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nachher in Bassano das Museum Zanuzzi's; auch schrieb er „»«Ile pisnt« ockariscre" undgeistvolle Briefe über Dante (>797; Mail. >835). Jm J. >891 ging er nach Brcsciq, wo' er am Lyccum den Lehrstuhl der Botanik und die Inspektion des botanischen Gartens über-nahm, zugleich mit dem Auftrag, ein Naturaliencabinet zu bilden. Von hier wurde er, nach,dem er seine mineralogische Schrift über die Minen von Mclla und Valtrompia (2 Bde.,Brescia >898) hatte erscheinen lassen, als Inspektor des Bcrgamts >899 nach Mailandberufen. Er begnügte sich mit einem geringen Einkommen, um seiner Forschbcgierde, dieihn zum Reisen trieb, in Freiheit nachzuhangen. Mit seinem College« Malacarne durch,wunderte er >819 die an Fossilien reiche Gegend der Valle di Fassa an der obern Etsch,worüber er auch schrieb (Mail. >8> l). Um für eine umfassende Ouclüologiir fossil« zusammeln, durch welche er die Urgeschichte des Erdballs aufzuhellen gedachte, unternahm ervon > 8 > I — l 3 fast unausgesetzt Reisen in die fossilienrcichcn Gegenden Italiens und schriebseine „f-'oncliilioIoAia fossile subaziemnna" (2 Bde., Mail. >8>4). Als >8>4 unter deröstr. Herrschaft das Bcrgamt, dem er seine Sammlungen überwiesen hatte, aufgelöst wurde,ging er wieder nach Rom und unternahm von hier aus neue Wanderungen und Forschun-gen, deren Resultate in zahlreichen Aufsätzen der „vibliotecs italianii" vorliegen; dem-nächst arbeitete er sein auch in philologisch-antiquarischer Hinsicht bcmerkcnswerthcs Buch„Oello ststo tisico clel siiolo cli Roma" (1829). In Mailand machte er >821 dieBekannt-schaft Forni's, der aus Kairo zurückgekommen, ihn für die Dienste des Vicekönigs von Ägyp- >ten gewann. Nachdem er am I. Dcc. >822 in Kairo angelangt, besuchte er die Wüste, denLibanon und >825 Kordofan. Auf dieser Reise ereilte ihn der Tod; er starb zu Kartoumam 23. Sept. >826. Seine Sammlungen, sammt seiner Bibliothek und >9999 Lire zurUnterhaltung eines Aufsehers hatte er schon > 822 testamentarisch seiner Vaterstadt vermacht. IBrocken, in der Volkssprache auch Blocksberg, heißt der in der standesherrlichenvreuß. Grafschaft Stolberg-Wernigerode gelegene höchste Gipfel des Harzgcbirgs, welcher3599 F. über dem Meere liegt und den Mittelpunkt einer Granitmasse bildet, die dasThonschiefcr- und Erauwackcngebirgc durchbrochen hat und das Brockeng cbirgc ge-nannt wird. Der Berg hat seinen Namen von den vielen großen Granitblöcken oder Bro-cken, welche auf der sanftgewölbten und mit Torferde bedeckten Kuppel verstreut sind undals Bruchstücke einer eingestürzten dereinst höhern pyramidalen Spitze des Gipfels crschei-nen. Die bedeutendsten Erhebungen des nordwärts jäh abfallenden und auf den andernSeiten mit den Plateaumasscn des Harzes mehr verwachsenen Brockengebirgs sind in dernächsten Umgebung der höchsten Kuppel folgende: nördlich die Brandklippen, östlich dieZeterklippen, der Kleine Brocken und die Heinrichshöhc und die Hohneklippen, südlich dieFeuerstein- und Schnarcherklippen, der Wormberg und die Achtcrmannshöhe, der Königs-berg und die Hirschhörner und westlich das Brockenfeld und die Abbensteiner Klippe. Diezahlreichen Bäche und Abflüsse der Bergmoore senden ihre Wasser entweder dem Elb- oderWesergebiete zu und sammeln sich in den Hauptadern der Radau, Ecker, Ilse, Holzemme,der Kalten und Warmen Bode und Oder. Von Elbingerode und Jlscnburg aus führenziemlich bequeme Fahrwege bis auf den Gipfel des Bergs; sie, wie noch mehre andere Fuß-und Saumwege, führen den Wanderer schon 4—599 F. unter dem Gipfel aus den kräf-tigsten Nadelholzwaldungen in die Region des Krummholzes, bis denn endlich auch dieZwerggestalten der Fichte verschwinden; indessen erstirbt die Pflanzenwelt bis zum höch-sten Punkte nicht. Der Botaniker findet dort außer verschiedenen Orchisarten das l-ickenislanckicum oder Brockenmoos, welches arme Leute hier zum Verkaufe sammeln, dieAnemone alpina oder Brockenblume u. s. w., und besonders die jetzt seltene Letula immi,welche man in einzelnen Exemplaren am Brocken in der Gegend des Langenwerks findet.
Die Atmosphäre umhüllt den Berg gewöhnlich mit Nebel- und Wolkenschichtcn, die ein fastbeständiger Luftzug hin und her peitscht, um die Phantasie vielfältig mit unheimlichen Bil-dern zu nähren, wie sie sich aussprechcn in den verschiedensten Volkssagen vom Hexentanzein der Walpurgisnacht, in den Namen Hexenbrunnen, Teufelskanzel u. s. w. Einen sell-samen Eindruck macht die Erscheinung des Brockengespenstes, das in weiter nichtsbesteht, als in den Schattenbildern von Haus und Menschen in einer östlichen Nebelwandzur Zeit detz Sonnenuntergangs. Bei heiterm Himmel genießt man eine entzückende Aus»