736 Cuba
England792, Frankreich > >6, Belgiens?, den Hansestädten >99, im Ganzen 6 l 52 Schiffemit 947866 Tonnen. Die besten Hafen derJnsel sind außerHavana, Matanzas, Santiagode Cuba und Trinidad durch seinen Hafen Casilda. Dampfschiffe unterhalten regelmäßigeVerbindungen zwischen diesen Hauptpunkten, die auch im Innern guter Communication zumTheil durch Eisenbahnen sich erfreuen; dahin gehören die 1835 begonnene und >838 cröff-ncte Bahn von Havana nach Guines, die erste Eisenbahn der span. Staaten, zehn M. langund gegenwärtig in Fortsetzung nach Batabano und andern Zweigbahnen begriffen zur Ver-bindung der Nord - und Südküsten; ferner die Bahn von Cardenas nach Bemba und die inBau genommene von Nucvitas nach Pucrto-Principe. Die Anwendung des Dampfs hatüberhaupt schon lange auf der Insel stattgcfunden und in den Znckermühlen bereits fast ohneAusnahme die Arbeit der Ochsen verdrängt. In solchen und ähnlichen Erscheinungen, diedas Getriebe des Handels in seinem Gefolge hat, liegt das Zeugniß für das schnellere Fort-schreiten der Civilisation der Insulaner, für das Überflügeln des Mutterlands und einen em-pfänglichen lebhaften Charakter, dem sich noch manche liebenswürdige Eigenschaften aus-zeichnend anrcihcn, namentlich eine große Gastfreundschaft und mildere Behandlung derNeger. Der Regierung der Insel steht der Gouverneur von Havana als Gouverneur oderCapitan general der ganzen Insel vor, welche je nach den verschiedenen Verwaltungsintcrcs-sen auch verschieden eingetheilt wird. In Rücksicht der Civilvcrwaltung zerfällt sie in diezwei Provinzen Havana und Cuba; in militairischcr Hinsicht in ein westliches, östliches undcentrales Departement, für die Finanzvcrwaltung in die drei Zntendencias Havana, Pucrto-Principe und Santiago de Cuba; in Betreff der Marine in die fünf Provinzen Havana,Trinidad, Remedios, Nuevitas und Cuba und in geistlicher Hinsicht in das Bisthum vonHavana und Erzbisthum von Cuba. Die finanziellen Verhältnisse C.s stellen sich nach demAbschlüsse des I. 1841 sehr günstig, indem die Einnahmen auf 11,917299 und die Aus-gaben auf 19,112534 Piaster berechnet und die jährlichen Zuflüsse zum span. Schatze auf4/r Mill. Piaster, ungefähr 6,209909 THIr., angegeben werden, während die Insel noch biszu Anfang dieses Jahrhunderts bedeutende Zuschüsse erfoderte. Diese günstigen Gestal-tungen verdankt die Gegenwart vorzüglich dm Anstrengungen des von 1825—41 verwal-tenden Jntcndcnten Pinillos, eines geborenen Cubancrs. Die Hauptwohnplähe C.s sindHavana (s. d.), mit 184599, Santiago de Cuba 24759, Pucrto-Principc 24939, Ma-tanzas >8999, Trinidad 12770, Santi-Spiritus 9489, Bayamo 7489, Euanabacoa6639, Villa-Clara 6130, San-Antonio 4769, Remedios 4310 und Holguin 4299 E.Vgl. Mast?, „(7. et I» Ilsvane, Iiistoire topognipllüpie ststisticjue" (Par. 1826), Huber,stmistique cle 1'ile sitz ss." (Par. 1826), A. von Humboldt, „bH jioiititjiie snrI'kle cle 6." (Par. 1826) und Ramon de la Sagrä, „Historia Ksica politica ^ naturell lleIs isla lls 6. etc." (Par. 1837).
Die Insel C. wurde am 28. Oct. 1492 von Cristoforo Colombo entdeckt und von ihmJuana benannt, welcher Name sich jedoch so wenig als der später von Velasqucz ihr bei-gclegtc Ferdinandina gegen den einheimischen Cuba erhalten hat. Noch bei seinem Todehielt Colombo C. für einen östlich vorspringendcn Theil des amerik. Festlandes, welche An-sicht erst > 598 durch die auf Befehl Ovando's von Sebast. Ocampo unternommene Umschif-fung widerlegt wurde. Im 1.1511 übertrug Diego Colombo dem Diego Velasqucz, einemder ersten Begleiter seines Vaters und damaligen Gouverneurs des Südwesttheils Hispa-niolas, die Eroberung der Insel, welche auch nach kurzem Widerstande des indianischenHäuptlings Hatuey ohne Schwertstreich vollständig erfolgte. Velasqucz verthcilte die Spa-nier auf der ganzen Insel, gründete 1512 die Stadt Baracoa und binnen einigen Jahre»noch fünf bis sechs Städte. Er beförderte die Negereinfuhr, knüpfte Verbindungen mitMe-xico an, erlangte die Würde eines Gencralcapitains von C. und aller spätem Eroberungenund hatte mit Klugheit schon im I. 1527k die Insel in einen blühenden Zustand gesetzt. AlsVelasqucz 1524 starb, waren auch seine Nachfolger bemüht, die Insel zu einer wohlhaben-den Colonie zu machen, wozu besonders die sorgfältige Schonung der Indianer beitrug; alleinals im J. 1539 Hern. Soto die Statthalterschaft erhielt, um von hier aus Florida zu er-obern, hörte diese Behandlung auf, und obgleich er das 1538 durch franz. Korsaren zerstörteHavana wieder aufbaute, so gab er dadurch doch der Blüte des Landes einen empfindlichen