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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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Batterie 107

und linien angelegt werden, da sie den Zweck haben, diese Linien der Länge nach zu bestreichen

tsch- und durch Ricoschet- oder Schleuderschüsse unsicher zu machen. 3) Die Enfilirbattcrien,

ala- welche die nämliche Lage und denselben Zweck wie die vorigen haben und sich nur dadurch

keil. von jenen unterscheiden, daß sie nicht blos einzelne Festungslinien, sondern ganze Fronten

mer der Länge nach bestreichen oder enfiliren sollen, weshalb sie mit starker Ladung schießen, wäh-

aus rend die Ricoschetbatterien sich nur schwacher Ladungen bedienen. 4) Die Wurfbatterien,

Das welche aus Mörsern und Haubitzen bestehen und den Zweck haben, das Innere einer bela-

eine gerten Festung oder auch einzelne Theile derselben durch indirectes Feuer (von oben) mit

eine, Bomben und Granaten zu überschütten. 5) Die Flügelbatterien, aus leichten Feld-malt geschützen bestehend und auf die Flügel der Laufgräben gestellt, um, wenn die Belagerten

Vgl. Ausfälle machen, diese mit Kartätschen zurückzuweisen. 6) Die Contrebatterien, welche

die Geschütze hinter den feindlichen Flanken zerstören sollen, zu dem Ende auf dem Kammden des Glacis angelegt und anit Kanonen der schwersten Gattung bewaffnet werden. 7) Die

mehr Breschebatterien, welche den feindlichen Wall öffnen oder in Bresche legen sollen, des-

asses halb am Rande des feindlichen Hauptgrabens angelegt und mit Kanonen des schwerstens du Kalibers, auch wol mit schweren achtzolligen Haubitzen besetzt werden,d ) Nach ihrer Bauart werden die Batterien in folgender Weise eingetheilt und benannt:

Ge- l) Horizontbatterien, deren Geschütze auf den Erdboden selbst (den Horizont) ge-

der stellt werden, auf dem alsdann die Brustwehr mit ihrer vollen Höhe aufgeschüttet wird,

zu- 2) GesenkteBatterien, bei denen die Geschütze 3—4 F. tief eingegraben werden und

Fk> die Brustwehr nur mit ihrer halben Höhe aufgeschüttet zu sein braucht, was die Arbeit sehr

oben abkürzt. 3) ErhöhteBatterien, wo die Geschütze auf einen künstlichen Aufwurf oder

und Damm gestellt sind, auf den alsdann die ganze Höhe der Brustwehr noch aufgesetzt wird,

Bk- weshalb deren Anlage höchst zeitraubend ist. 4)Laufgrabenbatterien, welche im

heißl Laufgraben selbst erbaut werden und wobei man dessen Wall benutzt, um die Brustwehr

Bat- dadurch zu verstärken; auch, wenn bei ihnen die Schießscharten vorn etwas erhöht sind, nach

jS'/i- ihrem ErfinderUnterberger'sche Batterien genannt. 5) Gebrochene Batterien,

end- auch en cremsilliere genannt, bei denen die Brustwehrlinie, die man auch wol Feuerlinie

schte, nennt, die Form einer Säge bekommt, angewendet auf Dämmen und zwar auf solchen,

der- welche keine parallele Lage zum feindlichen Festungswerk, vielmehr eine schräge haben, sodaß

digcn jedes einzelne Geschütz ebenfalls schräge stehen muß. 7) Bed eckte Batterien, sowol für

i en, Mörser als Rohrgeschütze, unter einer aus Balken erbauten bombenfesten, mit Faschinen

, und und Erde bedeckten Überdachung, die aber nur in ganz besondern Fällen beim Angriff einer

schafi Festung in Anwendung kommen. 8)SchwimmendeBatterien,auf einem Floß oder

r dm auf zwei verbundenen Schiffen erbaut, wie sie z, B. der stanz. Ingenieur d'Arcon (s. d.)

ldbat- erfand und 1782 bei der Belagerung von Gibraltar, jedoch mit wenig Erfolg, anwendete,er an Festungsb atterien heißen die Batterien, die der Vertheidiger gegen den Bclagc-

war, rer in Thätigkcit bringt, und deren Aufstellung, Bauart und Bewaffnung gänzlich von der

luf jk Localität und den nähern Umständen abhängt. Diese Batterien sind entweder offene, wo-

ei den bei die Geschütze frei hinter dem Wall entweder auf dem Wallgang oder auf Geschühbänken

k zwei (s. Bank) stehen, oder b ed e ckt e unter Überdachungen von Balkcnbau, oder endlich kase -

eser- mattirte, auf welche schon Vauban und später Montalembert großen Werth legte, und

e letz- die in der modernen Kriegsbaukunst eine so wichtige Rolle spielen. Die Küsten- oder

sirun- Strandbatterien werden zur Abwehrung einer feindlichen Landung oder zur Be-

schützung von Häfen, Flußmündungen u. s. w. angelegt. Ihre Anlage, Bauart und Be-nd er- waffnung richtet sich durchgehend nach Zweck und Örtlichkeit. In neuester Zeit sind beson-nen ders die Bombcnkanonen des Generals Paixhans zur Armirung von Küstcnbattcrien für

will- zweckmäßig erachtet worden. Schiffsbatterien heißen auf Kriegsschiffen alle Geschütze,

sichen welche an beiden Seiten auf dem nämlichen Verdeck stehen. Eine halbe Schiffsbattcrie

rectes bezeichnet demnach alles Geschütz, welches auf Einer Schiffsseite sich befindet. Kriegsschiffe

en der vom ersten Rang, sogenannte Orlogschiffe oder Dreidecker, haben drei Batterien, welche, von

ange- unten an gerechnet, erste, zweite und dritte Batterie heißen; in die erste zunächst dem Wasser

beste- kommt das schwerste Geschütz, in die dritte oder oberste das leichte zur bessern Erhaltung des

u»gs< Gleichgewichts des Schiffs. Die untern Batterien werden mit langen Kanonen, die ober«