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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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Brown (Rob.)

hinterlassencn Familie an. Der üble Nuf, in welchem V. in seinem Vaterlande stand, seineFeindschaft mit Cullcn, Monro, Duncan n. A., von deren Urthcil das ärztliche Publicunigeleitet wurde, seine unordentliche Lebensart, die Verworrenheit seines Stils, sowie dasschwerfällige Latein seiner ersten Schrift erschwerten seinem Systeme, dem Brownis-mus (s. Errcgungstheori c) den Eingang wenigstens bei den gebildeten Ärzten Eng.lands, und seine Anhänger bestanden größtentheils nur aus seinen eigenen Schülern. MehrVerbreitung gewann dasselbe außerhalb Englands, namentlich in Italien. In Deutschlandward es zuerst durch Weickard, seit 1791, seinem ganzen Umfange nach bekannt; doch er-regte es auch hier den Kampf zwischen den Brownianern und ihren Gegnern, welcher in derFolge auf eine Art geführt wurde, die der Wissenschaft weder Ehre noch Gewinn brachte.—Sein Sohn, Will. Cullcn B-, gab des Vaters Werke mit dessen Biographie heraus, i(3 Bde., Land. 1804).

Brown (Nob.), der Stifter einer religiösen Sekte, der Brownisten, die wegender seit 1573 eintrctenden strengem Maßregeln gegen die Puritaner von der Hochkirche sich >

ausschied, war um > 550 zu Northampton geboren und auf der Universität zu Cambridge -

gebildet. Im 1.15 81 trat er in Norwich, wo die Holländer eine Anabaptistcngemcinde hat- ,tcn, als Prediger auf und gewann unter Mitwirkung des Schulmeisters Rich. Harrison nichtunbeträchtlichen Anhang. Seine stürmischen Angriffe galten der bischöflichen Kirche ebenso- ,wol als den Presbyterianern, denn obgleich er mit den letzter« in der Lehre übereinstimmte, >so verwarf er doch ihre Synodal- und Prcsbyterialvcrfaffung als unapostolisch. Nach seiner ^Idee sollte jede einzelne Gemeinde eine für sich bestehende Gesellschaft oder Congregation (da-her der Name Congregationalisten) bilden und unabhängig von allen andern sichselbst regieren. Diese Selbstrcgierung war, da er allen Gemcindeglicdern gleiches Recht undgleiche Gewalt beilegte, nur durch Beschlüsse nach Stimmenmehrheit möglich. Nach dem-selben Modus wurde der Geistliche jeder Gemeinde frei erwählt und nach Gutdünken wiederentlassen, überdies auch nicht ausschließlich mit dem öffentlichen Lehramtc betraut, denn alleBrüder durften weissagen. In liturgischer Beziehung erklärte er sich gegen alle Gebetsfor- jmein, gegen die gangbare Form der Sacramentsverwaltung sowie gegen den kirchlichen Actder Trauung. Wegen ungcmcsscncr Polemik verhaftet, wurde er auf Verwendung seinesVerwandten, des Lordschatzmeisters Cecil, wieder frcigegcben und setzte nun zuerst zu Mid-delburg in Seeland, wo er eine Gemeinde gründete und eine Schrift über schnelle Reforma-tion (Middelb. 1582) herausgab, später wieder in England sein leidenschaftliches Treibenso lange fort, bis er vom Bischof von Pcterborough in den Bann gethan ward. Jetzt unter-warf er sich wenigstens äußerlich der Hochkirche und erhielt eine Pfarre, deren Einkünfte crjedoch nur zu einem lockern, ausschweifenden Wandel benutzte. Noch im 80. Lebensjahrewar er so heftig, daß er einen Steuerbeamtcn prügelte und ins Gefängniß gebracht werdenmußte, wo er 1630 starb. Seine Anhänger, die sich unter ihrem zweiten Obcrhaupte, demRechtsgelehrten Henry Barrowe (daher auch Barrowisten genannt), eher vermehrten alsverminderten, wurden endlich durch harte Maßregeln gezwungen, größtentheils nach Hol-land zu flüchten und in Amsterdam, Middelburg und Leyden sich niedcrzulaffen. Hier war cs,wo sie John Robinson, gcst. 1626, als Vorsteher ihrer Gemeinde zu Leyden, an gemäßigtereGrundsätze gewöhnte und zu der auch politisch wichtig gewordenen Gemeinde der Inde-pendenten umbildete. (S. Cromwcll.) Um 1 643 gingen sie dann theils nach Englandzurück, theils nach Nordamerika. Die heutigen Independenten unterscheiden sich von denandern protestantischen Parteien nur durch Verwerfung jeder Glaubcnsformel und dadurch,daß sie ihre Prediger nicht ordinircn lassen. — Nicht zu verwechseln ist B. mit Th ounasBrown e, dem Verfasser einer deistisch gefärbten „Ideligin me<Iic>", der 1682 starb.

Brown (Rob.), der unter den jetztlebendcnBotanikern einen hervorragenden, wo nichtden ersten Platz einnimmt, indem cr in allen Theilen seiner Wissenschaft mit ebenso unermüd-lichem Fleiße als glänzendem Erfolge seit seinem 20. Lebensjahre gearbeitet, ist >781 ge-borcn. Von Sir Joseph Banks empfohlen, erhielt er die Ernennung als Botaniker der Ex-pedition, welche 1801 unter Befehl des Capitain Flinders zur Erforschung eines Theils derKüste von Neuholland von der brit. Negierung abgeschickt wurde. Flinders wurde vom Un-glück verfolgt, mußte wegen des unbrauchbaren Zustandes seines Schiffs nach Europa zu-