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108 Batteriebaumaterialien Batteux
mit kurzen oder sogenannten Caronaden bewaffnet. Die Engländer waren die Ersten, welche1840 vor Beirut auch Bombenkanoncn auf dem obern Schiffsverdcck als Batterie auf-stellte». — Batterie nennt man endlich auch an einem Feuerschloß die verstählte Plattedes Pfanndeckels, an die sich der Stein reibt, um den zündenden Funken zu erzeugen.
Batteriebaumaterialien nennt man alles Material, welches zum Erbauen vonBelagernngs- oder Vertheidigungs-Batterien erfoderlich ist. Hierzu rechnet man: l) DieBinde- und Ankerweiden aus zähem Reisig gedreht, um die Faschinen damit zu umbinden,was indessen gegenwärtig fast überall mit Eiscndraht geschieht, und sie zu verankern, d. h.in einer festen Lage zu erhalten. 2) Pfähle aller Art, aus Tannen- oder Fichtenholz gespal-ten, um die Faschinen damit festzunageln oder Schanzkörbe und Hürden darüber zu flech-ten. 3) Faschinen oder lange, fest zusammengedrückte und gebundene Bündel von starkemReisig oder Knüppel, um die Brustwehren zu verkleiden, damit die Erde derselben nicht cin-stürzen kann. Gewöhnlich sind die Faschinen 16 F. lang und einen Huß dick und heißen dannBatteriefaschincn; dach gibt es auch kürzere von sechs bis acht Fuß Länge, welche im Innernder Brustwehr eingegraben werden, um die Battcriefaschinen daran zu befestigen oder zu ver-ankern, weshalb sie Änkcrfaschincn genannt werden. 4) Schanzkörbe oder runde vier Fuß hoheund zwei Fuß dicke Körbe, welche über Pfähle geflochten werden und ebenfalls zur Verkleidungder Brustwehren dienen. Kleinere Schanzkörbe, womit man die Sappen baut oder in denBresch- und Contrcbattcrien die Brustwehr erhöht, um die Mannschaft besser gegen dasfeindliche Schützcnfeuer zu decken, werden Sappenkörbe genannt; größere acht Fuß lange unddrei Fuß dicke, inwendig mit Wolle gefüllte Körbe, welche die Battcriearbeiter vor sich her-wälzen, um unter ihrem Schutz sicherer arbeiten zu können, heißen Rollkörbe. 5) Die Hürden,ein Flechtwcrk, womit der Hintere und zugleich untere Theil der Brustwehr oder das soge-nannte Knie bei allen gesenkten Batterien verkleidet wird, damit die Erde nicht nachfallenkann. Dieses Flechtwcrk erhält auch wol eine halbrunde Form, um cs um die hintern Eck-körbe der Schießscharten schlagen zu können, damit die Flamme aus den Geschützmündun-gen diese Körbe nicht versenge, und heißt dann ein Mantel. Zum Verkleiden der Brustwehrbedient man sich auch des Rasens in Stücken von einem Fuß ins Gevierte und vier Zoll dick,ja man erbaut sogar ganze Batterien von Nasen, wenn sie besondere Dauerhaftigkeit er-halten sollen. In Ermangelung fester Erde werden Säcke von grober Leinwand, eine Ellelang und acht Zoll dick, damit gefüllt, welche man Sandsäcke nennt. Zuweilen werden ganzeBrustwehren von Sandsäcken erbaut, oder man bildet auch wol Aufsätze daraus, hinterdenen Scharfschützen gestellt werden, welche dann zwischen je drei und drei pyramidalischaufgelegten Sandsäckcn wie aus einer Schießscharte feuern. Endlich gehören hierher 6) dieBettungen (s.d.)oder hölzernen Unterlagen für die in den Batterien aufgestellten Geschütze.
Batteriemagazine oder auch Pulverkammern nennt man in die Erde gegra-bene und mit Schanzkärben oder Bohlen verkleidete, bombenfeste Behälter zur Aufbewah-rung des täglichen Schießbedarfs für die Angriffs- oder Vertheidigungsbatterien, welchehinter und seitwärts derselben angelegt werden.
Batteriestücke hießen ehemals die in Batterien zusammengestelltcn schweren Feld-kanonen im Gegensatz zu den leichten, welche das Bataillonsgeschütz (s. d.) bildeten.
Batteur (Charles), einer der bekanntesten stanz. Ästhetiker, geb. 1715 zu Allend'huyin der Nähe von Rheims, machte seine Studien in dieser Stadt und ward daselbst in einemAlter von kaum 20 Jahren Professor der Rhetorik. Indessen vertauschte er bald RheimSmit Paris, wo er am College Lisieux eine Professur der Humaniora bekam. Hierauf ward erLehrer der griech. Philosophie am College royal und endlich Professor der Beredtsamkeit. Zndieser Stelle hat er eine große Wirksamkeit gehabt, und sein berühmtes „l'raitv <les Kesux-srts, reckuitsaunmeme principe" (Par. 1746; deutsch von A. Schlegel, Lpz. 1751; 3.Aufl.1769—70), das er mit seinem „Traite sur In construction oratoire" späterunter dem Titel„Oonrs <ie Keiles lettres, «u principes sbregös 6s la iitteratiire" (5 Bde., Par. 1765, mitSupplementen von Marmont, 3 Bde., 1800, deutsch vonNamler, 4 Bde., Lpz. 1753 fg.)vereinigte, war ein Ergebniß seiner Vorlesungen. Das Grundprincip,., auf das er die ganzeÄsthetik zurückführte, ist die Nachahmung der schönen Natur. Seine Übersetzung des Horazwar zu seiner Zeit sehr geschätzt. Außerdem hatte er an verschiedenen literarischen Unterneh-
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