Bufchir Buschmänner 67
Berl. >809), „Leben Götz von Bcrlichingen's (Bresl. >813) und „Grundriß der Geschichteder deutschen Poesie" (Bresl. >812); mit Kannegießer „Pantheon, eine Zeitschrift für Wis-senschaft und Kunst" (6 Hefte, Berl. >810); mit von der Hagen, Docen und Hundeshagen,„Museum für altdeutsche Literatur und Kunst" (Berl. >809—l i); ferner „Erzählungen,Dichtungen, Fastnachtsspiel und Swänke des Mittelalters" (3 Hefte, Bresl. >8>4—>5),Nicol. Pol's „Zeitbücher der Schlesier" auch unter dem Titel „Jahrbücher der Stadt Bres-lau" (3 Bde., Bresl. >8>3—>9, 4.), das „Lied der Nibelungen" metrisch übersetzt (Lpz.I8>5), „Siegel der alten schles. Herzoge u.s. w." (Bresl. >815), „Wöchentliche Nachrichtenfür Freunde der Geschichte, Kunst und Gelehrsamkeit des Alterthums", auch unter dem Titel„Des Deutschen Leben, Kunst und Misscn im Mittelalter" (4 Bde., Bresl. 18>8—>8; neueAust., 1821), „Lieben, Lust und Leben der Deutschen des >6. Jahrh. in den Begebenheitendes Ritters Hans von Schweinichen, von ihm selbst aufgesetzt" (3 Bde., Lpz. >820—24),„Die heidnischen Alterthümer Schlesiens" (4 Hefte, Lpz. >820—24, Bd. >), „Blätterfür die gcsammte schles. Altcrthumskunde" (Bresl. >820—22), „De anti^nis silesiacissixillis" (Bresl. >824, 4.), „Versuch einer Einleitung in die Geschäfte der altdeutschen Bau-kunst" (Lpz. > 823), „Das Schloß der deutschen Ritter zu Marienburg" (Berl. > 823, 4.),„Grabmal des Herzogs Heinrich's IV. von Breslau" (Bresl. >826, Fol.) und „Nittcrzeitund Rittcrwcsen" (2 Bde., Lpz. 1824).
Buschir, s. Abuschähr.
Buschmänner oder Bosjesmans bilden, obwol sic ursprünglich der Nation derHottentotten (s. d.) angehörten, ein eigenes Volk in Südafrika. Siebewohnen im Nordenund Süden des obern Oranjefluffes und südöstlich von demselben bis in die noch unbekann-ten Fortsetzungen der Schneebergc hin ein unwirthbares Land, welches oft Jahre lang desRegens entbehrt. Hier leben sie als ein wildes unglückliches Volk zwischen dem Gebiete derCapcolonie und dem inner» Kaffernlande auf dem ganzen weiten Raume im Norden derAoggeveldberge bis jenscit des Oranjestroms. Sie nähren sich von dürftiger Jagd, lagernsich an den einzelnen Quellen, sind in Stämme getheilt, schwärmen in einzelnen Familienohne bleibende Stätte umher, vereinigen sich nur dann in größerer Anzahl, wenn sie sich ver-theidigen oder einen räuberischen Anfall machen, und sind menschenscheu, ungesellig und alsDiebe und Wegelagerer gefürchtet. Sie sind kleiner als die Hottentotten, haben eine plattereNase, breitere Backenknochen, einen wildscheuen unheimlichen Blick, wollüstig-schlaffe Züge.Ist schon das männliche Geschlecht häßlich, mager, ebenso gefärbt wie Hottentotten und ebensoschmuzig, so ist das weibliche von noch abschreckenderer Häßlichkeit. Sie sehen und hören sehrscharf; sonst aber sind sie völlig stumpf, thierisch roh, faul, bis der äußerste Hunger sie auf-jagt. Sie genießen rohes Fleisch, beim Trinken legen sie sich wie die Thicre platt auf denBauch; sie rauchen gern, wobei sie den Rauch in sich schlucken, bis sie betäubt sind, und liebenden Branntwein. Ihre gewöhnliche Nahrung sind Heuschrecken; außerdem aber auch Schlan-gen, Ameisen und alles Gewürm. Sie ertragen den Hunger sehr lange und entschädigensich dann durch eine desto reichlichere Mahlzeit rohen Fleisches, wenn es ihnen gelingt, ein Wildzu erlegen oder einen Ochsen oder einige Hammel zu stehlen. Ihre Kleidung besteht in einemSchaffell als Mantel, einem Schakalpelz als Unterkleid, Ledermütze mit Glaskorallen undSandalen; als Waffen führen sie ein Messer und einen kleinen Bogen, mit welchem sieihre vergifteten Pfeile sehr sicher in große Fernen schießen. Sie wohnen in Höhlen imGebüsch und in kleinen Gruben, treiben nirgend Ackerbau und haben außer dem Hunde keineinziges Hausthier. Ihre Sprache ist überaus arm und ein Gemisch von tiefen Kehl-, Nasen-und Schnalzlauten. Sie weicht von der Hottentottensprache, deren widerlichster Dialekt sievielleicht ist, sehr ab, sodaß beide Stämme sich nicht gut verstehen, wie sie denn auch von keinemandern Volke verstanden wird, ja selbst die einzelnen Kraals sollen bis zur Unverständlichkeitabweichende Mundarten haben. Sie haben fast keine Idee von Volksgemeinschaft; selbst inden Familien findet sich keine Einheit, keine Ehe, kein festes Band zwischen Altern und Kin-dern, kein Unterschied zwischen Jungfrau und Weib, keine Spur von Obrigkeit u. s. w. Aus-dauer, List und vielwagende Keckheit besitzen sie nur zum Raub. Nichts ist sicher vor ihnen,was sie nicht brauchen können, zerstören sie. Daher werden von den holländ. und engl. Colo-nisten und von den Kaffcrn gegen sie wie gegen Raubthicre fortwährend Vernichtungskriege