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Holland rüstete, erhielt er vom Directorium den Auftrag, sich zur Rettung der BatavischenRepublik an den Texel zu begeben, wo er inmitten der geringen Kräfte und widerstrebe»'den Elemente eine beispiellose Thätigkeit entwickelte. Als im Herbste >798 Abercrombicmit ungefähr 15999 M. im Helder landete und Nordholland überzog, hatte B- so wenigeMittel, daß er sich anfangs zurückziehen mußte; aber kaum waren ihm einige Verstärkungenzugesandt worden, so griff er zu seinem gewohnten Verfahren und trieb die Engländer mitdem Bayonnet aus ihren Positionen. Am > 9. Sept. schlug er die Engländer und Russenvollkommen in der Schlacht bei Bergen, und am >8. Oct. und an den folgenden Tagenbrachte er es dahin, daß ihm nach einer Reihe von Gefechten die Verbündeten das hvlländ.Gebiet überlassen mußten und daß das ganze Unternehmen mit der Kapitulation des Herzogsvon Dork zu Alkmaar endete. Nach dem 18. Brumaire wurde er von Bonaparte in dieVendee geschickt, um im Vereine mit Hedouville den Bürgerkrieg zu beenden, und in derThat gelang es, an den Ufern der Loire die Ordnung und den Frieden herzustellen. Hieraufward er am >3. Aug. 1899 zum Obergeneral der ital. Armee ernannt. Der Waffenstillstand'und die zu Luneville angeknüpften Unterhandlungen verhinderten die wiederholten Aufständein den ital. Staaten nicht, und B. mußte mit Nachdruck die Jnsurrection Niederhalten; ervertrieb den toscan. Militaircommandanten Somariva aus Etrurien, besetzte dem zufolgeFlorenz, Toscana, Livorno und nahm Arezzo mit Sturm. Nach dem Waffenstillstände ginger im Dec. über den Mincio, warf die Östreichcr zurück, folgte denselben am >. Jan. >891über die Etsch, Alpone, Fraffena und Brenta, besetzte Vincenza und Roveredo und schloßeinige Stunden vor Venedig, zu Trcviso, mit dem östr. General Bellegardc einen neuenWaffenstillstand, dem der Friede zu Luneville folgte. Nach dem Frieden von Amiens im I.>893 sandte ihn Bonapartc als franz. Gesandten an die Pforte, wo ihn SelimIII. mitgroßer Auszeichnung empfing. B. schlug die engl. Politik aus dem Felde, kehrte aber beimEintritte neuer Spaltungen unter den Cabineten nach Frankreich zurück, wo er unterdessen>894 zum Reichsmarschall war erhoben worden. Im I. >896 ernannte ihn der Kaiser zumGeneralgouverneur der Hansestädte und zum Heerführer der Truppen in Schwedisch-Pom-mern; als solcher hatte er eine Unterredung mit Bernadotte, in welcher ihn dieser zur Partei-nahme für Ludwig XVII l. bewegen wollte. Obwol B. den Antrag zurückwies, rief ihn dochNapoleon ab und ließ ihm seine Ungnade dadurch fühlen, daß er ihn nicht mehr anstellte.Von Andern wird jedoch behauptet, daß sich B. diese Ungnade dadurch zugezogen habe, weiler als Gouverneur der Hansestädte den Bestechungen der Schmuggler zugänglich gewesen.Zm J. >814 erklärte sich B. für Ludwig XVIII., aber auch dieser berücksichtigte ihn nicht;darum schloß er sich >815 sogleich an den rückkehrenden Kaiser an, und dieser erhob ihn zumPair, machte ihn zum Commandeur der achten Militairdivision und ertheilte ihm den Ober-befehl über das Heer im südlichen Frankreich. Nach der Rückkehr der Bourbons zögerte B.lange, ehe er sich unterwarf und Toulon, das er besetzt hielt, dem Könige übergab. Er hattewährend seines Oberbefehls die königliche Partei kräftig darniedergehalten und sich dadurch ver-haßt gemacht. Als er sich im Aug. >815 von Toulon nach Paris begeben wollte, wurde erbei Avignon vom aufgereizten Pöbel erkannt und zurück in die Stadt geführt. Man hielt ihnnoch dazu fälschlich für den Mörder der Prinzessin Lamballe und die wüthendc Menge fodcrtesein Leben. Vergebens vertheidigten mehre Stunden der Präfcct und der Maire mit eigenerLebensgefahr das Zimmer eines Gasthofs, in welchem sich B. mit seinen Adjutanten ein-geschlossm hatte; mehre Männer drangen endlich ein, und B. wurde, ohne daß er sich zu ver-teidigen Zeit hatte, durch Pistolenschüsse niedergestreckt, der gemishandelte und entstellteKörper aber durch die Straßen geschleift und von der Brücke in die Rhone gestürzt. Gewißhatte B. dieses Schicksal an seinem Vaterlande nicht verdient. Um so empörender war es, daßdie Behörden dem lügenhaften Gerüchte von einem Selbstmorde B.'s nicht nur nicht wi-dersprachen, sondern sogar seiner Witwe jede Genugthuung und Untersuchung der schänd-lichen Thal verweigerten.
Rrunehilde, die Gemahlin Siegbert's, Königs von Australien seit 561, eine Toch-ter des westgothischen Königs Athanagild, zeigte namentlich bei ihren Bestrebungen, dieMacht der austrasischen Großen zu beugen, große Klugheit und Kühnheit, aber zugleich
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