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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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180
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18 » Tapetinger

burgund. Länder, die sonst an den Kaiser fallen mußten. Papst Gregor V., im Einverständ-Nisse mit dem Kaiser, befahl die Auflösung dieser den kanonischen Regeln nicht angemessenenEhe und that den König, als derselbe seine Gemahlin nicht verstoßen wollte, in den Bann.Robert fügte sich, selbst von den Höflingen verlassen, sehr bald; er hcirathetc Constanze, dieNichte des Grafen von Anjou, ein schönes, aber wildes und grausames Weib, die fortandas Leben des schwachen Manns verbitterte. Um sich der Kirche gefällig zu zeigen, ließ erauch die fränk. Häretiker ausspürcn und auf schaudervolle Weise hinrichtcn. Zur Erlangungder burgund. Erbschaft führte er einen 14 Jahre langen Krieg und trat 1016 dennoch einenThcil der Erbschaft an Otto Wilhelm, den Stiefsohn des letzten Herzogs, ab. Die Krone,welche ihm die gegen den Kaiser empörten Italiener anboten, wies er im Gefühl seinerSchwäche zurück. Robert starb 1031 mit dem Beinamen des Frommen und hinterließ ausder Ehe mit Constanze Heinrich, der zum Mitregenten erhoben worden, nachdem sein ältesterBruder, Hugo, schon l 02 6 gestorben war; ferner Robert, welcher Stammdatcr des ältcrn bur-gund. Hauses wurde, das erst 1361 nach zwölf Generationen erlosch, endlich zwei Töchter,Adelheid, an den Grafen von Flandern vermählt, der später die Regentschaft erhielt, undAdele, wahrscheinlich mit Richard lil., Herzog von der Normandie verheirathet. KönigHeinrich 1. mußte in Folge eines Aufstandes, den seine Mutter Constanze zu Gunsten ihresjüngsten Sohns, Robert, erregte, bald nach seiner Thronbesteigung zu Robert dem Teufelin die Normandie entfliehen, mit dessen Hülfe er sein Reich wieder in Besitz nahm. Er trathierauf Burgund an Robert ab und schenkte Robert dem Teufel das franz. Bexin nebstmehren andern Herrschaften. Nach dem Tode Robert des Teufels hielt er auch dessenSohn, Wilhelm den Bastard, durch Waffengewalt aufrecht, obschon er ihn Vexin wiederzu-entreißen suchte.

Heinrich hinterließ aus seiner zweiten Ehe mit Anna von Rußland zwei Söhne, Phi-lipp, der die Krone erhielt, und Hugo, der, in dem Kreuzzuge von 1096 berühmt, 1102starb und durch seine Vermählung mit der Tochter des Grafen von Vermandvis der Stifterdieses in der sechsten Generation erloschenen Familienzweigs wurde. Philipp 1. bestieg alsein Kind von acht Jahren unter der Regentschaft Baudoin's, des Grafen von Flandern, denThron, mit dessen Tode im I. 1066 er erst die Regierung übernahm. Bei den großen Be-wegungen und Ereignissen seiner Zeit blieb er ziemlich theilnahmlos. Als ihm das Waffcn-glück Wilhelm des Eroberers beunruhigte, unterstützte er dessen Sohn Robert in der Em-pörung gegen den Vater, worauf dieser einen verheerenden Zug gegen Paris unternahm, derihm wahrscheinlich die Krone gekostet haben würde, wäre jener nicht 1089 vom Tode überraschtworden. Er führte überdies ein wollüstiges Leben, verstieß seine Gemahlin Bertha, die Toch-ter des Grafen von Holland, entführte Bertrade, die Frau des alten Grafen von Anjou, undverschleuderte die Güter der Kirche. Vom Papste Gregor VII. deshalb 1094 in den Banngethan, starb er, nachdem er Buße gethan, 1108. Unter Ludwig VI. oder dem Dicken, sei-nem Nachfolger, der das geschwächte Königthum schon bei Lebzeiten des Vaters ausrechterhalten hatte, nahm das fränk. Königthum, das sich bis jetzt kaum über das Herzogthumvon Paris erstreckte, einen höhern Aufschwung; er brachte durch Muth und Tapferkeit dieVasallen auf allen Punkten zum Gehorsam, befreite die Städte von der Bedrückung derBarone, schaffte theilwcise die Leibeigenschaft ab und führte im Reiche einen Jnstanzenzugan die königlichen Gerichte ein. Die vier Brüder Garlande, seine Freunde und Minister,standen ihm dabei zur Seite. Sein Leben war ein fortgesetzter Krieg gegen die Empörungenund Gewaltthätigkeiten der kleinen Dynasten. Wie sehr unter ihm die königliche Macht stiegbeweist der Umstand, daß er gegen den Kaiser Heinrich V., der in die Champagne eingefallenwar, ein Heer von 29000t» M. zusammenbrachte. Er starb 1137 und hinterließ aus seinerzweiten Ehe mit Mathildis von Montmorency eine zahlreiche Familie. Da sein ältester Sohnund Mitregent, Philipp, vor dem Vater gestorben war, erbte der zweite, Ludwig, dieKrone; Heinrich wurde Erzbischof von Rheims und Philipp Erzdiakon von Paris; Robertward der Stammvater der Herzoge von Dreux, welcher Nebenzweig erst 1514 nach derelften Generation erlosch ; Constanze vermählte sich erst mit Eustach von Blois, gekröntemKönig von England, dann mit Raimund VI,, Grafen von Toulouse; Peter, der jüngste,wurde der Stammvater des Hauses Courtenai, das noch jetzt, aber in nicht anerkannten Li-