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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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Byzantiner 79

Holm und wurde von diesem Meister, der ihm mit besonderer Zuneigung zugcthan war, vor-zugsweise auf das Studium der Antike hingcwiesen. Im I. I3l«> ging er nach Rom, vonwo er 1815 nach Stockholm zurückkehrtc. Durch die Kolossalstatue des damaligen Kron-prinzen von Schweden, die er insgeheim gearbeitet hatte, erwarb er sich die Gunst diesesFürsten in dem Grade, daß es ihm fortan nicht an den schätzenswerthesten Aufträgen fehlte.Noch zweimal besuchte er Rom, bis er seit 1829 seinen festen Wohnsitz in Stockholm nahm.Seine Werke bestehen zumeist thcils aus Portraitstatueri historisch ausgezeichneter Männer,theils aus den idealen Gestalten der alten Mythe. Man rühmt an den letztem, und namentlichan den weiblichen und kindlichen Figuren, die weiche Grazie und Frische des Lebens.

Byzantiner heißen in der Münzkunde sämmtliche Münzen der Beherrscher des »st-röm. oder byzantin. Reichs von dessen Entstehung unter Konstantin dem Großen an bis zudessen Untergange durch die Mohammedaner in der Mitte des 15. Jahrh. In der neuernZeit hat man eine engere Bedeutung des Worts angenommen und beginnt die Reihe derByzantiner erst mit Anastasius. Unter ihm und seinen Nachfolgern Justin und Justinianänderte sich theils das Gepräge der Münzen, theils der Münzfuß selbst, und es gibt das all-mälige Verschwinden des weström. Reichs vom Schauplatze der Geschichte einen passendenAbschnitt für eine Reihe von Münzen, die man weder ganz dem Alterthume noch dem Mit-telalter beizählen wollte. Dieser letzte Umstand mag auch der Grund gewesen sein, weshalbdie Sammler die Byzantiner früher wenig beachteten. Die Franzosen, welche sich seit Eckhelam meisten mit diesen Münzen befaßt haben, rechnen dazu die Münzen derostgothischen KönigeItaliens und die der Vandalen, ferner die der lat. Kaiser Konstantinopels und der kleinerndurch die Kreuzzügc im Osten entstandenen Reiche. Die Byzantiner sind in Gold, Silberund Bronze ausgeprägt und unterscheiden sich wesentlich von den frühem röm. Münzen,j Die Handelsverbindungen des byzantin. Reichs trugen dazu bei, die Münzen desselben überdie ganze damals bekannte Erde zu verbreiten; in Indien galten sie so gut wie im NordenEuropas. So kam es, daß einzelne Länder das Gepräge derselben nachahmten und derenMünzfuß annahmen. Namentlich thaten dies die Anhänger der Lehre Mohammcd's. Siebehielten das Gepräge bei, setzten die arab. Inschrift neben die griech. und führten dies seitihren ersten Kriegszügen in Syrien mehre Jahrhunderte lang bis zur Eroberung Konstan >tinopels fort. Ihrem Beispiele folgten andere Völker, jedoch meist nur in Rücksicht ausSilber- und Goldmünzen, so besonders Rußland. In Frankreich nannte man die nach demFuße der Byzantiner geschlagenen Goldmünzen vessnts d'or. Erst in der neuesten Zeithat man den Byzantinern mehr Aufmerksamkeit geschenkt und gründliche Forschungendarüber angestellt. Die erste gründliche Arbeit lieferte Saulcy in demLsssi de clussili-cution de suites inonstsires b^antines" (Metz 1836, mit Atlas, 3.) und seinen Bestim-mungen wird jetzt meist gefolgt. Eine abermalige kritische Bearbeitung steht von Fricdländerin Berlin zu erwarten.

Byzantiner nennt man in der Literatur diejenigen griech. Schriftsteller, welche dieGeschichte des byzantin. Kaiserthums behandelt haben. Es zerfallen dieselben theils in all-gemeine Chronikenschrciber, theils eigentliche Geschichtschreiber, welche sich gegenseitig ergän-zend und förtsetzend speciell die Geschichte des Reichs, dessen auswärtige Kriege, innere Zer-würfnisse u. s. w. schildern, theils endlich in solche, deren Schriften, Gebräuche, Alterthümer,Werke der Baukunst u. s. w. betreffen. So viele Mängel einer immer mehr entarteten Zeitsie auch haben, so sind sie doch die einzige Quelle der Geschichte jenes Weltreichs, das aus denTrümmern Roms im Osten erblühte. Den meisten Werth unter ihnen haben Diejenigen,deren Schriften einzelne Begebenheiten bestimmter Zeitabschnitte, z. B. die Gesandtschaftan Attila u.s.w., und die Verfassung behandeln. Gesammelt wurden sie herausgegcben vonLabbe, Fabrotti, Dufresne u. A. (42 Bde., Par. 16541711, Fol.); ein neuesenrpusscriptt. bist, brüllt." hat unter der Leitung Nicbuhr's und unter Mitwirkung mehrcr Gelehr-ten, wie I. Bekker, L. und W. Dindorf, Schopen, A. Meinccke und Lachmann, zu Bonn1828 begonnen, und es erschienen bereits Agathias, Joannes Kantakuzenus, Leo Diakonus,Nicephorus Gregoras, Georgius Syncellus, Konstantinus Porphyrogenneta, Prokopius,Ccdrenus, das Chronicon Paschale, Cinnamus, Nicephorus Bryennius, Glykas, Manasses,Joel, Georgius Afropolita, Mcrobundcs, Corippus, Nicetas Choniata, Pachymeres, Gcor-