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106 Batrachomyomachia Batterie
bildeten Zustande nur von thierischen Substanzen, legm Eier und bewohnen alle milden undwarmen Länder, während sie sehr kalten ganz fehlen, und zerfallen in mehre Familien. Deutsch,land besitzt 16 Arten derselben aus den Gattungen Frosch, Kröte, Land- und Waffersala-mander und Proteus. Swammerdam (1666) zeigte zuerst ihre hohe galvanische Erregbarkeit.
Batrachomyomachia, d. h. der Froschmäusekrieg, ist der Titel eines dem Homerfälschlich beigelegten komischen Heldengedichts, als dessen Verfasser ein gewisser Pigres ausKarlen, der zu den Zeiten der Perserkriege lebte, schon im Alterthume genannt wird. DasGanze ist wol keine bloße Thiersabel, wie Jak. Grimm und Welcker meinten, sondern eineParodie der „JliaS", worin uns die Rüstungen und Kämpfe der Thiere bis ins Einzelne,selbst bis zur Einmischung der Götter, mit der heitersten Laune geschildert und ausgemaltwerden. Mit Homcr's Hymnen wurde sie von Matthiä (Lpz. 1865) herausgegeben. Vgl.
Göß, „De batrscbom^»macbia Homer» vulgo eulscripts" (Erlang. 1789).
Battement nennt man das Anschlägen einer Kugel im Innern des Rohrs an denWänden der Seele, bevor sie die Mündung verläßt. Je größer der Spielraum, desto mehrBattements erfolgen. Sie haben den Nachtheile, daß sie nicht nur die Richtigkeit des Schussesbeeinträchtigen, sondern auch die Seele beschädigen. Wenn Battements wiederholt aus dernämlichen Stelle in der Seele erfolgen, so entsteht daraus zuletzt ein Kugcllager (s. d.)
Batterie heißt im Allgemeinen eine Zusammenstellung von mehr oder weniger Ge-schützen zu einer Einheit und zu einem bestimmten taktischen Zwecke. Zuweilen spricht derName diesen Zweck aus, zuweilen die Gattung, oft aber auch die in einer Batterie zu-sammcngestellten Kaliber. Es gibt fünf Classen Batterien, Feld-, Belagerungs-, Fe- i
stungs-, Küsten- oder Strand- und endlich Schiffsbatterien. Die Feldbatterien haben «
die Bestimmung, in Verbindung mit den übrigen Truppen in das Feld zu marschiren, undmüssen in jeder Beziehung darauf eingerichtet sein, also vor allen Dingen eine große Be- ,weglichkeit besitzen. Wo blos Kanonen zu einer Batterie zusammengestellt werden, heiß! l
solche eineKanonenbatterie, deren es 6-, 8-und 12pfündige gibt; bestehen die Bat- I
terien aus Haubitzen allein, so heißen sie Haubitzbatterien, deren es 7pfündige (5'/,- jzöllige auch 2-lpfündige nach Eisengewicht) und 16pfündige(6zollige)gibt; befinden sichend- <
lich Kanonen und Haubitzen gemeinschaftlich vereinigt, so heißen solche Batterien gemischte, ,und zwar gibt ihnen das Kanonenkaliber alsdann den Namen, z. B. Sechspfünder- ,
Batterien, welche fast allgemein aus sechspfündigen Kanonen und zwei siebenpfündigcn j
Haubitzen bestehen. Geht alle Mannschaft;» Fuß, so heißen solche Batterien Fußbatterien, !wird die Mannschaft auf Protzen und Wagen fortgebracht, so nennt mansie fahrende, und r
ist Alles beritten, reitende Batterien; bei den Östrcichcrn aber, wo die Mannschaft j
aus Wurstlaffeten sitzt, heißen sie Cavaleriebatterien. Als einen Zusatz zu den e
Feldbatterien darf man auch noch die Raketenbatterien ansehen. Keine Feldbat- e
tcrie darf schwächer als sechs, und stärker als.'acht Piecen sein, sonst verliert sie entweder anintensiver Kraft oder wird unbehülflich, wie cs z. B. früher bei den Russen der Fall war, i
deren Batterien zwölf Piecen stark waren, jetzt aber auf acht herabgesetzt worden sind. Auf je i
zwei Kanonen und auf jede Haubitze rechnet man in der Regel einen Munitionswagen, bei den l
Franzosen, Baiern u. s. w. aber auf jedes Geschütz einen solchen und auf jede Haubitze zwei <
derselben. Ihrer Bestimmung nach werden die Feldbatterien in Divisions-und Nescr- e
debat terien getheilt, jene den Infanterie- und Cavalerie-Divisionen zugetheilt, die lch- l
tern aber in einer sogenannten Reserveartillerie zusammengchalten. Bei Dctaschirun- t
gen wird eine Batterie in zwei Halbbatterien oder in vier Züge oder Sectioncn getheilt. s
Die Belagerungsbatterien werden auch Angriffsbatterien genannt und er- r
halten ihre besonder» Namen thcils nach demKaliber, wo alsdann die Mörserb atterien !
oder Kessel noch hinzutreten, thcils nach dem Zweck, den man mit ihnen erreichen will- i
Dahin gehören: I) Die Demontirbattericn, welche aus schweren Kanonen bestehen >
und den Zweck haben, die feindlichen hinter den Wällen stehenden Geschütze durch directes I
Feuer zu zerstören oder zu demontiren. Sie werden parallel zu den feindlichen Facen der >
Bastiane der Raveline, und zwar auf -1 — 066 Schritt Entfernung vor denselben ange- >
legt. 2) Die Ricoschetbatterien, welche aus schweren Kanonen und Haubitzen beste- I
hcn und auf 7—övv Schritt Entfernung in der Verlängerung der feindlichen Fcsiungs- >
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