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Deck
Decker
suln übereingekommen, daß Der, dessen Flügel weichen würde, durch seinen freiwilligenOpfcrtod den Sieg für Rom gewinnen solle. Als nun D. wahrnahm, daß seine Scharenwankten, weihte er sich und seine Feinde feierlich den unterirdischen Göttern und stürzte sichzu Roß mitten unter die Feinde; hier fand er den Tod, aber der Sieg ward den Römern zuTheil. — Sein Sohn gleiches Namens, nicht minder ausgezeichnet durch Tapferkeit undKriegskunst, die er gegen die Samniter und Etrusker bewährte, als durch seine Thätigkeitim inner» Staatswesen, ward mit Q. Fabius, mit dem er schon früher, im J. 315, zumzweiten Mal Consul und 304 Censor gewesen war, im I. 297 zum dritten Mal Consul.Als solcher schlug er bei Maleventum die Apulier, die den Samnitern zu Hülfe kommenwollten, und verheerte hierauf mit jenem das Land der letztern. In seinem vierten Consulat,im I. 295, in welchem er wieder College des Fabius war, hatte Rom mit den verbündetenSamnitern, Etruskern, Galliern und Umbrcrn zugleich zu kämpfen. D. führte in derSchlacht bei Scntinum den linken Flügel, der den Galliern gegenüberstand, und weihte sich,da er sah, wie die Seinen durch die gallischen Streitwagen in Verwirrung kamen, dem Bei-spiel seines Vaters folgend, dem Tode, durch den er, wie jener, seinem Vaterlande den Sieggewann. — Auch von dem gleichnamigen S o hn des Letztem erzählte die Sage, aber irrig,daß er sich in der Schlacht bei Asculum im I. 279, in welcher er mit P. Sulpicius Longusdem Pyrrhus lange den Sieg streitig machte, geopfert habe. — Unter den röm. Kaisern trägtebenfalls einer den Namen Deciuö. Er hieß vollständig C. Messius Quintus TrajanusD., war von Geburt cinPannonier und Senator unter dem Kaiser Philippus, der ihn im Z.249 nach Mösien sendete, um daselbst einen Aufstand der Legionen zu unterdrücken. Dochdiese nöthigten ihn selbst, den Purpur anzunehmen, und Philippus verlor bei Verona gegenihn Schlacht und Leben. In seiner Regierung, während der er die Christen grausam ver-folgte, zeigte er sich kräftig und für die innere Verwaltung besorgt; aber schon imJ. 25lfiel er nebst seinem Sohne in einer Schlacht gegen die Gothen, die Philippopolis eingenom-men hatten, durch den Vcrrath des Gallus, der nach ihm Kaiser ward.
Deck oder Verdeck nennt man die verschiedenenUnterabthcilungen im inncrn Raumeeines Schiffs zur Unterbringung und zum Schutze derLadung und der Passagiere. Währendman früher nur ein Deck hatte, hat man später, als die Schiffe größer wurden, der Tiefenach, zwei, sogar drei Verdecke übereinander angebracht, wornach die Schiffe Zweideckerund Dreidecker genannt werden. Zu unterst liegt im Schiffe der sogenannte Raum, inwelchem sich die Ladung befindet, dann folgt das erste Deck, auch Zwischendeck genannt,welches theils zur Bergung der Ladung, theils für die Passagiere niederer Classcn dient undauf Kriegsschiffen Geschütze enthält. Das zweite Deck, etwa 7 F. höher liegend, ist bestimmtzur Aufnahme besserer Waaren und der Passagiere, welche mehr zahlen, und bei Kriegs-schiffen sind auch hier Geschütze aufgestellt. Derselbe Fall findet bei dem dritten Deck statt.Das Verdeck hat stets nach der Mitte zu eine Erhöhung, welche dazu dient, das Wasser ab-zuleiten und den Rücklauf der Geschütze nach dem Abfeuern zu hemmen. Öfter hat auchnoch das Verdeck eine Steigung nach vorn und hinten, und dann sagt man „das Deckspringt". Auf dem Verdeck ist der Sammelplatz der Passagiere, der Schiffsmannschaft undder Besatzung, wenn das Schiff ein Kriegsschiff ist, und zugleich der Kampfplatz beim En-tern. In neuerer Zeit hat man größere Schiffe der Höhe nach durch gußeiserne wasserdichteWände in verschiedene Verschläge getheilt, welche durch die Verdecke ununterbrochen hin-durch reichen, und man bezweckt dadurch, daß, wenn in irgend einem dieser Verschläge einLeck springt, derselbe ganz mit Wasser gefüllt werden kann, ohne daß darum das Schiffsinkt, was bei der frühem Anordnung, wo die Decke ununterbrochen durch den ganzen Schiffs-raum liefen, nothwendig der Fall war, wenn es nicht gelang, das Leck zeitig zu verstopfen.Deckenmalerei, s. Plafond.
Decker (Karl von), prcuß. Generalmajor, bekannt als militairischer und belletristischerSchriftsteller, geb. zu Berlin 1784, wurde bereits im I. 1800 zum Lieutenant ernannt,worauf er nach Warschau zur Reitenden Artillerie in die Compagnie seines Vaters kam, mitder erden Feldzügen von 1806 und 1807 beiwohnte. Unzufriedenheit über das damalige Mi-litairverhältniß veranlaßte ihn 1809 als Rittmeister in das Corps des Herzogs von Braun-schweig-Ols zu treten, dem er nach England folgte. Ausgenommen eine kurze Urlaubsreise