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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
Seite
769
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^ Ezirknitzersee Ezougrad 769

chael. Nach Vertreibung der Familie Obrenosvicz 'senkten die Leiter derselben, Wüc >' und Petroniewicz, die Aufmerksamkeit der Nation au, diesen Sprossen des wahren Befteiers Serbiens und brachten es dahin, daß er im Sept. 842 von der versammelten Nationzum Fürsten erwählt und, da Rußland gegen die Wahl Reclamatioireü'erhob, 1843 wieder-mvählt wurde. (S. Serbien.) ^

Ezirknitzersee, nach dem Flecken Czirknitz so benannt, im Hkrzogthume Krain, eine^ Meile südöstlich von Adelsberg, gehört zu den merkwürdigsten Erscheinungen des illyrischen/ Karstplateaus. Schon Strabo gedenkt des Sees und durch die wundersamen Berichte spä-terer Schriftsteller, daß man je nach der Jahreszeit in ihm fische, pflüge, säe, ernte unb jage,sind die einfachen Naturerscheinungen jener Gegend in das Bereich abenteuerlicher Sagengezogen worden, während sie doch sehr einfach in dortigem Naturcharakter begründet sind.Der See liegt in einem Thalkessel ohne Ausgang, südlich von Javornik, nordöstlich vomSlivinzaberge überragt; er hat bei hohem Wasserstande kaum eine UM. Flächeninhalt, eineunregelmäßige Gestalt, eine mittlere Tiefe von vier Klafter und umschließt vier Inseln, aufderen größter das Dorf Ottok liegt. Wie das ganze krainer Plateau aus durchlöcherten, zer-spaltenen und durchhöhlten Kalkmassen besteht, so auch der Grund und die Umgebung desCzirknitzersees, daher sich viel natürliche Abzugskanäle vorfinden, die bei trockenem Wetterdas Wasser abführen, bei feuchtem Wetter mehr Wasser zuführen, stets aber unterirdischeVerbindungen mit benachbarten Gegenden unterhalten, in denen das Wasser des Sees mperiodischen Flußläufen wieder erscheint. Dunkle schwarze Stellen des Wasserspiegels ver-rathen das Dasein solcher Trichter, die vom Bewohner wohl gekannt und verschieden benanntwerden, wie z. B. Kessel, Faß, Sieb, Wasserträger, die große und kleine Trommelschlägerin,wegen des dumpfen Wiederhalls hinabstürzender Gewässer; überhaupt finden sich wolan 40 Stellen, wo das Wasser unterirdisch abläuft und im Laibacher Thale als Bistrizzaund Barauniza wieder erscheint. Nach anhaltendem oder heftigem Regen erreicht der Seedie Höhlen Velka-Karlauza und Mala-Karlauza und durch sie das Thal S.-Canzian undnach wiederholtem Verschwinden oberhalb Planina die Unz; bei zu großem Wasserandrangeaber können die Höhlen nicht Alles aufnehmen, der See tritt Dörfer und Felder über-schwemmend über und erhebt sich bis zu 2l F. über den gewöhnlichen Wasserstand. Hier-nach ist es erklärlich, daß sich der wechselnde Wasserstand rein nach der Witterung richtet unddaher keine regelmäßigen Epochen beobachtet werden, wie sich das in den 1.170714 ge-zeigt hat, wo der See nur einmal abfloß, während er vom Jan. 1834 bis Febr. 1835 aus-getrocknet war. Beim Zurücktreten des Wassers wird ein geringer Theil des Seebodenszum Anbau von Früchten, namentlich von Hirse und Haidekorn, benutzt, weit größern Vor-theil aber bringen die üppigen Seewiesen. Reiche Ausbeute gewährt gleichzeitig der Fisch-fang auf Hechte und Schleihen, von denen in einigen Gruben ein Satz für die Zukunft be-wahrt wird. Auch die Jagd auf Waffervögel ist bedeutend,, besonders auf Enten, die gegenEnde Juni in dem Rohrdickicht sogar von den Bauern todtgeschlagen werden.

Czongrad oder Csongrad, ein großer, dem Grafen Karolyi gehöriger Marktflecken,am Einflüsse des Körös in die Theiß in der ungar. Gespanschaft gleiches Namens, zählt13000 E., welche Viehzucht, Fischerei und Weinbau treiben. Das von den Magyaren beider Eroberung des Landes angelegte Schloß, welches die Theiß und der Körös umflossen,liegt jetzt in Trümmern.

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