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nen, Schafen, Frettchen und Katzen; der Canarienvogel ist einheimisch in Gesellschaft vielerSing-, Sumpf- und Scevögel, die sich zum Theil der Inseln nur als Wintcrstation bedie-nen; Amphibien und Fische sind reichlich vorhanden; unter den Insekten sind Seiden«»'pen und Bienen geschätzt und die aus Afrika oft herüberziehcnden Heuschrecken gefürchtet.Der Handelsverkehr der Inseln ist ziemlich belebt, die Industrie aber auf das nothwendigsteBcdürfniß beschränkt. Das vorzüglichste Erzcugniß ist ein weißer, süßer Wein, Canarien- ,sect, von welchem jährlich gegen 40000 Ohm meist nach Amerika und England ausgs,führt werden. Außerdem bilden Weingeist, rohe Seide, Soda und Südfrüchte die Haupt-handelsartiM. Vgl. Leop. von Buch, „Physikalische Beschreibung der C." (Berl. 1823,4.)und Mac Gregor, „Die C. nach ihrem gegenwärtigen Zustande" (deutsch, Hannov. 1831).Canaster , s. Taback.
Cancrin (Georg Ludw., Graf), russ. Znfanteriegeneral, Finanzminister und Ober-dirigirender des Corps der Bergingenieurs, gcb. zu Hanau am 8.Dcc. 1774. Sein Vater,Franz Ludw. C., geb. 1738 , ein sehr fruchtbarer und bekannter Schriftsteller, namentlichdurch seine „Erundzüge der Berg- und Salzwerkskunde" (l 3 Bde., 17 7 3—91), war früherHess. Bergwerks- und Salinendirector, übernahm aber 1783 die Leitung der Salzwerke zuStaraja-Russa im russ. Gouvernement Nowgorod, und starb in Rußland 1816. Der Sohnbesuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, dann 17 90—94 die Universitäten zu Gießen undMarburg, wo er sich dem Studium der Rechte und Staatswissenschaften widmete. Daseine Hoffnung, im Hess. Staatsdienste eine Anstellung zu erhalten, scheiterte, obschon er imjuristischen Examen glänzend bestanden hatte, so war er, da sein Vater in Rußland war,sehr leicht entschlossen, 1796 nach Rußland zu gehen, wo er sehr bald in der Militairver-waltung eine Anstellung fand. Bereits im I. 1812 war er Generalintendant der Armee,der er nach Deutschland folgte, nachdem er zuvor den Titel eines Generallieutenants erhal- jten hatte. Nach dem Tode des Ecneralcontrolcurs der Finanzen, Baron von Campenhau-sen, erhielt er 1823 diesen wichtigen Posten unter dem Titel eines Finanzministers und mitnoch ausgedehnten! Vollmachten als sein Vorgänger. Später übernahm er die Oberleitungdes Corps der Bergingenieurs. Im 1.1838 wurde er mit Beibehaltung seiner Posten derPerson des Kaisers attachirt. C. war ein Mann von festem Charakter, von der Natur mitvielem Talent ausgerüstet und zeichnete sich durch allgemeine wissenschaftliche Bildung rühm-lich aus. Sein Werk „Über die Militairökonomie im Frieden und im Kriege und über ihrWechselverhältniß zuden Operationen" (3 Bde.,Petersb. 1822—23) war die FruchtreicherErfahrungen. Eine Jugendarbeit von ihm soll der Roman „Dagobert, eine Geschichte ausdem jetzigen Freiheitskriege" (Altona 1796) sein, der im Geiste der damals auch Deutschlanddurchwehenden Freiheits- und Eleichheitsideen geschrieben ist. C.starb am lO.Sept. 1845.
Candelaber (cunckelubrum) hieß bei den Alten der Leuchter, der schon seit der frühestenZeit zum Tragen der Wachs- und Talgkerzen (canckelse) diente, später aber auch dazu be-stimmt wurde, dieLampcn darauf zu stellen. Ursprünglich wurden diese Candelaber ganz ein-fach aus,Holz verfertigt oder aus gebrannter Erde, nach der Entwickelung der Kunst aberund bei Übcrhandnahme des Luxus häufig aus Bronze und Marmor, wozu noch allerhandVerzierungen mit Reliefs, sogar mit Edelsteinen hinzukamen. Sie bestanden aus dem Fuße,den gewöhnlich zierlich gearbeitete Thierfüßc bildeten, aus dem Schafte, welcher meist canne-lirt war, und aus dem ober» Theile oder Knaufe, der die Form eines Tellers oder einerSchale hatte, daher man dieselben auch zum Räuchern benutzte. Nicht selten erhob sich überdem Knaufe noch eine Figur, die dann den tellerförmigen Aufsatz hielt. Von bedeutenderGröße fand man sie in den Tempeln und Palästen, wie die Sammlungen des BritischenMuseums, im Louvre zu Paris, im Vatican zu Nom und in der Glyptothek zu Münchenbeweisen. Vorzüglich berühmt waren im Altcrthumc die Candelaber von Tarent und Ägina,erste« wegen der Zusammensetzung und Proportion der Schäfte, letztere wegen der säubernAusführung der angebrachten Zicrathen. Schon die Alten wendeten die sinnreiche undgefällige Form derselben, mit verständiger Berücksichtigung der Umgebung und Bestimmung,zu kolossalen plastischen Werken an. Der größte aller Candelaber war der Pharos am Hafen-cingangc von Alexandria. In neuester Zeit ist diese alte Form auf eine sehr geniale Weiseauch auf ein christliches Denkmal übcrgetragcn worden, indem man an der Stelle in Thü-