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Bafson Bastard 99
„Nämoiees" (2 Bde., Köln 1665; 4 Bde., Amst. 1723) geschrieben, die für die Geschichteseiner Zeit, sowie durch ihren geistreichen Stil von großem Interesse sind.
Basson, s. Fagott.
Bastora oder V a sr a h, die Hauptstadt des Paschaliks gleiches Namens, im Südender osman. Provinz Jrak-Arabi, am westlichen Ufer des Schat-el-arab, ungefähr siebendeutsche Meilen von der Mündung desselben, ist ungeachtet der vielen Gärten innerhalb ih-rer Ringmauer, in welchen die kostbarsten Erzeugnisse des Orients sich finden, und der vielenRosenpflanzungen in ihrer Umgebung ein sehr unreinlicher Ort. Der Strom, der für Schiffevon 500 Tonnen Last bis an die Stadt schiffbar ist, durchschneidet dieselbe in vielen Kanälenund macht durch die Ausdünstungen beim vstern Austreten das Klima ungesund. Die60000 E. sind zum größten Theil arme Araber, nur die Beamten und das Militair sindTürken, und der Handel ist in den Händen der Armenier. Die meisten Häuser sind niedrigeHütten, blos von Lehmsteinen aufgeführt. Das sckönste Haus ist die engl. Factorei, wo derbrit. Resident seinen Sitz hat, der die Verbindung zu Lande zwischen dem brit. Ostindien undEngland besorgt. B. ist eine der Hauptnicdcrlagen der Türkei und Persiens für alle ind.Erzeugnisse; die Haupteinfuhrartikel sind Seidenwaaren, Musselin, Tuch, Gold- undSilberstoffe, mancherlei Arten Metalle, Sandelholz, Indigo, Perlen, Mokkakaffee, Shawls,Spezereien u. s. w. Europ. Waaren sind selten und theuer; unter ihnen haben die engl. Fa-brikate einen entschiedenen Vorzug. Die Ausfuhrartikel bestehen größtentheils in den cingc-brachten Waaren, auch wird ein ausgedehnter Handel mit schönen und starken Pferdengetrieben. Der Karavanenzug geht nach Persien, sowie über Bagdad und Aleppo nachKonstantinopel. Um die Streifzüge der Araber abzuwehren, hat der Statthalter längs dernahen Wüste eine beinahe 20 deutsche Meilen lange Mauer aufführen und an allen Durch-gängen mit Wachen besetzen lassen. Die Stadt wurde 636 von dem Khalifen Omar ge-gründet und bald eine der berühmtesten Städte des Orients, um deren Besitz Türken undPerser Jahrhunderte kämpften. Jene eroberten B. 1668, diese 1777; 1778 wurde es aufsneue von den Türken besetzt und 1787 von den Arabern; doch gelang es dem Pascha vonBagdad, die Stadt wicdereinzunehmen und zu behaupten. Im I. 1832 kam MohammedAli in den Besitz der Stadt, die er 18-10 nebst den übrigen Eroberungen wieder abtreten mußte.
Bastard, im physiologischen Sinne, nennt man das Erzeugniß der geschlechtlichenVermischung zweier als Arten (Speckes) unterschiedenen Wesen. Derartige Vermischun-gen sind darum in der Regel unfruchtbar, weil die Natur selbst die Reinheit ihrer ursprüng-lichen Formen bewahren will; tritt aber dennoch der Fall ein, daß zwei ganz nahe Species,wie Pferd und Esel, Wolf und Hund, Fuchs und Hund, Löwe und Tiger, ein Zwischen-wesen hervorbrachten, so bleibt diesem, wie z. B. dem Maulthierc oder Maulesel, die Fort-pflanzungsfähigkeit versagt. Die Zeugungsstoffe verschiedener Species haben keine Ver-wandtschaft zueinander; so liegen die Eier und das Sperma verschiedener Fische im Wasservermengt ohne jemals Bastardbildung zu veranlassen. Die Bastardpflanze ist ein Ge-wächs, das der Mutterpflanze, d. h. derjenigen, aus deren Samen es erwuchs, nur zumTheil ähnlich ist und zugleich auch einer andern (der väterlichen) theilweise gleicht. Samen,welche Bastarde Hervorbringen, werden erzeugt, wenn Blütenstaub einer Gewächsart aufdie Narbe einer andern ähnlichen Art gelangt. Dies geschieht entweder zufällig, durchWind, Insekten u. s. w. oder absichtlich dadurch, daß Cultivateurs mittels eines Pinselsfremden Blütenstaub auf die Narbe eines Gewächses bringen, welchem sie, um desto sichererden Zweck zu erreichen, die Staubfäden, ehe dieselben den Staub aus ihren Beuteln(Antheren) entleeren, vorsichtig wcgschnciden. Nicht alle, sondern nur die wenigsten unddabei ähnlichsten Arten einer Pflanzengattung können sich befruchten und Bastarde erzeu-gen. Kölreuter hat über diesen Gegenstand die meisten und glücklichsten Versuche ange-stellt, vorzüglich mit ähnlichen Arten des Tabacks, z. B. mit Baucrntaback (l^icotianurustica) und dem Virginischen Rispentaback (Kicotiana puniculsts). Indem er Bastard-tabrck mchre Generationen hindurch mit Blütenstaub derselben Art befruchtete, gelang e§ihm, wieder Pflanzen zu erhalten, die vollkommen das Ansehen der väterlichen Art, d. h.der, von welcher der Blütenstaub genommen worden war, halten. Bastarde erzeugen selten
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