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Literatur jbestehen vorzüglich in seinen wörtlichen lat. Übersetzungen des Aristoteles, De-mosthenes, Plutarch u. s. w. Unter der ungeheuer» Zahl seiner übrigen Schriften erwäh-nen wir nur den „(mminentarius rerum suo tempore Festarum" (Ven. 1476, Fol.), „Oeorixine urliis Nsntuse" und „Oe Romae origine". Seine reichhaltigen „bipistnlse fami-liäres" erschienen Ven. 1572, Fol. Die Biographie Dante's und Petrarca's schrieb er inseiner Muttersprache.
Brünings (Christian), einer der größten Wasserbaukundlgen Hollands, gcb. >736zu Neckarau in der Pfalz, widmete sich von Jugend auf den Wissenschaften, die mit derWasserbaukunde in Beziehung stehen, und war Einnehmer der Deichcontributionen, alsihn I76S die Staaten von Holland zum Gcneralflußinspector ernannten. Seine wichtigstenWasserbauten sind die verbesserte Bedeichung und Abwässerung des Harlcmcr Meers, die jbessere Bedeichung und Austiefung der sogenannten Oberwasser in den Niederlanden, welche ^bei hoher Flut oft große Landstrccken überschwemmten, ferner die Umleitung des WaalstromL j
und des Kanals Panncrdcn, wodurch das Bett des Rhein, der Waal und des Leck ver-bessert wurde. Er führte den Strommesser ein, welcher dazu dient, zu rechter Zeit auf Ab-bruchsgefahren des Vorlandes und die Umlcnkung des Stroms aufmerksam zu machen, iSein Hauptwerk sind die „Berichte und Protokolle über das Wasser der Obcrströme"
(2 Bde., Amst. l 7 7 8, mit einem Atlas). B. starb l 80 5 als Gencraldirector des Holland. Wa- ,terstaats. Das Directorium der damaligen Republik beabsichtigte ihm ein Monument in !der harlemer Kathcdralkirche zu setzen und bestimmte dem Verfasser der besten Denkschriftauf die ruhmwürdige Thatigkeit B.'s eine goldene Medaille und Kette von 200 DukatenWerth. Den Preis gewann 1807 sein Zögling und Amtsnachfolger Conrad (s.d.); alleindas Monument kam unter den Stürmen der nachfolgenden Zeit in Vergessenheit.
Brüniren heißt einen Gewchrlauf mit einer braunen Lackfarbe überziehen, um dasEisen gegen den Rost zu schützen. Gewöhnlich werden nur Privatgewehre brünirt, jedoch .findet dies in England und z. B. in Sachsen auch bei den Militairgewehren statt, wobei man §noch den Nebenvortheil im Auge hat, daß dadurch das weithin in die Ferne leuchtende Blitzender Gewehre, wodurch häufig der Marsch einer Truppe sich verräth, vermieden wird.
Brünn, von den Slawen örna oder Lr»m> genannt, in der östr. MarkgrafschaftMähren, am Zusammenfluß der Schwarzawa und Zwittawa, in einer fruchtbaren und rci- jzenden Gegend, ist von hohen Mauern und tiefen Gräben umgeben, welche die Stadt vonden 14 Vorstädten trennen. Die Straßen sind eng und winkelig, aber gut gepflastert und mitTrottoirs versehen. Man zählt sieben öffentliche Plätze mit Springbrunnen, unter denender große Platz, der Krautmarkt und der Dominicanerplah die beträchtlichsten sind. Diemerkwürdigsten Gebäude sind die Kathedrale zu St.-Peter auf einem felsigen Hügel erbaut,nahe dabei die bischöfliche Residenz mit einer herrlichen Aussicht; ferner die gothische Pfarr-kirche zu St.-Jakob mit einem 276 F. hohen Thurme, die Minoritenkirche mit der heili-gen Stiege und dem Lorettohause, das Augustinerklostcr zu St.-Thomas in der VorstadtAltbrünn mit einer Kirche im gothischen Stil, in welcher ein berühmtes Gnadenbild vonLuc. Kranach und eine reichhaltige Bibliothek aufbewahrt werden, die Kapuzincrkirche, dieDominicaner- und die Obrowitzer Pfarrkirche, ferner das Landhaus, in welchem die Dikaste-rien und die Wohnung des Gouverneurs sich befinden, das Rathhaus mit einem hohen, weit- <
hin sichtbaren Thurme und mehren Kunstsammlungen, das adelige Damenstiftgebäude zu !
Maria-Schul, die Paläste der Fürsten Dietrichstein und Kaunitz, das Provinzialstrafhaus,die Kaserne, das HoSpital, das Kranken-, Findel- und Gebärhaus. B. ist der Sitz des mährisch-schles. Landesguberniums, des Generalmilitaircommandos, des Appellationsgerichts der Pro-vinz und eines Bischofs nebst Consistorium. Es hat eine theologische Studien- und eine phi-losophische Lehranstalt, ein Gymnasium mit Bibliothek, ein bischöfliches Alumnat, cineNor-malhauptschule, ein Taubstummeninstitut, ein Ursulincrinnenkloster mit einer Mädchenlehr-anstalt und viele Elementarschulen; auch bestehen daselbst die Mährisch-schles. Gesellschaft zur ^Beförderung des Ackerbaus, der Natur- und Landeskunde und das Franzensmuseum zur Auf-sammlung aller mährisch-schles. Erzeugnisse der Natur, Kunst, Wissenschaft und des Gewerb-fleißes. Die Stadt zählt mit den Vorstädten 45000 E-, deren Gewerbfleiß und Handel sehrbedeutend ist. Es befinden sich hier Seiden-, Band-, Kattun-, Kasimir-, Baumwollenzcug- und