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Brundusium
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gaben des Apollomus Nhodius (Strasb. 17 80), des Aristophanes (3 Bde., Strasb. 1781—.83), der „Uoetae xnomici" (Strasb. 178-1), des Virgilius (Strasb. 1785) und desSo-phokles (2 Bde. in 3. und 4 Bde. in 8 ., Strasb. 1786; 3 Bde., 1789), welche letztere ihmeine königliche Pension von 2000 Francs erwarb und in der Kritik der Tragiker eine neuePeriode begründete. Um diese Zeit unterbrach die franz. Revolution seine Studien. MitFeuer ergriff er die neuen Ideen und war eins der ersten Mitglieder der Volksgesellschast inStrasburg, ohne sich jedoch von den Grundsätzen einer anständigen Mäßigung zu entfernen.Während der Schreckenszeit wurde auch er verhaftet, nach Besancon in das Gefängniß ge»bracht und erst nach Robespierre's Sturze wieder freigegeben. Durch die Revolution warenseine Einkünfte so geschmälert worden, dass er sich genöthigt sah, wie schon vorher einen Theil,so 1801 den Rest seiner kostbaren Bibliothek zu verkaufen, die er früher in glänzenden Ver-mögensumständen mit leidenschaftlicher Liebe gesammelt hatte. Der Schmerz über diesenVerlust trieb ihm Thränen in die Augen, wenn von einem griech. Schriftsteller gesprochenwurde. Auch entsagte er von dieser Zeit an gänzlich der griech. Literatur und wendete sichden röm. Dichtern zu. Schon 1788 hatte er die zweite zweibrücker Ausgabe des Plautusbearbeitet; 1797 erschien von ihm der Terentius; eine neue Bearbeitung des Plautus warvollendet, als er am 12. Juni 1803 starb. Die nachgelassenen Papiere B.'s bewahrt diekönigliche Bibliothek zu ParisBrundusium, s. Brindisi.
Brune (Guillaume Marie Anne), franz. Reichsmarschall, der Sohn eines Advocatenzu Brives-la-Gaillarde, geb. am 13. März 1763, hat einen großen Antheil an dem Waffen-ruhme der Republik und verdankt die Entwickelung seiner ausgezeichneten militairischenTalente einzig der Revolution. Er lebte bis 17112 als Buchdrucker zu Paris, beschäftigtesich aber schon in jener Zeit nicht ohne Glück mit den schönen Wissenschaften und der Politik.Seine Bildung brachte ihn sehr bald bei den Revolutionsmännern in Ansehen. Er war Mit-glied des Clubs der Cordeliers, verkehrte mit Danton und nahm überhaupt an den Debat-ten der politischen Bewegung mannichfachen Antheil, sodaß er von der Republik als Civil-commifsar 1793 nach Belgien gesandt wurde. Sein entschieden kriegerischer Hang führte ihnindessen bald zur Revolutionsarmee der Gironde, wo er schnell stieg und durch außerordent-liche Tapferkeit und musterhaftes Betragen sich die Zuneigung und Achtung der Armeeerwarb. Mit Barras schlug er am 5. Oct. 1795 in Paris den Angriff der Jakobiner aufdie Truppen in der Straße Echelle zurück. Im I. 1797 war er schon ,Brigadier unter Bo-naparte's Oberbefehl in Italien und verrichtete hier bei dem Angriffe der Östreicher aufVeronaeine glänzende Waffenthat, indem er sich an der Spitze einiger Grenadierregimenter auf dieArtillerie der Feinde warf und dieselbe mit dem Bayonnet nahm. Sieben Kugeln waren andiesem Tage durch seine Kleider gegangen, und Napoleon bewunderte laut das Glück und denMuth des tapfern B, Als im folgenden Jahre die Zerwürfnisse in der Schwei; ausbrachen,wurde er vom Directorium an der Spitze einiger Truppen nach Bern und Freiburg gesandt.Zwar hatte er allenthalben mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, allein sein Weg war den-noch ein ununterbrochener Sieg. Bern ergab sich nach einem vierzehnstündigen Kampfe; denberüchtigten, mit Batterien vertheidigten Paß von Guime ließ er mit dem Bayonnet nehmenund eroberte dabei die ganze Artillerie und die Fahnen des Feindes. Seinem militairischenRuhme fügte er noch daS Verdienst hinzu, daß er die strengen Befehle des Directoriums mitMilde und Menschlichkeit zu deuten wagte. Noch waren indeß die Unruhen in der Schweiznicht gestillt, als B. vom Directorium nach Mailand geschickt wurde, um in Italien denMilitairbefehl über die von den franz. Waffen unterworfenen Länderstrecken zu übernehmen.Seine Thätigkeit war hier ebenso friedlich als segensreich. Er stellte die Ordnung undMannszucht unter den übermüthigen und ausgeartetcn Truppen her, sicherte denselben durcheine geregelte Vertheilung der Lebensmittel den Unterhalt und that Alles, um das dem Auf-ruhrs preisgegebene Land zu beruhigen. Der Hof von Turin ließ damals ganze Massenjener Unglücklichen niederschießen, die sich bei der Annäherung der Franzosen gegen die Negie-rung erklärt hatten. B. schritt bei diesen Metzeleien ein, bewog den König von Sardinienzu einer allgemeinen Amnestie und leitete den kurzen Friedensschluß mit der Republik ein,zufolge dessen die Franzosen die Citadelle von Turin erhielten. Als England sich gegen
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