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zug aus letztere, die lat. Dichter betreffend, gab Fiedler in „Larllni odservstiones in 5uvs-nalem etc." (Wesel 1827). Auch besitzen wir von ihm Ausgaben des Claudia» (Franks.1650), Äneas Gazäus (Lpz. 1655) und Statius(4 Bde., Zwickau 166-1—65).
Barth-Barthellheim, ein altadeliges, seit 1662 reichsftei, dann bannerhcrrlichek,1810 in^dcn östr. Grafenstand erhobenes Geschlecht, das dem Deutschen Orden einen Hoch-meister (1206—10) gegeben hat. — Joh. Baptist Ludw. Ehrcnreich, Graf vonB., östr. wirklicher Kämmerer und niederöstr. wirklicher Regicrungsrath, geb. am 5. März1781 zu Hagenau im Elsaß, studirte seit 1705 zu Karlsruhe, hierauf zu Freiburg und zuGüttingen. Nachdem er 1804 in östr. Staatsdienste getreten, bemühte er sich, die Gesetze undAnordnungen, welche sich auf die Landesverwaltung bezogen, zu ordnen und für den Ge-schäftsdienst lichtvoll zusammenzustellen. Eine Frucht seiner Studien war die Schrift „Überdas politische Verhältniß der verschiedenen Gattungen von Obrigkeiten zum Bauernständein der Provinz Niederöstreich" (Wien 1818), die nicht nur an sich statistischen Werth hat,sondern auch überhaupt bei der Gesetzgebung für den Bauernstand in Deutschland beachtetzu werden verdient. Sein Werk „Ostr. Gewerbs- und Handelsgesetzkunde" (0 Bde., Wien1819—24) empfahl die oberste Gewerbs- und Handelsbehürde in Ostreich als Muster zurBearbeitung der einzelnen Provinzialgesehgebungen über diesen Gegenstand allen Landes-stellen der Monarchie, sodaß bereits auf der Grundlage seines Systems ähnliche Bear-beitungen für Galizien, Steiermark und für das Venetianische erschienen sind. Seine„Beiträge zur politischen Gesetzkunde" (5 Bde., Wien 1821 fg.), die in freien Heften er-schienen, enthalten meist Abhandlungen über einzelne Gegenstände der, östr. Landesvcr-waltung, z. B. über die östr. Staatsbürgerschaft, über die Israeliten in Ostreich, über dasfreie Gemeindewesen, über den Zustand der Protestanten in den östr. Staaten u. s. w-, dieauch zum Theil einzeln gedruckt sind. Unter seinen übrigen von vielem Fleiße zeugendenWerken erwähnen wir„System der östr. administrativen Policei, mit Rücksicht aus Ostreichunter der Ens" (4 Bde., Wien 1829), „Das Ganze der östr. politischen Administration"(20 Lief., Wien 1836—42)und „Ostreichs geistliche Angelegenheiten in ihren politisch-admi-nistrativen Beziehungen" (Wien 1841).
Barthe (Felix), Pair von Frankreich, geb. am 28. Juli 1795 zu Narbonne im De-partement der Aude, der Sohn bemittelter Altern, studirte zu Toulouse die Rechte undwidmete sich in Paris dem Advocatenstandc. In einer Reihe politischer Processe von 1820an, namentlich in der Vertheidigung des Obristlieutenants Caron, einigerVerschworenen vonBeford, der Angeklagten von Rochelle, des Abgeordneten Köchlin und des „äournal 6» com-merce", daß die Abgeordnetenkammer als eine Vertretung der Höflinge und Beamten be-zeichnet hatte, trat er stets mit Kühnheit und meist mit Erfolg als Gegner der Restaurations-herrschaft auf und zählte unter die populairsten Vcrtheidiger der öffentlichen Freiheiten.Nicht minder thätig war er in derselben Richtung als Mitglied der besonders seit 1820 überganz Frankreich verbreiteten geheimen politischen Gesellschaften. Der glückliche Ausgangder Julirevolukion öffnete dem liberalen Anwälte und eifrigen Carbonaro eine glänzendeLaufhahn, die ihn aber mehr und mehr von seinen früher« politischen Glaubensgenossenentfernte. Schon wenige Tage nach Herstellung der neuen Ordnung ward er am Gerichtshöfedes Seinedepartements zum königlichen Procurator und bald darauf zum Präsidenten, dannnoch vor Ende des 1.1830 zum Minister des Cultus und öffentlichen Unterrichts, sowiezum Präsidenten des Staatsraths ernannt. Noch einmal hatte ihm die Erinnerung an seineliberale Wirksamkeit den von der Kammer verworfenen Vorschlag zur Aufhebung desZeikungsstemprls eingegeben, aber seitdem sah man ihn unter den unbedingtesten Dienernder Gewalt. Sein Ministerium des Unterrichts begann er mit der Anwendung eines durchdie Julirevolution außer Kraft gesetzten strengen Verbots der Restaurationsregicrung gegenalle Studcntcnvereine, was eine Demonstration zur Folge .hatte, die ihn schon damals denVerlust seiner früher« Popularität empfinden ließ. Seiner Stellung als Minister des Un-terrichts war er überdies so wenig gewachsen, daß er sich 1831 zur Zurücknahme eines denAbgeordneten eingercichten, aber selbst von den eifrigsten Anhängern der Verwaltung mißbil-ligten Gesetzentwurfs über i en Elementarunterricht entschließen mußte. Nach Laffitte's Rück-tritt ward er Großsiegelbewahrer, ohne jedoch dem Ministerium diejenige Unterstützung zu