Druckschrift 
2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
Seite
688
Einzelbild herunterladen
 

688 Bromrer Bronzino

Brouner (Franz st'aver), deutscher Jdyllendichter, geb. am 23. Dec. 1 758 zu Hoch,städt an der Donau, wo sein Vater als Knecht in einer Ziegelbrennerei diente, genoß zunächsteinen sorgfältigen Unterricht durch den Cantor des Orts, der das Talent des Knaben für denGesang bemerkt hatte, und kam dann als Chorknabe in das Jcsnitencollegium nach Dillin.gen. Nach beendigten Schuljahren wurde er Benedictinermönch in Donauwörth und erhieltals solcher den Namen Bonifaz. Von jetzt an widmete er sich mit dem größten Eifer demStudium der Physik, Mathematik und Philosophie, der Musik und Poesie und dichtete be-sonders Schäferspiele und Fischeridyllen. Da ihm aber das Klosterlebcn nicht gefiel, so ent-floh er und kam unter dem Namen Johann Winfried 17 84 nach Basel und dann nach Zürich,wo er durch Füßli's Verwendung als Notensetzer in einer Druckerei Anstellung erhielt. InZürich gab er nicht nurseine „Fischergcdichte und -Erzählungen" (3 Bde., Zür. 1787—94),die Sal. Geßner mit einer Vorrede begleitete, sondern auch seine „Lebensbeschreibung" her-aus (3Bde., Zür. 1795—97). Inzwischen ließ er sich doch wieder bewegen, nach Augsburgin ein Kloster zurückzukehren. Aber man hielt nicht, was man ihm versprochen; er ergriffdaher zum zweiten Male die Flucht und wurde von seinen sthweiz. Freunden auch gern wie-der ausgenommen und sehr bald als Lehrer an der Cantonschule zu Aarau angestellt.Während der Revolution ging er nach Frankreich, und 1819 folgte er einem Rufe als Pro-fessor nach Kasan. Im Herbste 1817 kehrte er indeß nach Aarau zurück, wo er 1830 Rc-gicrungssecretair und Archivar wurde und noch gegenwärtig lebt. In Aarau gab er außerder „Abenteuerlichen Geschichte Herzog Werner's von Urslingen" (Aarau 1828), einem,Ausführlichen Rechenbuche" (Aarau 1829) und der „Anleitung, Archive und Registra-turen nach leicht faßlichen Grundsätzen einzurichten" (Aarau 1832) auch die „Lustfahrten»ns Jdyllcnland" (2 Bdchen., Aarau 1833) heraus, welche gemüthliche Erzählungen undneue Fischergedichte enthalten.

Bronze nennt man eine mehr oder weniger graugelbe, zu Gußarbeiten geeigneteMetallmischung von Kupfer und Zinn, oder auch von Kupfer, Zinn und Wismuth, die mitder Zeit an der Luft durch Oxydation eine grünliche Farbe annimmt. Bronzen nennt manauch solche Gegenstände, welche aus bronzeähnlichcn Metallmischungen gegossen und nachherim Feuer vergoldet sind. Endlich versteht man unter Bronze ein feingeriebencs Pulver,welches, auf Holz, Stein, Gyps oder Metall aufgetragen, demselben ein bronzeartiges An-sehen gibt, und unterBrorniren die Kunst, Bildsäulen, Büsten und andern Gegenständeneinen solchen bronzeartigen Überzug zu geben. Dieser Überzug besteht entweder aus einem zuPulver geriebenen Metalle, z. B. Kupfer, oder Kupfer und Messing, oder ähnlichen gold-farbigen Metallmischungen, aus Musiv- oder echtem Golde. Noch besser ist es, wenn mandieses Metall aus einer seiner Auflösungen regulinisch niederschlägt. Das Bronziren desHolzes und Eisens erfodert eigene Vorrichtungen. Das Holz muß polirt, mit einem mitLampenruß versetzten Firnisse überzogen und durch eine Farbe, die aus Berlinerblau, Schütt-gelb, Umbererde, Lampenruß und Pfeifenthon besteht, Grund erhalten haben; das Eisentaucht man zuvor in eine Auflösung von schwefelsaurem Kupfer, wodurch dasselbe mit Ku-pfer überzogen wird. Die ersten vollkommenen Arbeiten in Bronze lieferte Paris, und auchnoch gegenwärtig haben die pariser Bronzearbeiten den Vorzug vor allen übrigen; ihnen zu-nächst stehen die wiener; doch auch Berlin, Leipzig und andere Orte liefern jetzt gute Bronzear-beiten. Vgl. d'Arcet's „Die Kunst derBronzcvergoldung" (deutsch Franks. 1823). — BeiderArtillerie wird unter Bronze das Stückmetall verstanden, woraus die metallnen Geschützegegossen werden. Die Composition pflegt aus 90 Procent Kupfer und 10 Procent Zinnzu bestehen. Mehr Zinn macht die Masse zu spröde, weniger Zinn läßt sie zu weich. Auchdie Radebüchsen werden in den meisten Artillerien von Bronze gemacht, wobei aber derZinnanthcil 16 Procent beträgt, und diese Mischung heißt Hartguß. Wegen des hohenPreises der Bronze werden manche Geschützarten auch von Eisen gegossen, besonders für denDienst in den Festungen und zur See, ja die schweb. Artillerie führt sogar eiserne Feld-geschütze und kein einziges von Bronze. Bei den Franzosen werden alle Geschütze mit Aus-nahme der Schiffskanoncn von Bronze gegossen.

Bronzino (Angela), ein Maler der florentin. Schule, um die Mitte des 16 . Jahrh-,gehört zwar zu den talentvollern Nachahmern des Michel Angela, erscheint jedoch in seinen

h

!

ti

S

s

ci

s

d

b

st

a

n

L

ii

('

?

ii

u

F

r

di

r

sc

„

ft

dl

de

A

ll!

hi

di

sa

ro

M

S

A

sti

N

<!,

ar

s°'

er!

M

de

m