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roici üirori", Sonette, in welchen die göttliche Liebe als Sehnsucht nach dem Ewigwahren,im Gegensätze der Frauenliebe, verherrlicht und sinnbildlich dargestcllt wird, und ein Lust,spiel, „II canäelajo", in welchem er die Thorheiten seiner Zeit, Geckenhaftigkeit, Pedan-teric und Alchymie, mit kecker Laune geißelt. Alle seine ital. Schriften, deren Original-ausgaben sehr selten sind, hat A. Wagner in den „Opere <li Oiorcl. 8." (2 Bde., Lpz.1830) herausgegeben; die lat. Gfrörer in seinem „Corpus pllilosopborum" (Lief. I-5,Stuttg. I«34—36) zu sammeln begonnen.
Brusa oder Bursa, die blutige Wiege des osman. Staats, im Ejalet Anatoll,die zweite Stadt des Reichs, die schönste und reinlichste des Orients, in herrlicher Lage, amFuße des 4500 F. hohen, waldigen Olymp oder Kcschisch, am Nilufer, 4 M. vom HafenMundania am Marmarameere, zählt lOVOOO E-, unter denen sich 10000 Armenier,4000 Griechen und 2000 Juden befinden. Die eigentliche Stadt steht zum Theil auf senk-recht abgeschnittenen Felsen, zwischen welchen große Bäume stehen, ist mit starken Mauern undWällen umgeben und wird durch ein auf einem andern Felsen gelegenes Castell, dessen cyklo-pische Mauern von sehr hohem Alter zeugen, beherrscht. Sie ist der Sitz eines Pascha, einesMolla, eines griech. Metropoliten und eines armen. Erzbischofs, hat zwei Paläste des Sultans,365 Moscheen, unter denen die der drei Sultane (Murad's l., Bajazet'sl. und Moham-med's I.), die Moschee des Sultans Orchan und Murad's I. sich durch ihre Bauart undGröße auszeichnen, drei griech. und eine armen. Kirche, mehre Synagogen, herrliche Spa-ziergänge, reich angelegte, schattige Gärten, treffliche warme Quellen und Bäder, Spring-brunnen und Karavanserais. Die Einwohner verfertigen Flor, Sammt, Seidenzeuge, Lein-wand, Tapeten, Pfeifenköpfe, Gold- und Silberstoffe und Stickereien und treiben sehr be-trächtlichen See- und Landhandel mit diesen Produkten, sowie mitroher Seide, von welcherjährlich an 3 — 4000 Ctr. ausgeführt werden, mit Wein, Saftan, Terpenthin, Granat-und Galläpfeln u. s. w. nach Smyrna, Konstantinopel und Angora. Die Griechen und Ar-menier wohnen streng voneinander gesondert in den beiden niedrig gelegenen Vorstädten,deren jede mit Gräben und Zugbrücken versehen ist. Das mit Marmor und Jaspis ge-schmückte Denkmal des Sultans Osman's l. liegt außerhalb der Stadt, in deren Nähe auchdie Bäder von Jenni- und Eski-Kapliza sich befinden. Im nahen Gebirge Eskischehir undbei Kiltschik wird viel Meerschaum gegraben, welcher dann in B. zu Pfeifenköpfen gebohrt,aber erst in Wien, Lemgo und andern Städten geschnitten wird. Vgl. Hammer, „Reise vonKonstantinopel nach B. und dem Olymp" (Pesth 1818).
Brüssel (öriixelles), die Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Belgien, dieHauptstadt von Südbrabant und der ehemaligen östr., früher span. Niederlande, ist vonvielen Kanälen durchschnitten, welche sie mit dem Flusse Senne, der in mehren Armen dieStadt durchfließt, und mit dem Scheldekanale verbinden, durch welchen letzter» dieselbe mitAntwerpen und der Nordsee in Verbindung steht. Sie liegt theils auf einer Anhöhe, theils ineiner schönen fruchtbaren Ebene und ist im Allgemeinen trotz der großen Ungleichheit des Bodens,welche in der Mitte der Stadtdie Anlegung einer schönen steinernen Doppeltreppe von 50Stufen veranlaßt hat, schön gebaut, ja eine der schönsten Städte des Königreichs. Sie zerfällt indiehöher gelegene Ober- und in die Niederstadt an der Senne und am Kanäle. In jener, demschönsten Theile B.s, der auch wegen der gesündernLuft beiweitem den Vorzug vor der Unter-stadt hat, leben die Reichern und Vornehmen, und es wird hier fast nur französisch gesprochen;in der zum großen Theil eng und winklig gebauten Niederstadt wohnen die Handel- uud Gewerb-treibenden und am Kanal die Ärmsten. Je mehr man sich von der Oberstadt entfernt, destomehr geht das reine Französisch in das Wallonische über; in dem untersten Theile wird nurFlamländisch gesprochen. Die ehemaligen Wälle, welche die Stadl umgaben, sind jetzt abge-tragen und durch Baumalleen in freundliche, schöne Boulevards verwandelt; eine herrlichePromenade bildet die Allee verte, eine Doppelallee, welche nach dem eine halbe Stundevon B- entfernten Schlosse Lacken führt und mit vielen Marmorstatuen besetzt ist. Außereinem herrlichen Park im Mittelpunkte der Stadt besitzt dieselbe eine Menge schöner zumTheil mit Springbrunnen gezierter Plätze, z. B. Place royale, Place grande, Place de lamonnaye, Place des Martyrs, auf welchem die imSept. l830 gefallenen Freiheitskämpferbegraben liegen, Marche aux grains, Place du grand und du petit Sablon und Place