wird in eine» gewöhnlichen verwandelt, wenn man Zahler und Nenner mit dem Pr»,ducte der Nenner der in beiden verkommenden Brüche oder mit dem Nenner des in einemvon beiden vorkommendcn Bruchs multiplicirt. Demnach sind die angegebenen Brüche derReihe nach einerlei mit folgenden gewöhnlichen oder einfachen Brüchen:
'^5. Eine eigcnthümlichc Art Brüche sind endlich noch die Ketten brüch e (s. d.).
Bruch nennt man in der Mcdicin sowol das widernatürlicheHervortrctcn eines Einge-weides aus irgend einer der geschlossenen Höhlen des thicrischcn Körpers durch eine anomaleÖffnung in eine andere natürliche oder ncugebildcte Höhle, sodaß cs stets von den allgemei-nen Bedeckungen umschlossen bleibt (Eingeweidebruch), als auch die Verletzung desZusammenhangs der Knochen (Knochenbruch). Die Eingeweidebrüchc (klernia)stellen weiche, mehr oder weniger elastische, gewöhnlich schmerzlose Geschwülste dar, welche,wenn sic äußerlich sind, von der unveränderten Haut bedeckt werden. Sie bestehen aus denäußern Integumenten, gewöhnlich, aber doch nicht immer, aus der vorgetriebenen und sack-förmig ausgedehnten serösen Membran, welche die Höhle des Organs auskleidcte (Bruch-sack) und endlich aus dem verlagerten Organe, welches durch eine Öffnung der Höhlenwan-dung (Bruchpforte oder Bruch ring) hervortrat. Solange der Zurücktritt des Vorge-lagerten aus dem Bruche durch Druck u. s. w. in die normale Höhle möglich ist, nennt manden Bruch bcw eglich, ist der Zurücktritt aufgehoben, unbeweglich; ist die Bruchpsortezu eng für das durchtretende Organ und schnürt dasselbe ein, so entsteht der eingeklemmteBruch. An jeder der drei großen Höhlen kommen Brüche vor, und man unterscheidetdarnach Kopf-, Brust- und Unterleibsbrüche. Bei den Kopfbrüchen treten das Gehirn,bei den Brustbrüchen die Lungen, bei denUnterleibsbrüchen die Eingeweide desUnterleibs vor, doch sind letztere die häufigsten und unter ihnen die Leistenbrüche (Iler-niae inguinales), Schcnkclbrü che (kk. criiraies) und Nabel brüch c (kl. unilnlicales)die bekanntesten. Bisweilen ist nur ein Eingeweide ganz oder thcilweise im Bruch enthalten,bisweilen sind cs aber auch mehre; am häufigsten findet man jedoch das Netz und den Darmentweder allein oder beide zusammen darin. Ein Darmbruch (II. intestinalis, Lutero-cele) kann an allen Stellen des Unterleibes Vorkommen und enthält am häufigsten einenTheil des Dünndarms; mit ihm sind sters mehr oder weniger bedeutende Störungen in derDarmexcrction vorhanden, welche ganz aufhört, sobald das Darmstück eingeklemm t ist.Da in diesem Falle das Darmstück sich entzündet und brandig wird, so kann der Tod, wennnicht schnell zweckmäßige Hülfe kommt, in wenigen Stunden erfolgen, oder es entsteht imgünstigem Falle ein Durchbruch der brandigen Partie und eine Kothsistcl. Der Netz bruch(kl. „mentalis, Lpiplocele) hat einen Theil des Netzes zum Inhalt, ist weniger empfindlichals der Darmbruch und weniger von Störungen der Darmexcrction begleitet. Bei demDarmnctzbruche finden sich Darm und Netz gleichzeitig im Bruche und die Zeichen beidervereinigt. In Bezug auf die ätiologischen Verhältnisse sind die Brüche entweder angeborenoder erworben. Die Erwerbung der Brüche begünstigt Alles,.was den Widerstand dcrHöh-lenwände zu vermindern oder die Expulsivkraft der Organe zu vermehren im Stande ist; sogeben schlcchkverheiltc Wunden, häufige Schwangerschaften, Wassersucht, häufig wiederhol-tes Herabdrängen des Zwerchfells beim Stuhlgang, Aufheben von Lasten, Reiten, Sprin-gen, Schreien, Husten, Blasen u.s.w.gewöhnlich zu denUnterleibsbrüchen Veranlassung diesich häufiger bei Männern als bei Frauen finden; dagegen leiden die Frauen häufiger anSchcnkelbrüchcn, während wieder bei den Männern die Leistenbrüchc am meisten Vorkom-men. Im Allgemeinen sind die Brüche immer schlimme Krankheitszustände, welche stetsmehr oder weniger die Functionen des verlagerten Theils sowie die freie Thätigkcit des In-dividuums hindern und durch die Möglichkeit der Einklemmung das Leben des Kranken ge-fährden. Die Behandlung hat zunächst daraus zu sehen, daß zumal, wo erbliche Anlage oderschon früher ein Bruch vorhanden war, durch Beseitigung dcrUrsachcn das Zustandekommendesselben gehindert werde. Ist es aber einmal zum Bruch gekommen, so muß das verlagerteOrgan so zeitig und vollständig wie möglich in seine normale Lage zurückgeführt werden^was man Reposition nennt. Gelingt die Reposition nicht, weil der Bruch unbeweglich odertingeklemmt ist, so muß man zur Vruchoperation oder dem Bruchschnitt (kkerni„-