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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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Broihan Bröndsted 685

! chungsrecht zur See, zum Zwecke der Vernichtung des Sklavenhandels; auch präsidirte eram 9. März 1842 einer zu Paris gehaltenen Abolitionistenversammlung. Seit 1836 warder wiederholt, zuletzt noch im J. 1840, für Bildung eines Ministeriums in Anspruch ge-nommen, lehnte aber stets diese Anträge ab. Gegenüber der einseitig negativen und hem-menden Politik der Doctrinaires, entfernte er sich in den letzten Jahren von Euizot und sei-nen frühern Meinungsgenossen und schien mehr zu Thiers oder selbst zu den Ansichten O.Barrot's Hinzuneigen. B. besitzt ausgezeichnete Kenntnisse im ganzen Gebiete der Staats-wirthschaft, ist ein gewandterRedner und weiß sogleich) wie wenige andere Geschäftsmänner,i in die Sache einzudringen. WieManches auch die wechselnden Parteien desTags an seinerpolitischen Handlungsweise im Einzelnen mit Recht, oder Unrecht zu tadeln hatten, so> steht er doch geachtet und in seinem öffentlichen wie in seinem Privatleben vorwurfsfrei da.Broihan, s. Br ei Han.

Brom ist ein von einem Franzosen Balard 1826 entdeckter einfacher, allen seinenphysischen und chemischen Eigenschaften nach zwischen Chlor und Jod mitteninne stehenderStoff, welcher nicht nur im Meerwasser und in Seepflanzen, sowie in einigen Seethiercn(äantbiim violscea, Mcerschwamm) vorkommt, sondern auch in sehr vielen andern salzigenWässern, besonders den Salzsoolen von Schönebeck und Kreuznach, ja selbst in einigen Erzengefunden worden ist. Der Name ist vom griech. Lromos, d. h. Gestank, entlehnt, wegen desÜbeln Geruchs, den das Brom verbreitet. Es stellt bei gewöhnlicher Temperatur eine dunkel-rothe tropfbare Flüssigkeit dar, färbt die Haut stark gelb und wirkt giftig auf Thiere. Eshat ein specifisches Gewicht von 2,966, verflüchtigt sich leicht, bildet mit Sauerstoffund mitWasserstoff Säuren (Bromsäure und Bromwasserstoffsäure), die sich den entspre-chenden Chlor- oder Jodverbindungen analog verhalten, und geht auch mit andern einfachennichtmetallischen und metallischen Körpern sehr ähnliche Verbindungen wie Chlor und Jodein. Vgl. Löwig, „Das Brom und seine Verhältnisse" (Heidelb. 1829).

I Bromms, ein Beiname des Bacchus (s. d.).

Brömsebro, ein Dorf in der schweb. Hauptmannschaft Kalmar, ist historisch be-kannt durch den hier 1645 abgeschlossenen Frieden zwischen Dänemark und Schweden, inwelchem ersteres mehre Provinzen abtreten mußte. (S. Dänemark.)i Bronchitis nennt man die Entzündung der Schleimhaut, welche die Verzweigungender Luftröhre (Bronchien) auskleidet. Sie tritt entweder als einfacher Brustkatarrh oderals einfache Entzündung oder endlich als mit Ausschwitzung verbundene, sogenannte 8r»n-ciiitis muligns auf, wo sie stets mit der größten Gefahr verbunden ist. (S. Croup.)

Bröndsted (Peter Oluf), ein durch gründliche archäologisch-philologische Bildungausgezeichneter Mann, wurde am 17. Nov. 1781 zu Horsens in Jütland geboren, wo seinVater Prediger war, und fiudirte in Kopenhagen. Mit seinem Freunde Kors ging er 1806nach Paris und von hier nach zweijährigem Aufenthalte nach Italien, wo sich ihnen zurReise nach Griechenland im1.18 > 0 der Architekt Haller von Hallerstein aus Nürnberg,Linckh aus Würtemberg und von Stackelberg aus Esthland anschlossen, mit denen im Vereinsie hier, namentlich durch Ausgrabungen, Ausgezeichnetes für das Studium des classtschenAlterthums leisteten. Im I. 1813 nach Kopenhagen zurückgekehrt, ward er hier als Pro-fessor der griech. Philologie an der Universität angcstellt. Da er indeß glaubte, die Heraus-gabe des Werks, das die Ergebnisse seiner Untersuchungen darlegen sollte, in Dänemark nichtgehörig fördern zu können, so ernannte ihn die dän. Regierung zu ihrem Agenten am päpstli-chen Hofe, wohin er 1818 abging. Von Nom aus bereiste er in den 1.1820 und 1821 dieIonischen Inseln und Sicilicn und, nachdem er die artistischen Beilagen seines Werks hatteausführen lassen, mit Erlaubniß der dän. Negierung nach Paris, um hier den Druck beginnenzu lassen. Von Paris aus unternahm er 1826 eine Reise nach England; auch besuchte er>827 Dänemark, wo er zum Geh. Legationsrathe ernannt wurde. Im 1.1832 kehrte erwieder nach Kopenhagen zurück, wo er als Direktor des königlichen Antikencabinets uni>ordentlicher Professor der classtschen Philologie und Archäologie an der Universität einen an-gemessenen Wirkungskreis fand. In Folge eines unglücklichen Sturzes mit dem Pferde,starb er als Rector der Universität am 26. Juni 1842. Sein Hauptwerk sind die „Reisenund Untersuchungen in Griechenland, nebst Darstellung und Erklärung vieler neuentdeckten