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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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2 Dächer

Schweden 1633 und später abermals nach einer nicht unbedeutenden Schlacht daselbst.Im Westen von D., auf dem rechten Ufer der Ammer, breitet sich das sogenannte DachauerMoos aus, eine feuchte morastarkige, zum Thcil mit Schilf und Riedgras bedeckte Ebenevon fünf Meilen Länge und einer Meile in der Breite, die sich bis gegen die Isar erstrecktund nur wenige Culturstrecken und Colonistendörfer enthalt.

Dächer. Das Dach mußte sich hinsichtlich seiner Form nach den klimatischen Einflüs-sen richten, zu welcher Grundbedingung später noch die ästhetischen Anfoderungen modifici-rend hinzutratcn. Die ersten Dächer waren fast ganz flach und dienten zugleich zum Auf-enthalte der Hausbewohner, wenn die Witterung es erlaubte, wie noch gegenwärtig in densüdlich gelegenen Ländern. Da aber die ganz flachen Dächer sehr starke Balken oder dochsthr häufige Unterstützungen derselben und im letzter» Falle verhältnißmäßig kleine Zimmerbedingen, so führte dieser Umstand auf die Construction der Pultdächer. Die höhere Formder Dächer wurde verdeckt, indem man die Frontwände der Häuser höher hinaufführte undden Fall der Dächer nach einem inner» Hose ablenkte. So bildete sich die einfachste Formdes Dachstuhls. Man führte die Mittclwände höher hinaus und schrägte sie nach der Stei-gung des Dachs ab, legte auf diese Schräge von einer zur andern die Balken und überdiese von einer Frontmauer zur andern die Sparren, auf welche dann die Latten, die dasBcdcckungsmaterial trugen, befestigt wurden. Dergleichen Gebäude finden wir noch jetzt inPompeji und Herculanum, und für den Privatgcbrauch erhielten sich dieselben durch vieleJahrhunderte. Die Tempel hingegen machten eine andere Construction nothwendig. Siewaren ursprünglich oben offen, später, wie wir dies beim Parthenon finden, in drei Schiffe'getheilt. Nur di e Seitenschiffe wurden mit Pultdächern versehen, die, da kein innerer Hofda war, nach außen hin^bficlcn; wurde mit einer dreicckia cn

Wand, dem Giebel, geschlossen. Daraus bildeten sich, da die kleinern Tempel keine Mit-telschiffe hatten, beide schräge Dachflächen also aneinander fielen, die Gieb eldäch er, welchenach beiden Seiten hin abfallcn. Anfangs wurden diese Giebeldächer nur für die Tempelangewendet, und als Cäsar's Haus ein solches bekam, galt dies für eine Vorbedeutung seinerkünftigen Vergötterung. Nachdem die Giebeldächer in den Privatgebrauch übcrgegangcnwaren, erfand man, um den ganzen bebauten Raum zu überdecken und die Sparren zu un-terstützen dennoch jetzt in Anwendung kommenden einfachstes) enden Dachstuhl, indem man auf den Zwischenmauern und den über dem dazwischen liegenden Raume gestreck-ten starken Balken Ständer (Stuhlsäulen) aufrichtete, dieselben nach der L änae des Ge-bäudcs an ihrem obern Ende durch Balken (Fetten) verband und über diese hissdreSparrenlegte, welche unten in den "ft,,', Balken standen, oben aber sich

an die ihnen vond^ut-W^HAtlle entgegenkommenden Sparren anschmiegten. Bei großenHäusiru iegrrlsiän über die Stuhlsäulen auch nach der Tiefe des Gebäudes Dachbalken undstellte auf diese, weiter nach innen, neue Stuhlsäulen, welche mit ihrer Fette den Sparreneinen zweiten Unterstützungspunkt boten, und so entstand der doppelt stehende Dach-stuhl. Da indeß diese Dachstühle sehr viel Hol; kosten und durch die Menge der Stuhl-säulcn den Raum unter dem Dache zum großen Theil unbrauchbar machten, so ersann manden liegenden Dachstuhl mit schräg liegenden Stuhlsäulen, der eigentlich schon unterdie Sprenge werke (s. d.) gehört. Für Gebäude aber, wo sehr große Räume zu über-decken waren, welche im Innern keine Unterstützung der Hauptbalkcn gestatteten, wurdendann die sogenannten Hängewerkc (s. d.) angewendct.

Die Giebeldächer, deren Giebel man auf die niannichfaltigste Weise verzierte, hieltensich lange im Gebrauch, bis sie- durch die Walmdächer verdrängt würben, bei welchenman die Giebclflächc fortließ und nach dem First hin, von der Giebelwandaus, ebenfallsschräge Dachflächen (Walme) führte. Erhielten die Walmdächer bei quadratischen odermehrseitigen, regelmäßigen Grundflächen des Hauses die Gestalt einer Pyramide, so hießensic Zelt däch er. Da aber durch die Walmdächer viel Raum verloren ging, so näherte mansich wieder der ursprünglichen Dachform, indem man die Giebelseite in der Form eines ab-gestumpften Dreiecks bis auf zwei Drittel der Dachhöhe aufführtc und den Walm erst dannanfangen ließ. So entstanden halbeWalmdächer, die bei ländlichen und freistehendenGebäuden jetzt noch häufig Vorkommen. Nachdem man in der Mitte des 16. Jahrh. ange^