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besuchte er >815 die Canarischen Inseln. Zn glücklicher Unabhängigkeit in Berlin lebend,hat er seine Wanderungen bis in die neueste Zeit fortgesetzt, wie er demnach 1840 wiederNorwegen bereiste, um einige auf die Umwandlung der Urgcbirgsarten bezügliche Thatsachenzu beobachten; auch ist er ein fleißiger Besucher der Versammlungen deutscher Natur-forscher. Im 1.1840 wurde er an Vlumenbach's Stelle als Mitglied der franz. Akademieausgenommen. Hauptsächlich untersuchte er die geognostischen und physikalischen Verhält-nisse der Erdoberfläche, die Beschaffenheit und Temperatur der Atmosphäre, die Erhöhungdeö Bodens, sowie er auch auf den Pflanzenwuchs stets Rücksicht nahm. Er hat zuerst dieVcrschiedenartigkcit der vulkanischen Erscheinungen und besonders ihrer Wirkungen auf dieGestalt und Beschaffenheit der Erdoberfläche deutlich dargelegt. Die Vulkane theilt er einin Central- und in Rciheuvulkane. Die letztem folgen nach seiner Annahme der Richtunggroßer Spalten in der Erde, und diese wieder der,Richtung der Urgcbirge. Als Ccntral-vulkane nimmt er an die Liparischen Inseln, den Ätna, Island, die Azoren, die Canarienu. s. w. Sehr frühzeitig, schon 1797, trat er als Schriftsteller auf. Seine Hauptwerke sinddie „Geognostischen Beobachtungen auf Reisen durch Deutschland und Italien" (2 Bde.,Berl. 1802—9), die „Physikalische Beschreibung der Canarischen Inseln" (Berl. 1825, 4.),die „Reise durch Norwegen und Lappland" (2 Bde., Berl. 1810), worin er die gründlichstenForschungen über den Naturbau der Erde im hohen Norden nicdcrgelegt hat; „Über denJura in Deutschland" (Berl. 1839, 4.) und „Beiträge zur Bestimmung der Gcbirgs»formationen inRußland" (Berl. 1840). Besondere Verdienste hat er sich auch um diePetrc-factenlehre durch monographische Bearbeitungen schwieriger Partien erworben, z. B. „ÜberAmmoniten" (Berl. 1832, 4.), „Über Terebrateln" (Berl. 1834, 4.), „Über Delthyris oderSpirifer und Ortis" (Berl. 1838, 4.) u. s. w. Endlich gedenken wir noch seiner trefflichengeognostischen Karte von Deutschland und den angrenzenden Staaten in 42 Blättern(2. Aufl., Berlin 1832). Eine sehr gründliche historische Darstellung und wissenschaftlicheWürdigung seiner Leistungen enthältHoffmann's „Geschichte der Eeognosie" (Berl. 1838).
Buchanan (Georg), Dichter und Historiker, geb. 1506 zu Kilkerne in der schot. Graf-schaft Dunbarton, der Sohn armer Altern, wurde von seinem Oheim nach Paris geschickt,aber nur auf zwei Jahre mit den Mitteln versehen, sich zu unterhalten. Wahrscheinlich durchNoth gezwungen, ließ er sich 18 Jahre alt unter die Hülfstruppen anwcrben, die aus Frank-reich von dem Herzoge von Albanien, dem natürlichen Sohne Jakob's V., nach Schottlandgeführt wurden, gab aber bald das Kriegsleben wieder auf, ging 1524 nach St.-Andrewsund begleitete später seinen Lehrer John Major nach Paris, wo er sich den Ansichten der pro-testantischen Kirche befreundete und endlich als Lehrer angcstcllt ward. Nachdem er seineStelle wieder aufgegebcn hatte, begleitete er den Grafen Cassilis 1534 nach Schottlandzurück. Jakob V. ernannte ihn zum Lehrer seines natürlichen Sohns, des nachmaligen Re-genten Murray. Ein satirisches Gedicht gegen die Franciscancr, „8oi»,,i>m>", zog ihm denHaß der Geistlichkeit zu, und als er auf Verlangen des Königs ein noch viel bitteres schrieb,den berüchtigten „brancisciis", war es um seinen Ruhm geschehen. Von dem König nichtgeschützt, ward er eingekerkert; doch fand er Gelegenheit zu entkommen und flüchtete nun nachParis, später nach Bordeaux, wo er, von dem Rector der dortigen Hochschule, dem gelehrtenPortugiesen Govea, begünstigt, einige Jahre lehrte. Während dieser Zeit schrieb er einigelat. Trauerspiele und übersetzte zwei Stücke des Euripides. Die Pest vertrieb ihn 1543 vonBordeaux, und nachdem er einige Zeit den später so berühmten Montaigne unterrichtet hatte,ging er nach Paris, wo er nun lehrte, bis Govea, der zum Vorstand der Universität zu Coimbraernannt war, ihn 1547 bewog, sein Glück in Portugal zu suchen. Nach dem Tode seinesBeschützers konnte er sich gegen die Feinde, die ihm seine freisinnigen Ansichten erweckt hatten,nicht mehr halten, und wurde ins Gefängniß gesetzt, wo er seine metrische lat. Übersetzung derPsalmen begann. Im I. 1551 in Freiheit gesetzt, begab er sich nach England, das er aberwegen der Unruhen bald wieder verließ. Er ging nun nochmals nach Paris, kehrte aber end-lich 1560 nach Schottland zurück, wo er nun offen zum Protestantismus übcrtrat, dessenGrundsätzen er längst gehuldigt hatte. Der Ruf seiner Gelehrsamkeit verschaffte ihm einegute Aufnahme am Hofe der Königin Maria Stuart, deren Studien er leitete; auch erwarber sich um die Verbesserung der .schot. Hochschulen manche Verdienste und wurde zum Vor-