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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
Seite
740
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740 Bubastis Bubna und LittiH

ville's Stelle bei der Plan- und Kartensammlung der Marine angestcllt und zum ersten Geo-graphen des Königs ernannt wurde. Von Stufe zu Stufe steigend, erfüllte der thätigeMann bei einer heitern Lcbensansicht und großer Geselligkeit mit unübertrefflicher Eenauig.kcit seine Berufspflichten. Auch von Napoleon in hohen Ehren gehalten, starb er als Mit-glied der Akademie am 21. Nov. 1825. Wegen Genauigkeit der Angaben war besondersseineköogispbis elömcnMire uncienne ot moderne" (2 Bde>, Par. 176972) geschätzt.

Bubastis ist der Name einer ägypt. Göttin, die unter der Gestalt einer Katze darge-stellt und verehrt wurde. Mit dem ursprünglichen Charakter dieses für den ägypt. Thier-cultus sehr bedeutsamen Thiers als Fetisch verbanden sich nach und nach astronomische undandere physische Beziehungen. Insbesondere wurde die Katze mit dem Mond in Verbindunggebracht und zu dessen Symbol gemacht. Der Mond aber war nach der Ansicht der Ägyp-ter, wie der meisten Völker des Alterthums, vom größten Einfluß aus die Erzeugung unddie Geburt, und so erhielt B., ursprünglich nur die vergötterte Katze, dann die Mondgvttin,eine höhere mythisch-mystische Bedeutung als Göttin der Geburten und der schwangernFraucn.Deshalb ward auch B. von den Alten gewöhnlich mit den griech. Göttinnen Artemis und Ei-leithyia und den römischen Diana und Lucina identificirt. Sie war nach der ägypt. Mytho-logie die Tochter des Osiris und der Isis und erhält häufig mit letzterer gleiche Attribute.Dies erklärt sich daraus, daß B. in der pantheistischen ägypt. Naturreligion im Grunde nichtsAnderes bedeutet, als neben Horus die weibliche Seite der wicderherstcllenden und sich er-neuenden Naturkraft, entgegengesetzt der zerstörenden, und identisch mit der erzeugenden, dieihre Hauptrepräsentanten, jene in Typhon und Nephthys, diese in Osiris und Isis hatten.(S. Ägyptische Mythologie.) So kam cs, daß Namen und Functionen der Isis undB., die Beide in naher Beziehung zum Monde standen und von den Schwängern angerufenwurden, ineinander übergehen. Die Stadt Bubastos und der dazu gehörige Nomos warder Hauptsitz des Cultus dieser GÄtin und mit ihr des der Katze, die neben ihrer Bedeutungals Emblem der Göttin auch noch ihren ursprünglichen Charakter und die damit verbundeneVerehrung als Thierfetisch fortwährend behielt, und als solche nicht nur in Bubastos, son-dern in ganz Ägypten allgemein verehrt wurde.

Bubna und LittiH (Ferdinand, Graf von), östr. Feldmarschalllieutenant, geb. am26. Nov. 1768, war der Sprößling eines alten böhm. Geschlechts, das seinen Ursprung bisin die Zeilen der Przemisliden zurückführt und aus zwei Linien besteht, von welchen dieältere oder Littitzer um die Mitte des I7.Jahrh.in den Grafenstand erhoben wurde, währenddie jüngere Bubna von Warlich noch jetzt dem freiheitlichen Stande angehört. NachdemB. 1781 in Militairdicnste getreten, focht er >789 und 1790 bei der Cavalerie gegen dieTürken, 1792 97 gegen die Franzosen und that sich hier bei mehren Gelegenheiten sohervor, daß er die Aufmerksamkeit des Erzherzogs Karl aus sich zog. Dieser ernannte ihndaher beim Beginn des Feldzugs von 1799 zum Major und Flügeladjutanten und späterzu seinem Generaladjutanten, worauf er seit 1801 als Oberst im Kriegsministerium unterLeitung des Erzherzogs arbeitete. Nachdem er inzwischen Generalmajor geworden, wohnte er1805 der Schlacht bei Austerlitz unter Fürst Liechtenstein bei, begleitete diesen gleich daraufin Napoleon's Hauptquartier und versuchte sich hier, wie auch nach dem Feldzüge von I86U,nicht ohne Glück aus dem Felde der Diplomatie. Zum Feldmarschalllieutenant erhoben,leitete er das hofkriegßräthliche Remontedepartement, wurde beim Beginn des Freiheits-kampfes wiederholt jn diplomatischen Aufträgen, z. B. 1812 nach Paris, l 81.1 nach Dresden,an Napoleon gesendet und erhielt nach Ostreichs Anschluß an die Verbündeten das Kom-mando der zweiten leichten Division, mit welcher er an der Schlacht bei Leipzig Thcil nahm-Später drang er an der Spitze der sogenannten ersten leichten Division in die Schweiz ein,besetzte am 2 8. Dec. Genf, überschritt den Jura und rückte, nachdem er bei Bourg-en-Bresse dieLandesbewaffnung zerstreut, bis Lyon vor. Hier stellte sich ihm jedoch Marschall Augereauentgegen und drängte ihn bis Genf zurück. In dieser Stellung behauptete er sich nun auch,bis die Corps von Manch! und Hessen-Homburg zur Unterstützung ankamen, worauf derPrinz von Hessen-Homburg den Oberbefehl übernahm. Nach Beendigung des Feldzugswurde B. zum Eeneralgouverneur von Savoyen, Piemont und Nizza ernannt und blieb auchnach der Rückkehr des Königs noch einige Zeit Befehlshaber der Truppen, welche Sardinien