Battuccas Bauch 109
mungen Theil und namentlich machte er sich sehr verdient durch die Ncdaction der„lUemoi-ressurles clliinois" (14 Bde., Par. 1776—89,4.). Erwarb 1754 Mitglied der Akade-mie der Jnscriptionen, dann der stanz. Akademie und starb am 14. Juli 1789.
Battuecas (Las) heißen die beiden von hohen Gebirgen eingeschloffenen Thäler inder span. Landschaft Estremadura, 14 Stunden von Salamanca, die so tief liegen, daß siein den längsten Tagen von der Sonne nur vier Stunden lang beschienen werden und so un-gänzlich sind, daß man behauptet, das übrige Spanien habe Jahrhunderte lang nichts vonden Bewohnern derselben gewußt. Ein Karmeliterkloster wurde hier wenigstens schon 1559erbaut. Die Sage, daß diese Thäler erst im 16. Jahrh. von zwei Liebenden, die sich vor derVerfolgung ihrer Familie dahin geflüchtet, entdeckt worden seien, hat Frau von GenliSihrem Romane „1>es Uattuecas"^2 Bde., Par. 1816) zum Grunde gelegt.
Battus , ein Hirt, wurde von dem Mcrcur in einen Stein verwandelt, weil er eineidliches Versprechen, den Raub der Rinder des Apollon, welchen Mercur verübte und er ge-sehen hatte, zu verschweigen, nicht hielt, sondern diesem selbst, als er, ihn aus die Probe zustellen, in einer andern Gestalt erschien, gegen ein Geschenk verrieth. — Battus, derSohn des Theräers Polymnestus, gründete 631 v. Ehr. auf Veranlassung des delphischenOrakels Cyrcne in Afrika, wo er 40 Jahre als ein frommer und wohlthätiger Herrscherregierte. Nach seinem Tode ward er als Heros verehrt.
Batzen, eine Münze, sollen zuerst gegen Ende des 15. Jahrh. in Bern geprägt undnach dem Bär oder Bätz im Wappen dieses Cantons den Namen erhalten haben. Sie fan-den schnell ziemliche Verbreitung in der Schweiz und im südlichen Deutschland, werden aberschon seit langer Zeit nur noch im ersten Lande, und zwar in den verschiedenen Cantonennach verschiedenem Werthe geprägt. Nach dem Vierundzwanzig-Guldenfuße kommen 15Bähen auf den Gulden.
Bauch oder Unterleib (adclomsn) nennt man die größte der drei Eingeweidehöh-len des thierischen und menschlichen Körpers, welche den untern Theil des Stammes bildetund die Verdauungsorgane, Urin- und Geschlechtswerkzeuge enthält. Ihre vordere, seitlicheund zum großem Theil auch die Hintere Wand bilden die Bauchmuskeln; nach oben wirdsie durch das Zwerchfell von der Brusthöhle, getrennt und nach unten umschließt sie dasBecken oder geht in die Beckenhöhle über. Äußerlich unterscheidet man drei Hauptgegcn-den: Die Ob erb auch ge gen d (regio spiFsstrica), welche von den Knorpeln der sechsuntern Rippen begrenzt wird; ihre Mitte bildet die Herzgrube, ihre Seiten das rechte undlinke Hypochondrium. Die Mittelbauchgegend (regio mesogastrica) wird von denLendenwirbeln und Bauchmuskeln eingeschloffen; ihre Mitte bildet die Nabelgegend mitdem Nabel, an den Seiten liegen die Hüftgcgendcn und nach hinten die Lendengcgendenzu beiden Seiten. Die Unterbauchgegcnd (regio lypogastrics), welche von demBecken und den an dasselbe gehefteten Bauchmuskeln gebildet wird; den seitlichen unternTheil bilden die Leistengegenden, den Mittlern die Schamgegend, die untere Gegend derDamm (perinaeum) und den hintern Theil die Krcuzgcgcnd. Die Bauchhöhle ist beimWeibe größer als beim Manne, behufs der Empfängnis! und Austragung des Kindes;sie wird inwendig ausgekleidet durch das Bauchfell (peritoneum), welches einen ge-schloffenen, aus einer serösen Haut gebildeten Sack darstellt, die in der Bauchhöhlebefindlichen Organe überzieht und durch ihre Duplicaturen die Nehe und das Gekrösebildet, wodurch die Gedärme befestigt werden. Die Lagerung der Eingeweide in derBauchhöhle ist im Allgemeinen folgende: In der Mitte der Oberbauchgegcnd liegen derMagen, im rechten Hypochondrium die Leber, im linken die Milz; in der Nabelgegcnd dcrDünndarm, in der Hüft- und Lendengegend der Dickdarm und die Nieren in der Nähe derLendenwirbel; in der Unterbauchgegcnd inder Mitte die Blase und dahinter bei Frauen derUterus, sowie der Mastdarm auf dem Kreuzbein. — Die Bauchspeicheldrüse (pan-cress) heißt die 7—8 Zoll lange, hinter dem Magen in der Bauchhöhle liegende Drüsevon länglichplatter Gestalt, deren rechtes breiteres Ende der Kopf, deren linkes schmäleresEnde der Schwanz genannt wird. Ihr Zweck ist die Absonderung des BauchspeichclS(succus pancreaticus), einer klaren, wasserhellen, etwas klebrigen Flüssigkeit von der Con-sistenz des Mundspeichcls, welcher wahrscheinlich wie letzterer einen bedeutenden Anthcil an