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dliistoire naturelle" eine Menge sehr wichtiger Aussätze niedergelegt. Kaum 20 Jahre alt,ergriff er das Studium vorweltlicher Pflanzen mit besonderer Vorliebe, wußte sich großeVorräthe zu verschaffen und gab schon I82l einen Versuch ihrer Classification heraus, demer einen „krodrome d'une distoire Oes vegetaux fossiles" (Par. 1828) folgen ließ. SeinHauptwerk ist die auf 24 Lieferungen mit 160 Kupfern berechnete, noch nicht beendete„Uistoire Oes vegetaux fossiles, ou reckercilss botaoiynes et geologiquss sur les vege-tsux renscrmes dsns les diverses couclres du globe" (Lief. I —15, Par. 1828—42),worin er eine systematische Zusammenstellung aller ihm bekannt gewordenen Arten und seine, Ansichten über ihre Aufeinanderfolge in vorweltlichen Perioden lieferte. Er stellte Verglei-chungen dieser untergegangenen Formen mit den jetztlebenden an und zog hieraus mancheauf die Physische Geschichte der Erde gerichtete Folgerungen. Als Pflanzenphysiolog lieferteer gründliche Untersuchungen über die Oberhaut der Pflanzen, über die Molcculen im Pol-lenkorne (Blutenstäube), deren selbständige Bewegung R. Brown entdeckt hatte, und diedaher von B. für Jnfusionsthiere, den Spermatozoen der Thiere analog erklärt wurden,was einen Streit mit Raspail veranlaßte. Auch als Phytograph war er thätig, indem ermehre Monographien, unter Anderm eine Classification der Pilze (Par. 1825) herausgab.
Bronikowski (Alex. Aug. Ferd. von Opeln-), bekannt als deutscher Roman-schriftsteller, geb. zu Dresden am 28. Febr. 1783, der Sohn eines aus Polen stammendenGeneraladjutanten des Kurfürsten, trat zuerst in preuß. Dienste, nahm jedoch, in Breslau1807 gefangen, seine Entlassung und lebte nun abwechselnd zu Breslau, Prag und Dres-den. Im I. 1812 trat er in poln. Dienste, wurde Major der Eardeulanen und kamzum Generalstabe des Marschalls Herzogs von Belluno. Nach beendigtem Kriege lebte er,auch nachdem er als Major seinen Abschied erhalten, in Warschau, bis er sich 1823 nachDresden wendete. Von 1830—32 war er in Halberstadt, dann wieder in Dresden, wo eram21.Jan. 1834 starb. Erst in seinem42.Lebensjahre trat er nothgedrungen als Schrift-> steiler auf und entwickelte sehr bald eine außerordentliche Fruchtbarkeit. Da er sich aber beiseiner Lebensweise, nach Art der Genies, gleich vom Anfänge an genöthigt sah, seine Thä-tigkeit förmlich zu verkaufen und gefangen zu geben, so konnte es bei ihm zu keiner beson-nenen gründlichen Production kommen. Seine Romane bezeugen die Flüchtigkeit, mit wel-cher er schrieb; er dehnte den Stoff in die Breite, statt ihn, Hähern künstlerischen Gesetzenfolgend, zusammenzudrängen und zu begrenzen; er wählte im Stofflichen, statt sich in eineGedankensphäre zu erheben, obgleich es an breiten Reflexionen in seinen Romanen nichtfehlt. Doch mögen gerade diese Eigenschaften dazu beigetragen haben, seinen Romanen,Novellen und Erzählungen, denen es keineswegs an Talent, Interesse und geschickter An-ordnung fehlt, das große Publicum zu verschaffen, dessen sie sich eine Zeit lang zu erfreuenhatten. Vorzugsweise wählte er Stoffe aus der poln. Geschichte, so in seinen Romanen„Hippolyt Boratynski" (4 Bde., Dresd. 1825—26), „Olgierd und Olga oder Polen imU. Jahrh." (5 Bde.; 2. Aufl., Dresd. 1832), „Polen im 17. Jahrh. oder Johannes III.Sobieski und sein Hof" (5 Bde., Dresd. 1829) und „Die Frauen Koniecpolski" (4 Bde.,Dresd. 1833—35). Auch schrieb er eine „Geschichte Polens" (4 Bde., Dresd. 1827).Die erste Sammlung seiner „Schriften" umfaßt 21 Bände (Dresd. 1825—35) und seine„Sammlung neuer Schriften" 28 Bände (Halberst. und Lpz. 1829—34).
Bronkhorst (Peter van), ein holländ. Maler, geb. 1588 in Delft, stellte sehr ge-lungene Perspectiven von Tempeln und Kirchen dar und belebte diese durch kleine, schön ge-arbeitete Figuren. Auf dem Rathhause seiner Vaterstadt befindet sich von ihm das Urtheildes Salomo, ein vorzügliches Gemälde. Er starb 1661. — Jan van B., gleichfalls ein be-rühmter Maler, geb. 1648 in Leyden, war Pastctenbäcker und trieb die Malerei, welche erohne irgend eine Unterweisung erlernte, blos zu seinem Vergnügen, brachte es aber durch seinGenie zu einem hohen Grade von Vollendung. Er malte vorzugsweise Thiere und mit be-sonderm Fleiße Vögel, bei denen er vorzüglich das Leichte und Glänzende der Federn sehrtäuschend drrzustellen wußte. Er starb zu Hoorn 1726. — Ein andererJan van B., geb.zu Utrecht 1603, gest. um 1680, ist besonders als Glasmaler berühmt; schätzbare Glas-malereien von ihm befinden sich in der Nieuwe Kerle zu Amsterdam. Auch hat er MehreSnach Poelemburg gestochen.