gymnasium seiner Vaterstadt und 1792 Rector am PädagogiumUnserer lieben Frauen, wo er alle die Hindernisse, welche ihm die Widerspenstigkeit de:altern Lehrer entgegen stellte, die sich seinen Anordnungen, als denen eines jungen Mannes,nicht fügen wollten, glücklich besiegte. Im Aug. 1800 vom Könige von Preußen, FriedrichWilhelm Hl., zum Erzieher seiner beiden ältesten Prinzen erwählt, genoß er in diesem neuenüberaus wichtigen Wirkungskreise bald des vollen Vertrauens der königlichen Altern, sodaßihm gestattet wurde, die Erziehung der Prinzen ganz nach seiner Ansicht zu leiten und zuvollenden. Als der König 1809 das Ziel erreicht glaubte, zu welchem D. die Prinzen führensollte, ward er seines Verhältnisses entbunden und erhielt den Titel eines Geh. Negierungs-raths nebst einer bedeutenden lebenslänglichen Pension. Er besuchte nachher das südlicheDeutschland, die Schweiz, Italien und Frankreich, und nachdem er 18 l3 nach Deutschlandzurückgckehrt, war er besonders thätig als einer der Vorsteher der Luisenstistung zu Berlin.Im I. 1815 vermählte er sich mit einem ganz jungen Mädchen; nichtsdestoweniger wardie Ehe bis zu dem Tode der jungen Frau, im I. 1823, eine sehr glückliche. Er hatte bereitsmehre Anstellungen im Staatsdienste abgclehnt, als er 1817 das Pastorat an der Michaels-kirchc zu Zeih und die damit verbundene Superintendentur übernahm. Hier brachten ihn seinEifer bei der Einführung der berliner Hofkirchcnagende und sein Streben, statt der allge-meinen wieder die Privatbcichte einzuführen, in manche Unannehmlichkeiten. Nachdem erdie letzten Jahre sehr leidend gewesen, starb er am -1. Juli 1830. Die königliche Familie,und namentlich der jetzige König von Preußen, welche fortwährend an D.'s Verhältnissenden lebhaftesten Antheil genommen hatten, bezeugten denselben auch bei seinem Tode. AlsSchriftsteller hat D. nichts Bedeutendes geleistet, desto mehr wirkte er durch seine gediegenePersönlichkeit. — Sein jüngerer Bruder, Joh. Friedr. Fcrd. D., Professor an der Uni-versität zu Bonn, gcb. am 12. Apr. 1772 zu Magdeburg, erhielt seine erste Bildung aufdem Gymnasium seiner Vaterstadt, studirte dann von 1790—94 zu Halle vorzugsweisePhilologie und hatte bald darauf daß besondere Glück, zu Hamburg, wohin er als Haus-lehrer gegangen war, in ein näheres Vcrhältniß zu Klopstock zu treten. Schon im 1.17 97erhielt er eine Anstellung als Lehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin; im I.1809 wurde er als Negicrungs- und Schulrath nach Königsberg versetzt, wo er zugleich dieProfessur der Bercdtsamkeit an dastger Universität übernahm, in erster Eigenschaft im I.1816 nach Düsseldorf, und 1818 als Professor nach Bonn. Seine Schriften zeichnen sichdurch die ernste Richtung eines durchaus dem Edlen zugewendcten Geistes und den auf dieschöne Form verwendeten Fleiß vorthcilhaft aus. Wir erwähnen hier nur „ikenophon, zurRettung seiner durch Nicbuhrgefährdeten Ehre" (Bonn 1829) und „Der verewigte Schleier-machcr; ein Beitrag zur gerechten Würdigung desselben" (Bonn 1837). — Der jüngsteBruder, Gottlicb D., gcst. am 2. Nov. 1842 als Geh. Oberrcgierungsrath und Negic-rungsbcvollmächtigtcr der Universität zuHalle, gcb. zu Magdeburg am2. Sept. 1777, hakteebenfalls zu Halle die Rechte studirt und hier als Auscultator bei dem damaligen Univcr-sttätsgerichte seine amtliche Laufbahn begonnen. Im I. 1800 wurde erbe! dem Oberge-richte der Provinz zu Magdeburg als Justizcommissarius und 1802 zugleich als Criminal-rath angestellt. Während der westfälischen Regierung fungirte er als Nechtsanwaj) bei demCiviltribunal erster Instanz in Magdeburg, auch zugleich seit 1807 als Syndicus des Dvm-capitels daselbst, nach dessen Aufhebung er die Verwaltung der Güter der sämmtlichcn auf-gehobenen Stifter zu Magdeburg zu besorgen hatte. Im I. 1816 wurde er Regierungs-rath bei der neuerrichteten Negierung zu Magdeburg und 1826 zugleich Mitglied und Ju-stitiarius des Consistoriums und Provinzialschulcollegiums der Provinz Sachsen mit demTitel eines Geh. Regierungsraths. In Halle, wohin er 1830 zunächst als Commissar zu-rückkchrte, worauf er 1631 Curator wurde, erfüllte er mit strenger Rechtlichkeit und ängst-licher Gewissenhaftigkeit die Pflichten seines schwierigen Amtes, zugleich sorgfältig die seinerhohen Stellung gebührenden Rechte überwachend.
Del ereäere nennt man in der Kaufmannssprache die Gewährleistung für eine über-Evnv.-Ler. Neunte Aufl. IV. 9